Ein eigenes Yogastudio eröffnen – meine #glaubandich Geschichte

Momentan bin ich so sehr mit der Planung meines Yogastudios beschäftigt, dass ich hier seit meinem #monthlyrecap im August gar kein Update mehr dazu gegeben habe. Auf Instagram habe ich euch gefragt, was euch dazu ganz besonders interessiert. Deshalb hier heute ENDLICH mein ausführlicher Beitrag: vom Entschluss ein eigenes Yogastudio zu eröffnen, der tatsächlichen Umsetzung, den Vorbereitungen und den Herausforderungen auf dem Weg dorthin….

Yogastudio eröffnen

Vom Entschluss ein eigenes Yogastudio zu eröffnen – wie kam es dazu?

Mein Freund liegt mir schon sehr lange damit in den Ohren, dass wir doch ein Yogastudio eröffnen sollen. Lange habe ich abgeblockt, ich wollte mich nicht festlegen, keine so große Verpflichtung eingehen, frei und ungebunden sein. Als ich nach dem letzten Winter, den wir auf Bali verbracht hatten, feststellte, dass es für mich keinen Ort wie zu Hause gibt und ich mich dazu entschloss in Österreich bleiben zu wollen, begann die Idee eines eigenen Yogastudios nicht mehr ganz so abwegig zu sein. Hinzu kam, dass es in Wien kein Yogastudio gab, das so war, wie ich mir das vorstellte und ich immer mehr den Drang verspürte das was in meiner Fantasie schon so eine schöne Form angenommen hatte, auch tatsächlich in die Tat umzusetzen.

Wie schafft man es, den Entschluss ein Yogastudio zu eröffnen, tatsächlich zu wagen?
#glaubandich

Davon zu träumen ist eine Sache, diesen Traum wahr werden zu lassen allerdings eine ganz andere – vor allem, wenn es um so große Träume geht. Ich weiß nicht genau woran es liegt, aber ich war schon immer der Typ der lieber gemacht und probiert hat, als in seiner Komfortzone zu bleiben. Denn dort fand ich es meistens viel zu langweilig und mittlerweile hatte ich bereits einige Erfahrungen gesammelt, die mir gezeigt hatten, dass wundervolle und großartige Dinge meistens immer erst dann passieren, wenn man mutig ist, wagt, allen Ängsten zum Trotz ins kalte Wasser springt und an sich glaubt.

Deshalb stand für mich ab dem Zeitpunkt, ab dem es sich richtig anfühlte fest, dass ich den Traum ein eigenes Yogastudio zu eröffnen so schnell wie möglich in die Tat umsetzen muss.

Umso stolzer bin ich auch darauf, euch diese Geschichte im Rahmen einer Kooperation mit der Erste Bank und Sparkasse im Zuge ihrer #glaubandich – The Future is yours Kamapagne erzählen zu dürfen.

Unser Land ist voller Geschichten von Menschen, die an sich glauben und damit oft Unmögliches möglich machen. Wir wollen diese überraschenden und berührenden Geschichten erzählen und Ihnen damit Mut machen. Mut an etwas zu glauben, an Zielen festzuhalten – und diese auch zu verwirklichen. Denn unser Land braucht Menschen, die an sich glauben.

Bessere könnte ich es selbst nicht sagen!

Yogastudio eröffnen – die Vorbereitungen

Unfassbar wie viele Punkte zu erledigen sind, wenn man sich dazu entschlossen hat ein Yogastudio zu eröffnen. Über jeden dieser Punkte könnte ich leicht einen eigenen Blogbeitrag verfassen, deshalb in Folge die wichtigsten To-Do’s inklusive ein paar Worte zu jedem…

Businessplan

Ohne Finanzierung wäre die Eröffnung eines Yogastudios, so wie wir es uns vorstellten, nicht möglich. Um die zu bekommen, mussten wir zuerst einen Businessplan schreiben. Definitiv ein Punkt auf den ich überhaupt keine Lust hatte, da ich nicht wusste, wie man das am besten angeht und ich der Meinung war, dass es abgesehen davon, dass man den Plan für die Bank braucht, reine Zeitverschwendung ist. Es stellte sich schon bald heraus, dass meine Annahme falsch war. Denn während des Schreibens kam ich nicht nur auf einige Dinge drauf, sondern meine Idee nahm auch erst richtig Form an. Der Businessplan beinhaltet nicht nur eine Risikoanalyse, arbeitet das Alleinstellungsmerkmal heraus, sondern umfasst auch einen Finanzplan, der erwartete Kosten & Einnahmen für die nächsten Jahre aufschlüsselt und so aufzeigt, ob die Umsetzung des Vorhabens finanziell überhaupt tragbar ist und Sinn macht. Natürlich ist das Schreiben eines Businessplans eine recht trockene Sache, aber auch wenn ich keine Finanzierung brauchen würde, würde ich es wieder machen, da man so selbst seine Idee erst richtig strukturiert und umsetzbar macht.

