1 Jahr selbstständig als Yogalehrer Julia Hofgartner

Wie alles begann und warum du deine Träume auch Realität werden lassen kannst

Als ich in einer Nachricht gefragt wurde, ob ich nicht einmal einen Beitrag dazu schreiben könne, wie denn mein Blog und meine Yoga Karriere begonnen haben, dachte ich mir zuerst, dass weiß ja eh jeder und wollte die Fragen per Nachricht beantworten. Dann dachte ich mir, vielleicht denke ich nur, dass es jeder weiß, denn wenn ich so darüber nachdenke, wurde ich schon sehr oft gefragt, wie denn eigentlich alles begonnen hat. Meistens deshalb weil mein fragendes Gegenüber gerade selbst vor der Entscheidung stand, seine Träume zu verwirklichen aber noch nicht so recht wusste wie und deshalb erzähle ich dir heute, wie alles begann und warum du deine Träume auch Realität werden lassen kannst.

Wie alles begann….

Es war einmal vor gar nicht all zu langer Zeit eine mit ihrem Job unzufriedene Mid-Zwanzigerin, die einen Fashion & Lifestyle Blog starten wollte…. Ach so wollte ich schon immer einen Beitrag beginnen.

Tatsächlich waren meine Anfänge als Bloggerin aber wirklich in der Fashion & Lifestyle Schiene und ich glaub es war 2015 als mabelicious.com das Licht der Welt erblickte. So richtig ernst nehmen konnte ich mich als Fashion Blogger nie, mag auch an meiner mangelnden Leidenschaft für Mode liegen, und so wurde mabelicious.com kurzerhand zum Reiseblog umfunktioniert, auf dem ich insbesondere während meiner Auszeit in Südostasien Beiträge a la „Things to Do in Myanmar“ verfasste. Diese Art des Bloggens lag mir schon eher aber mit der Zeit stellte ich fest, dass ich keine Lust hatte klassische Reiseblogbeiträge zu schreiben und Tipps über Länder zu geben oder aufzuschlüsseln, was 2 Wochen in Thailand kosten.

Was mir am Schreiben am besten gefiel war es mein Herz auszuschütten, denn so wie ich das auf Papier kann, gelingt es mir beim Sprechen nicht. Ich erzählte lieber, wie ich mich während meiner Reise entwickelt hatte und ließ meine Leser gerne an meinen ganz persönlichen Erlebnissen teil haben.

Als ich von meiner Reise im Juni 2016 zurück nach Österreich kam, die bestandene Yogalehrerausbildung in der Tasche, hing ich zunächst in der Luft. Ich begann zwar gleich nach meiner Heimkehr im Start Up eines Freundes im Marketing zu arbeiten, war aber gleichzeitig mit dem größten Eigenkulturschock, denn man sich vorstellen kann konfrontiert und stellte mein ganzes Leben und dessen Sinnhaftigkeit in Frage.

Südsteiermark Yoga Retreat Mai 2020

Was wollte ich machen? Wie wollte ich leben? Während meiner Reise hatte ich das erste Mal den Duft der Selbstbestimmung und Freiheit gerochen und Gefallen daran gefunden. Ich wusste aber nicht wie und was und überhaupt…. Ich weiß gar nicht mehr genau wann aber wahrscheinlich ein paar Wochen nach meiner Rückkehr kam der Gedanke auf, doch auch Yogastunden in Wien anbieten zu können, jetzt wo ich schon einmal Yogalehrerin war. Parallel dazu wollte ich über Yoga schreiben, denn geschrieben hatte ich immer schon gerne und nach meiner Rückkehr nach Österreich eher wenig neuen Content für einen Reiseblog.

So entstand die Idee, die immer größer und immer realer wurde. Mein Freund bastelte mir eine neue Webseite und mabelicious.com wurde schließlich zu yogaandjuliet.comWarum Yoga & Juliet? Ich wollte mit dem Namen eine Anlehnung an Romeo & Juliet schaffe – eine Liebesgeschichte, zum Glück ohne tragisches Ende.

