Was ist Meditation? Was ist Meditation nicht? Und warum meditieren wir überhaupt…

Im März dreht sich auf meinen Kanälen ganz unter dem Motto #meditationmarch alles um das Thema Meditation. Meditation ist mittlerweile ein weit verbreiteter Begriff und es scheint fast so, als wäre es mittlerweile modern und Mainstream, zu meditieren. Aber dennoch ist in vielen Köpfen noch nicht angekommen, was Meditation nun tatsächlich ist, was es nicht ist und warum wir uns das überhaupt antun…..

Was ist Meditation nicht?

Meditation ist nicht „Nicht zu tun“

Vor allem Menschen, die noch nie meditiert haben, denken zunächst oft, dass Meditation „Nicht tun ist“. Ja bei der Meditation entsteht oft eine Leere und Stille im Kopf, die ist aber ein Produkt der Meditation, wenn man nur mehr bewusst und im Moment ist. Wenn man sich einfach hinsetzt und „nichts tut“ dann wird sich diese Leere und Stille im Kopf kaum ausbreiten. Im Gegenteil, vermutlich werden die Gedanken im Kopf Tango tanzen und man wird unruhig. Je weniger man tut, desto mehr geht oft in einem vor. Beim Meditieren geht es allerdings darum die Tango-tanzenden Gedanken zur Ruhe zu bringen und dazu werden verschiedene Meditationstechniken eingesetzt. Meditieren ist also meistens sogar mit einer großen Anstrengung verbunden, wenn man durch die Meditationstechnik Ruhe im Kopf erzeugen will – alles andere als „Nichts tun“ oder?

Meditation ist nicht Konzentration

Meditation gilt als einer der 8 Pfade im Yoga, genauso die Konzentration auch Dharna genannt. Der indische spirituelle Lehrer Osho hat es sehr gut definiert.

„Meditation ist kein Zustand der Konzentration.

Bei der Konzentration ist ein Selbst da, das sich konzentriert, und ein Gegenstand, auf den sich das Selbst konzentriert. Es gibt Dualität. Im Zustand der Meditation gibt es niemanden, der innen ist, und nichts, das außen ist. Er ist nicht Konzentration. Es besteht keine Trennung zwischen dem Inneren und dem Äußeren. Das Innere fließt in das Äußere und das Äußere fließt in das Innere, es ist ein ständiges Fließen. Die Einschränkung, die Begrenzung, die Grenzlinie ist nicht mehr vorhanden. Das Innere ist außen und das Äußere ist innen — ungespaltenes Bewusstsein.

Konzentration ist gespaltenes Bewusstsein: deswegen macht Konzentration müde; deshalb fühlst du dich erschöpft, wenn du dich auf etwas konzentriert hast. Und du kannst nicht jahrein, jahraus, vierundzwanzig Stunden am Tag konzentrieren. Von Zeit zu Zeit musst du dich ausruhen und Urlaub machen. Konzentration kann niemals zu deiner Natur werden. Meditation macht dich nicht müde, meditieren erschöpft dich nicht. Du kannst vierundzwanzig Stunden am Tag meditieren — tagein, tagaus, jahrein, jahraus — ewig.“ Oslo

Meditation bedeutet nicht „nichts zu denken“

„Ich muss an Nichts denken…ich muss an Nichts denken….“ ich selbst habe mir diesen Satz als ich zu meditieren begann bestimmt 100 Mal vorgesagt und versucht meine Gedanken zu unterdrücken. Meditation ist allerdings kein Weg, um die Gedanken zu unterdrücken und die Stille zu erzwingen. Wenn man versucht die Gedanken zu blockieren und zu vertreiben kommen sie ohnehin wieder.

Meditation bedeutet vielmehr, sich nicht mit seinen Gedanken zu identifizieren, sie aufkommen zu lassen, anzuschauen und sie dann weiterziehen zu lassen. Meditation ist ein Weg in die Stille, die in einem immer schon da war, die nur unter den vielen Gedanken versteckt ist.

Meditation ist kein Rauschzustand

Ja ab und zu kommt man bei einer Meditation in einen rauschähnlichen Zustand aber sehr selten und ist das auch nicht das Ziel, sonder eher ein Nebenprodukt. Im Rauschzustand wird einem das Bewusstsein genommen, bei der Meditation wird man bewusster. Natürlich kann es sein, dass ein rauschähnlicher Zustand entsteht, der Grund ist aber, dass man seinen natürlichen Seinszustand erreicht hat.

