#Vanlife – 2 Wochen durch Westaustralien unsere Route

Gefühlt kaum etwas ist momentan so modern, wie seine Sachen in einen alten VW Bus zu packen und damit durch die Gegend zu fahren. Wohl kaum jemand ist so ein großes Opfer wie ich, wenn es um solche Trends geht und so war es für mich schell klar, dass ich mit dem VW Bus durch Westaustralien fahren und die große Freiheit leben wollte.

Ganz so war es am Ende nicht, denn statt dem VW Bus wurde es ein übergroßes Wohnmobil, in dem nicht nur mein Freund und ich sondern sogar das aufgeblasene SUP-Board problemlos Platz hatte. Aber wir lebten definitiv die große Freiheit Australiens und ich musste schnell feststellen, dass #vanlife ein sehr berechtigter Trend ist, an dessen Leben ich mich gewöhnen könnte.

#vanlife – 2 Wochen durch Westaustralien

Unsere Idee ein paar Wochen Urlaub in Australien zu machen, entstand nach unserem Entschluss nach Bali zu gehen. Wir wollten die Nähe zu Down Under unbedingt ausnutzen, wenn wir schon einmal soweit waren. Unsere Wahl fiel auf Westaustralien, nachdem Perth nur ein bisschen mehr als drei Flugstunden von Bali entfernt war und welches Transportmittel war für die Erkundung von Westaustralien besser geeignet als ein wohn-/fahrbarer Untersatz. Ursprünglich wollte ich einen fancy VW Bus, am liebsten in einer Pastellfarbe. Den fanden wir nicht, worüber ich am Ende aufgrund meines doch recht großen Bedürfnisses nach Komfort, zugegeben froh war. Stattdessen erkundeten wir mit einem überdimensionierten Wohnmobil namens “Mighty Mike” die Weiten dieses wunderschönen Kontinents.

Unsere Route

Westaustralien Route

Ursprünglich wollten wir in den Norden bis Exmouth fahren, da im Jänner allerdings im Süden Orcawal-Saison ist, haben wir vor Ort beschlossen unsere Route zu ändern.

Unsere Route hat schließlich so ausgesehen und hat alles abgedeckt, was wir sehen wollten.

Tag 1 Perth – Geraldton

Am ersten Tag stand nur Fahren am Programm, nachdem wir so schnell wie möglich so weit wie möglich nach Norden kommen wollten.

Tag 2 Geraldton – Shark Bay

Tag 3 Shark Bay

Wir haben zwei Nächte auf einem wunderschönen Campingplatz mit Beachview in Dunham verbracht. Must-Sees in Shark Bay sind: Monkey Mia (hier kommen die Delfine bis zum Strand), Shell Beach und jedem der Tiere liebt, kann ich eine Bootsfahrt empfehlen, um Dugongs zu sehen. Fun Fact am Rande. Mein Freund hat mich seitdem wir zusammen sind in seinem Handy als “Gabelschwanzseekuh” eingespeichert, was ein anderes Wort für Dugong ist. Die Tiere gelten als gefährdet und es ist nicht an vielen Orten dieser Welt möglich sie zu sehen. Definitiv ein Highlight.

Tag 4 Shark Bay – Kalbarri

Tag 5 Kalbarri Nationalpark

Großartiger Nationalpark. Lustigerweise hatten wir einen Tourguides dessen Frau Indonesierin war. Während 4 Monaten auf Bali habe ich es nicht geschafft indonesisch zählen zu lernen, während einer Tour durch den Nationalpark in Australien schon.

Tag 6 Kalbarri-Jurien Bay

Unbedingt einen Stopp am Pink Lake machen. Unglaublich welche schönen Dinge Mama Erde manchmal macht.

Tag 7 Jurien Bay- ins Nirgendwo

Über den Nambung National Park die berühmten Pinnacles anschauen. Am besten bereits um 8.00 Uhr morgens oder noch früher dort sein, wir hatten alles für uns allein.

Meine einzige Aufgabe als Beifahrerin war es nach passenden Campingplätzen zu schauen, an diesem Tag habe ich diese Aufgabe eher mangelhaft erledigt. Wir mussten bei Dunkelheit eine Stunde mehr fahren als geplant, entschieden uns gegen zwei sehr nach Schauplätzen für Horrorfilme aussehende Schlafplätze und stiegen dann auf einem Campingplatz, der auch locker aus “The hills have eyes” hätte sein können.

Tag 8  ins Nirgendwo – Bremer Bay

Tag 9 Bremer Bay

Der einzige Grund warum wir uns überhaupt dazu entschieden haben in den Süden zu fahren, die Orca-Saison in der Bremer Bay. Wenn du von Jänner-März dort bist und Wale liebst, ein Must. Der Spaß ist zwar alles andere als günstig aber wir waren 5 Stunden bei den Orcas, haben so unendlich viele gesehen und waren ihnen so nah. Ein Erlebnis, das ich niemals vergessen werde.

Tag 10 Bremer Bay – Prevelly (Margaret River)

Einer der schönsten Sonnenuntergänge meines Lebens verbrachten wir am Strand von Prevelly. Keine Menschenseele, nur mein Freund, ich und ein paar Flaschen Single Fin.

Tag 11 Prevelly – Dunsborough/Busselton

Tag 12 Busselton – Fremantle

Tag 12-14 Fremantle

Tierische Highlights

Was mir auf der Reise am besten gefallen hat waren definitiv unsere vielen tierischen Begegnungen: Orcas, Dugongs, Koalas, Delfine, Meeresschildkröten, Emus, gefühlt 1.000.000 Kängurus……..ich weiß gar nicht, was das tollste war. Die Orcas waren schon etwas sehr Besonderes, vor allem als einer mit unserem Boot spielte und wir ihn ganz nah zu Gesicht bekamen. Der Emu, der nach dem Anlocken durch meinen Freund ganz nah zu unserem Wohnmobil kam und mich glaub ich beißen wollte, war auch ziemlich cool. Und gegen Kängurustreicheln kommt sowieso nichts an.

#vanlife – Freiheit in Down Under

Nach einiger Zeit in Bali waren wir zuerst richtig erschrocken von den Weiten Australiens. Die lernten wir aber sehr schnell lieben und die Tage an denen wir gefühlt nur im Auto saßen, schon einmal 60km geradeaus fuhren, zu Oldies laut mit grölten und keiner Menschenseele begegneten, waren nicht nur der Inbegriff von Roadtrip sondern auch von Freiheit und wunderschöner Zeit zu zweit.

Das Schönste an dieser Reise war definitiv die Spontanität und Planlosigkeit. Ich bin normalerweise ein Mensch der eher unflexibel ist und gerne alles unter Kontrolle hat. Auf diese Reise habe ich mich allerdings nicht vorbereitet und wir haben sowohl unsere Route als auch unsere Schlafplätze während der Zeit spontan entschieden. Es hat sich so gut angefühlt nicht zu wissen, wo es genau hingeht und tatsächlich den Weg als Ziel zu sehen. Gepaart mit der Gesellschaft meines Freundes, der Freiheit und den Weiten dieses Kontinents – zwei perfekte Wochen in Down Under.

 

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