Meditation mit Mantra und warum du es probieren solltest

Meditation kann ganz schön schwierig sein, wenn man es noch nie versucht hat. Besser gelingt am Anfang meistens eine Meditation mit Mantra.

Mantra

Das Wort „Mantra“ ist Sanskrit und bedeutet Spruch/Lied. Ursprünglich waren Mantren heilige Silben oder heilige Verse. Diese sind laut Wikipedia Klangkörper einer spirituellen Kraft, die durch Wiederholungen im Diesseits manifestiert werden sollen. WHAAAAT?

Vereinfacht gesagt ist ein Mantra einfach ein Satz oder eine Silbe, die du dir immer wieder und wieder vorsagst. Ein Mantra muss keinesfalls ein Vers in einer alten Sprache sein, den man sich nach 100 Wiederholungen noch immer nicht merkt. Es können auch ganze einfache deutsche Sätze sein. Indem man sich das Mantra immer wieder entweder in Gedanken oder leise vor sich hinmurmelnd vorsagt, gewinnt es an Stärke und Energie. Es ist eine einfache Möglichkeit sich daran zu erinnern woran man festhalten möchte. Durch die Konzentration auf das Mantra fällt es leichter präsent zu sein und sich nicht von den Gedanken ablenken zu lassen.

Wahrscheinlich denkt ihr euch noch immer, hä was redet die da? Ich möchte es genauer erklären.

Was bringt die Meditation mit Mantra?

Ich persönlich kann mich so einfach besser konzentrieren und meine Gedanken zum Schweigen bringen. Denn so habe ich etwas, womit ich sie ablenken kann. Wenn ich merke, dass mein Geist wieder abschweift, kann ich ihn bewusst wieder zurück zum Mantra holen.

Das tolle an der Meditation mit Mantra ist, dass es mich gelegentlich durch das ständige monotone Wiederholen in eine Art Trance versetzt. Das ist ein wahnsinnig angenehmer Zustand. Leider hält er meistens nicht lang an, weil mein monkey mind sich dann darüber freut, dass ich diesen Zustand erreicht hab. Und schwups weg ist er wieder.

Wie funktioniert die Meditation mit Mantra?

Du wiederholst einfach synchron zum Atemrhythmus ein bestimmtes Mantra immer und immer wieder.

Ideen für Mantra

Dein Mantra kann irgendein Gedanke oder eines deiner Ziele sein. Es kann natürlich auch eine Silbe aus dem Sanskrit sein deren Bedeutung dir gefällt.

Im Jivamukti Yoga wird das Mantra „Lass los!“ benutzt. Mit der Einatmung sagst du dir das „Lass“ vor und mit der Ausatmung „Los.“

Eine andere Möglichkeit wäre das Mantra „So Ham„. Es soll den natürlichen Atemrhythmus betonen und ist Sanskrit. Mit der Einatmung sagst du dir „So“ und mit der Ausatmung „Ham“ vor. Es bedeutet übrigens „Ich bin das“ und beinhaltet den kosmischen Klang „Om“.

Slow down“ oder „Ich bin genug“ sind Mantren die ich gerne verwende. Slow down, wenn ich wiedermal alles viel zu gestresst und hektisch angehe und ich bin genug, wenn ich mal wieder das Gefühl hab auf der Stelle zu treten.

Ich persönlich bevorzuge als Mantren einfache deutsche oder englische Sätze, deren Bedeutung ich tiefer in mein Leben integrieren will oder wo es mir schwer fällt dessen Bedeutung auch in meinem Leben anzuwenden. So gewinnt ihr Inhalt Stärke und Kraft für mich und ich erinnere mich auch im Alltag daran z.B. mal einen Gang runter zu schalten.

Meditiert ihr auch mit Mantren? Oder habt ihr vielleicht sogar ein Lieblingsmantra? Wenn nicht, probiert es aus.

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1 Comment

  • Hallo Julia,

    tolle Erklärung! Einfach und auf den Punkt. Dein Artikel wandert direkt in meine Pinterest Sammlung :-).

    Wenn mein Geist mal wieder im Hyper Modus unterwegs ist, meditiere ich gern auf SA TA NA MA. Für mich ist das irre beruhigend. Dieses Mantra mag ich auch für die Gehmeditation oder zwischendurch, wenn ich kurz abschalten möchte.

    Ich wünsch dir noch einen tollen Tag.

    Jana

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