Meditation ist nicht esoterisch oder religiös

Ja Meditation wird in vielen Religionen praktiziert. Ja Meditation wird oft mit Hippies, die in weißen Wallekleidern am Boden sitzen, in Verbindung gebracht. Aber Meditation ist weder esoterisch noch religiös. Jeder kann zu jeder Zeit Meditation praktizieren. Ganz egal, ob das nach einer Yogastunde ist, zu Hause im Pyjama oder zwischendurch im Büro.

Welche Yogarichtung

Was ist Meditation?

Es gibt so viele verschiedene Definitionen von Meditation, dass es wirklich schwer fällt, dieses komplexe Wort zu erklären. Ich versuche es kurz in einem Satz rüberzubringen.

Meditation ist eine Technik, um einen Zustand der Stille zu erreichen.

Wikipedia definiert Meditation so:

Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll sich der Geist beruhigen und sammeln. In östlichen Kulturen gilt sie als eine grundlegende und zentrale bewusstseinserweiternde Übung. Die angestrebten Bewusstseinszustände werden, je nach Tradition, unterschiedlich und oft mit Begriffen wie Stille, Leere, Panorama-Bewusstheit, Einssein, im Hier und Jetzt sein oder frei von Gedanken sein beschrieben.

„Meditation ist ein Abenteuer — das größte, in das der menschlichen Geist sich stürzen kann. Meditation heißt: einfach da sein, ohne irgend etwas zu tun — keine Handlung, keine Gedanke, keine Gefühlsregung. Du bist. Und das ist reines Entzücken. Woher kommt das Entzücken, da du doch gar nichts tust? Von nirgendwoher und von überall. Es kommt unverursacht, denn die Existenz ist aus dem Stoff, der Freude heißt.“ Osho

 

Rooftop Yoga Wien

Warum meditieren wir überhaupt?

Meditieren ist wie bereits gesagt mittlerweile sehr modern geworden, aber warum machen wir das überhaupt, wenn es so schwer ist die Tango-tanzenden Gedanken ruhig zu stellen? Machen wir nicht schon genug schwere Sachen?

Ich möchte dir an dieser Stelle erzählen, warum ICH meditiere. Meditation & Ich, das war nicht immer einfach. Während meiner Yogalehrerausbildung habe ich nicht nur einmal Raum gefrustet verlassen und gesagt: „Das funktioniert bei mir nicht.“ Und auch als ich schon längst Yoga unterrichtet habe, habe ich mit der Meditation noch immer nicht so wirklich angefreundet. Erst seit ungefähr einem halbe Jahr beschäftige ich mich wirklich intensiv mit Meditation und meditiere mittlerweile jeden Tag.

Ich merke, wie gut es mir tut. Ich schaffe es besser mich nicht mit meinen Gedanken und Gefühlen zu identifizieren und reagiere im Alltag auf gewisse Situationen mit mehr Gelassenheit. Mein innerlicher Stress ist nicht mehr ganz so groß und wenn er aufkommt, kann ich ihn mit Übungen eindämmen. Ich bin reflektierter, achtsamer und präsenter.

Es ist bei Gott nicht so, dass ich mich jeden Tag hinsetze und automatisch für eine halbe Stunde in diesen Zustand der Stille ohne Gedanken verfalle. Es ist fortwährende Arbeit und mal funktioniert es besser und mal auch gar nicht. Seitdem ich mir aber darüber bewusst geworden bin, dass Meditation nicht heißt „nichts zu denken“ kann ich auch Tage an denen mir Meditation nicht so leicht fällt, hinnehmen, ohne dass sie mich frusten.

Ja, deshalb meditiere ich…..Wie ist das bei dir?

 

Nächste Woche werde ich dir verschiedene Meditationsarten vorstellen.

Hier findest du alte Beiträge von mir zum Thema Meditation

Meditation für Anfänger – mit diesen 3 Tipps machst du Meditation zur Routine

3 Hindernisse bei deiner Meditation

Meditation mit Mantra und warum du es probieren solltest

Tipps für deine Meditationspraxis

30 Tage Meditation Challenge

30 Tage Meditations Challenge Diary Part 1 & 30 Tage Meditations Challenge Diary Part 2

 

 

 

 

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