Yogastudio eröffnen

Firmengründung

Wir haben uns für die Rechtsform einer GmbH entschieden. Die Firmengründung ging recht schnell. Das mag auch daran liegen, dass ich über juristischen Background verfüge und wir bei Notar und Anwalt bereits davor in guter Betreuung waren, was alles sehr unkompliziert machte.

Finanzierung

Nachdem wir mit dem Businessplan fertig waren, vereinbarten wir einen Termin mit dem Gründerservice der Erste Bank und Sparkasse. Dort bekamen wir nicht nur Information über mögliche Finanzierungsvarianten, sprachen über Fördermöglichkeiten, sondern wurden auch mit Tipps zu unserem Businessplan versorgt. Wir haben uns für die Erste Bank und Sparkasse entschieden, da ich dort mit meiner anderen Firma bereits Geschäftskunde bin und mir die aktuelle Kampagne unter dem Motto #glaubandich – The Future is yours aus dem Herzen sprach.

An dieser Stelle möchte ich auch festhalten, dass ich nach meinem Entschluss die Erste Bank und Sparkasse für unsere Finanzierung auszuwählen, selbst mit der Idee meine Geschichte zu erzählen an die Erste Bank und Sparkasse herangetreten bin und es auf Basis meines Pitches zu dieser Kooperation kam. Auf die bin ich auch unendlich stolz, da mein Mut an etwas zu glauben, an meinen Zielen festzuhalten und diese auch zu verwirklichen seitens der Erste Bank und Sparkasse nicht nur durch die Finanzierung sondern auch durch diese wundervolle Kooperation volle Unterstützung bekam.

Mit der Finanzierungszusage in der Tasche wurde der Traum immer mehr und mehr Wirklichkeit.

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Immobilie

Die Immobiliensuche gestaltete sich alles andere als einfach. Die meisten Immobilien hatten keinen großen Raum, ohne den Yoga aber nur schwer möglich war. Die Eigentümer waren auch nicht dazu gewillt, Wände zu entfernen und so scrollten wir viele Abende durch diverse Immobilienseiten. Im Juli war es dann soweit, wir besichtigten eine Immobilie mit großem Raum, guter Lage und passender Ausstattung. Bereits beim ersten Betreten hatte ich ein gutes Gefühl und den Gedanken, DAS könnte sie sein. So war es dann auch und nach langem Überlegen und mehreren Besichtigungen legten wir im September das Mietanbot, das schlussendlich angenommen wurde. Das Studio wird übrigens in 1090 Wien sein.

Branding & Naming

Für mich stand von Beginn an fest, dass das Yogastudio nicht „Yoga & Juliet“ heißen würde. Warum? Weil es nicht nur um mich gehen sollte, ich anderen großartigen Lehrern Raum bieten wollte und der Name nicht zu dem Konzept des Studios gepasst hätte. Bereits bei „Yoga & Juliet“ war die Namensfindung eine schwere Geburt und auch diesmal war es ein langer Prozess. Schnell bemerkte ich, dass vor einem leeren Blatt Papier am Schreibtisch sitzen keinen guten Namen bringt und so beschlossen mein Freund und ich an einem lauen Sommerabend gemeinsam bei Aperol Spritzer kreativ zu werden. Nach Drink Nummer 3 fanden wir dann auch tatsächlich den Namen des Studios – „The Wyld Thing“ Ich bin super happy mit dem Namen, finde er passt einfach perfekt und könnte mir keinen besseren vorstellen.

Nicht nur die Namensfindung, auch das Branding war nicht einfach. Wir wollten ein starkes, aussagekräftiges Branding. Glücklicherweise haben wir jemanden gefunden, der unsere Ideen toll umgesetzt hat. Die Tatsache, dass es nicht so einfach war, lag also nicht am kreativen Kopf sondern an mir, denn wenn es um die Farbfindung geht, kann ich wahnsinnig schwierig und picky sein.

Personal

Auch wenn wir am Anfang noch nicht mit einem so umfassenden Stundenplan starten werden, war mir von Beginn an klar, dass ich auch andere Lehrer in meinem Studio unterrichten lassen möchte und der Aufbau eines guten Teams für mich oberste Priorität hat. Ich kann es immer noch nicht glauben, aber mit nur einem Aufruf zur Bewerbung haben sich 60 (!) Leute beworben. Wer die Wahl hat, hat die Qual und so habe ich mich letzte Woche von großartigen Yogalehrern zur Probe unterrichten lassen und bin mir sicher ein großartiges Team auf die Beine zu stellen.