Im Herbst 2016 begann ich damit eine Yogastunde wöchentlich in einem gemieteten Raum zu geben und hätte nie damit gerechnet, wo das alles einmal hinführen würde. Fast Forward ungefähr 3 Jahre nach dem Entstehen meiner Idee sitze ich hier, bin mittlerweile als Yogalehrerin, Yoga Reiseveranstalterin, Bloggerin & Coach selbstständig, eröffne demnächst mein eigenes Yogastudio und tippe diesen Beitrag. Was für eine Reise…

Ich wurde gefragt, wie ich denn mein Debüt geplant hatte, nun ja, im Grunde gar nicht. Eine kleine Idee ist gewachsen und es sind immer mehr und neue Ideen dazugekommen. Mehr als das erste halbe Jahr wusste ich im Grunde nicht wirklich was genau ich tue, oder wo mich das alles hinführen sollte. Ich hatte keinen Plan, kein konkretes Ziel. Ich hab einfach gemacht und mich von meiner Intuition leiten lassen.

Erst im Frühling/Sommer 2017 begann ich alles ernster zu nehmen und der Gedanke wurde präsenter meine Selbstständigkeit so auszubauen, dass ich nicht nur ein paar Yogastunden neben meinem normalen Job unterrichten, sondern davon leben möchte. Meine Handlungen wurde überlegter und strukturierter aber waren noch immer sehr intuitiv. Schließlich hatte ich keine Eile, wollte langsam wachsen und einfach sehen, wo mich alles hinbringt.

Anfang 2018 fasste ich dann den Entschluss im Sommer 2018 zu kündigen und es mit der Selbstständigkeit zu versuche. Ich glaubte noch immer nicht wirklich, dass es klappen würde, bzw. war geplant, es mir einmal in dem halben Jahr, in dem wir auf Bali sein würden anzusehen und dann nach meiner Rückkehr nach Österreich im Frühling 2019 zu entscheiden, ob ich mir wieder einen neuen Job suchen würde oder nicht.

Erst mit dem Schritt vom Doppelleben Anstellung/Yogalehrer in die Selbstständigkeit begann sich mein Business so richtig zu entwickeln. Jetzt hatte ich auch endlich die Zeit, die ich davor so vermisst hatte und begann ab Juli 2018 damit alles so richtig ernst zu nehmen und so richtig für meinen Traum eines freien und selbstbestimmten Lebens zu arbeiten.

Wie du siehst habe ich all das im Grunde gar nicht so geplant. Mein Traum war da und ich habe mich einfach dazu entschlossen ihn zu verfolgen, immer weiter, mit viel Arbeit, viel Durchhaltevermögen und viel Mut.

Natürlich wäre vermutlich alles schneller und leichter gegangen, wenn ich von Anfang an ein konkretes Ziel oder etwas wie einen Businessplan gehabt hätte, so war es aber nicht und so war es für mich auch gut.

Warum du deine Träume auch Realität werden lassen kannst

Lass dich nicht davon entmutigen, wenn du durch Instagram scrollst und das Gefühl hast, jeder lebt scheinbar das perfekte, selbstbestimmte Leben und lässt seine Träume wahr werden, nur du nicht. Erstens ist nicht immer alles so wie es scheint und zweitens standen auch die Menschen, die heute ihren Traum leben, irgendwann mal am Anfang und wussten nicht genau wie.

Es bringt nichts, wenn man sich ständig mit Leuten vergleicht, die in dem was man selbst tun möchte, einfach schon ein paar Jahre Vorsprung haben. Als Vorbild und Inspiration sehen – ja. Aber nicht vergleichen.

Deshalb mein kleiner Rat an dich, du musst nicht von Anfang an für alles einen Plan haben. Folge deinen Leidenschaften oder deiner Neugierde, jeden Tag ein Stück mehr. Geh mit offenen Augen durchs Leben und schau was auf dich zukommt. Ich konnte meine Träume real werden lassen, wie du siehst auf sehr ungeplante Art und Weise und genau das kannst du auch.

Welche Yogarichtung

 

 

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