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Raus aus der Komfortzone – übers „über sich hinauswachsen“

Neulich hat mich die liebe Jules Moody, mit der ich auch schon einen Workshop zum Thema „Yoga & DIY Kosmetik“ abgehalten hat, ob ich Speakerin bei ihrem „Wohlfühlen Onlinekongress“ zum Thema „über sich hinauswachsen“ sein will. Klar wollte ich das – und wie. Wenn es darum geht seine Komfortzone zu verlassen und über mich hinauszuwachsen hatte ich mich schließlich mittlerweile (zumindest meistens) zur Meistern entwickelt. Dieses Gespräch hat mich auch zu diesem Beitrag inspiriert.

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Über sich hinauswachsen – was ist denn das eigentlich?

Über sich hinauswachsen, die Komfortzone verlassen – das klingt alles so groß aber was ist das eigentlich genau? Ich glaube da hat jeder seine ganz persönliche Definition. Für mich bedeutet über mich hinauszuwachsen, meine Komfortzone zu verlassen, Angst vor etwas zu haben aber trotzdem den Mut aufzubringen es zu machen. Sich nicht von der Angst lähmen zu lassen, sondern diese Angst als Herausforderung zu sehen, aus der etwas Neues und Großartiges entstehen kann und aus der man wachsen kann. Es bedeutet für mich auch sich ständig weiterzuentwickeln, nicht stehen zu bleiben und seinen Träumen, trotz Hindernissen, Zweifeln und Angst nachzugehen. 

Wenn man nicht über sich hinauswachst, kann auch keine Weiterentwicklung stattfinden. Es herrscht Stillstand und das ist vermutlich für die Wenigsten ein wünschenswerter Zustand.

Angst als Hindernis – unser Reptilengehirn

Oft hält uns die Angst davor ab über uns hinauszuwachsen, aber warum haben wir eigentlich Angst und wovor genau?

Unser Gehirn besteht aus drei verschiedenen Teilen:

  • Das Reptiliengehirn
  • Das Limbische System
  • Neokortex

Unser Reptiliengehirn bringt unter anderem die Reaktion auf instinktive Angst in Gang. Wenn die Angst nicht in einen Zusammenhang gesetzte werden kann, dann hat sie uns meistens weiterhin im Griff. Die automatische Angstreaktion – kämpfen, flüchten, erstarren – unsere Träume nicht verfolgen, nicht über uns hinauswachsen. Und das Ganze noch dazu auf Kosten unserer psychischen und physischen Gesundheit. Ich bin mir sicher, du hast es bereits erlebt, dass dein Herz zu rasen anfängt oder dich Schlaflosigkeit quält, wenn du vor etwas Angst hast.

Also müssen wir unser Reptiliengehirn irgendwie austricksen. Nur das ist natürlich einfacher gesagt als getan….

Die Angst muss auf dem Rücksitz bleiben

Eine meiner Lieblingsautorinnen, Elizabeth Gilbert, hat in „The Big Magic“ eine schöne Metapher für die Angst verwendet, die ich mir seitdem immer in Erinnerung rufe, wenn Angst hochkommt. Stell dir vor du bist im Auto und auf dem Weg deine Träume zu verfolgen. Die Angst darf mitfahren, denn sie ist wichtig und will uns nur beschützen. Allerdings muss die Angst auf der Rückbank Platz nehmen, sie darf nicht auf dem Beifahrersitz sitzen, geschweige denn ins Steuer greifen und wenn sie es doch versucht, muss man sie ermahnen und ihr sagen, dass sie aussteigen muss, wenn sie das weiterhin macht.

Situationen als Auslöser, um über sich hinauszuwachsen

Eine Kündigung, Scheidung, der Tod eines geliebten Menschen – oft sind es Situationen, die wir als Auslöser sehen, endlich über uns hinauszuwachsen. Davor waren wir entweder zu bequem oder zu ängstlich es zu tun. Wir haben es auf „irgendwann“ verschoben, aber „irgendwann“ kommt nie….

Bei mir war eine Kündigung eine Situation in der ich das erste Mal über mich hinauswuchs, begann mein Leben zu überdenken und schließlich einen ganz neuen und anderen Weg einschlug.

Seitdem versuche ich ständig über mich hinauszuwachsen, meine Komfortzone zu verlassen und trotz aller Angst, die mir ins Steuer greifen will, den Mut aufzubringen, Dinge zu wagen und meine Träume Realität werden zu lassen.

Aktiv über sich hinauswachsen

Es bedarf aber nicht immer einer schlimmen Situation, um über sich hinauszuwachsen, man kann sich auch schlichtweg dazu entscheiden, einfach so. Klar, das ist nicht immer einfach und bedarf einiges an Übung, Disziplin und Durchhaltevermögen aber wenn man einmal damit begonnen hat, bemerkt wie gut es sich anfühlt und welche Möglichkeiten sich damit eröffnen, dann möchte man gar nicht mehr damit aufhören.

Was ist das Schlimmste was dir passieren könnte?

Stell dir diese Frage, wenn du nicht weißt, wie du den Mut aufbringen sollst und deine Angst dich lähmt. Meistens ist es gar nicht so schlimm….

Wo bist du in deinem Leben über dich hinausgewachsen? Hättest du gerne mehr Beiträge zu diesem Thema? Lass es mich in den Kommentaren wissen <3

Höflehner Schladming Dachstein Frühstück Gletscher

In meinem neuen Buch

„Lebe deine Träume und finde deinen Weg mit 8 Vinyasa Yoga Flows“

habe ich der Angst, die man auf seinem Weg bewältigen & den Mut, den man aufbringen muss, übrigens jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet.

4 Comments

  • Danke, Julia, für diesen inspirierenden Artikel. Ich fühle deine Worte und werde sie mir in den nächsten Wochen, bei anstehenden Entscheidungen, die auch von Angst und Zweifel begleitet werden, zu Herzen nehmen. Gerne mehr davon und ich freue mich auf die Meditations Challange im März :) Alles Liebe, Franziska

  • Da gebe ich dir recht. Ich versuche aus schwierigen Situationen Situationen zu machen, aus denen ich lernen kann und auch immer wieder Zweifel und Ängste zu überwinden. Schön, das nochmal zu hören. LG

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