Administratives, Ausstattung,, Retail, Marketing, Webseite……

Studio-Software, Yogamatten für Studio, Retailportfolio, Marketingplan, Texte für die Webseite etc. Die To-Do Liste ist schier endlos und jeden Tag kommt etwas Neues dazu….

Einrichtung

Für uns stand schnell fest, dass wir kein komplette Ikea-Einrichtung wollten. Das kann aber zum Problem werden, wenn man, so wie wir, nur ein relativ kleines Budget für die Einrichtung zur Verfügung hat. Man mag es kaum glauben, aber auch wenn man im Grunde nichts zum Yoga machen braucht, benötigt es doch so einiges an Einrichtung. Wir haben das Glück, mit dem Stiefpapa meines Freundes einen talentierten Bastler in der Familie zu haben und so wird derzeit sehr viel in Eigenproduktion hergestellt. Für die restliche Einrichtung und die Dekoration steht uns noch ein intensiver Dezember bevor.

Eröffnungsevent & Stundenplan

Die Planung steht noch aus. Feststeht dass wir mit einem kleineren Stundenplan beginnen, den wir nach und nach ausbauen wollen. Im Februar wird es außerdem ein Eröffnungs-Weekend geben – seid gespannt.

Welchen Herausforderungen ich mich bislang stellen musste

Im Grunde ist jeder Punkt eine Herausforderung, da wir alles zum ersten Mal machen, keine Erfahrungswerte haben, kaum jemanden um Rat fragen können und so ziemlich auf uns alleine gestellt sind.

Die größte Herausforderung allerdings war die Immobilie – nicht nur das Finden der richtigen, sondern auch der Weg bis zum Abschluss des Mietvertrages war mit einigen Stolpersteinen gepflastert.

Was für mich auch eine große Herausforderung ist, ist Yogalehrern, die sich bei mir beworben haben abzusagen, sei es weil sie einfach nicht 100% ins Team passen oder weil sie zwar passen würden aber ich eben nicht 60 Personen Raum zum Unterrichten geben kann. Hier stoße ich selbst an meine Grenzen und muss noch lernen das nicht ganz so emotional und persönlich, sondern ein wenig geschäftlicher zu sehen.

Auch mit meinem Perfektionismus gerate ich während der Planung häufig aneinander. Im Grunde weiß ich, dass es Perfektion nicht gibt, mein perfektionistisches Ich hätte aber bei der Eröffnung trotzdem gerne ein Yogastudio, das einen Design-Preis gewinnen könnte. Tatsache ist aber, dass für eine Einrichtung a la Design-Preis das notwendige Budget fehlt und es vermutlich eher so sein wird, dass noch nicht einmal alle Möbel da sein werden, wenn ich eröffne. Ein bisschen mehr „gut genug ist genau richtig“ als „alles muss perfekt sein.“

Alle Punkte sind “Learning by Doing”. Jeden Tag haben wir neue Erkenntnisse, wachsen ein bisschen, machen neue Fehler und verbessern uns. Jeden Tag stellen wir uns neuen Herausforderungen. Mal meistern wir sie auf Anhieb mit Bravour, mal scheitern wir an ihnen und müssen neue Wege suchen, um sie zu bewältigen. Meistens sind Tatendrang, Motivation und Inspiration vorherrschend. Es gibt aber auch Tage, an denen alles zu viel ist, die Angst im Vordergrund steht, wir zweifeln und alles in Frage stellen. Was wir aber immer tun, ist an uns und unseren Traum von der Eröffnung unseres eigenen Yogastudios zu glauben. Wir bringen jeden Tag aufs Neue Mut auf, halten an unseren Zielen fest und geben alles, um sie zu verwirklichen. Und das werden wir, egal welche Hürden auf dem Weg noch kommen sollten, auch weiterhin tun, denn unser Land braucht mehr Menschen, die an sich glauben!

In freundlicher Zusammenarbeit mit der Erste Bank und Sparkasse

PS: Ein ganz besonderes Dankeschön geht an meinen Bankberater Bernhard ;)

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1 Comment

  • Liebe Julia
    Ich wünsche Dir Alles Gute für die Umsetzung deines Traumes!
    Du hast die Kraft und Energie und das Herz dafür am richtigen Fleck :-)
    Alles Liebe Pezi

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