#monthlyrecap Mai – Novemberwetter, Österreich ist doch ein Ort zum Bleiben & Balance

Während ich diese Zeilen schreibe schaue ich beim Fenster raus, langsam kommt die Sonne hinter dem Wolken verhangenen Himmel wieder zum Vorschein und ich habe heute bereits das zweite Mal in diesem Frühling meine Birkenstock getragen. Es sieht fast so aus, als würde der Frühling oder vielleicht auch gleich der Sommer doch noch zum Vorschein kommen….

#monthlyrecap Mai – was für ein schöner November

Als ich Ende April meine Monatsplanung für den Mai anschaute fühlte ich mich ziemlich gestresst, wie sollte ich so viele Yogastunden neben den anderen Plänen und Terminen, von denen ich im Mai reichlich hatte, bewältigen. Nichtsahnend, dass mir im Mai so einige Abende auf der Couch, dicke Decke und zwei Paar Socken an den Füßen inklusive, bevorstehen würden. Das Wetter machte mir einen ordentlichen Strich durch die Rechnung und so musste ich schlussendlich so gut wie alle Outdoor Yoga Stunden absagen. Zum Glück mache ich Yoga und bin in meiner Mitte und so, denn sonst hätte mich das schlechte Wetter wohl ordentlich aus der Bahn geworfen und mir miese Laune beschert. Hat es aber nicht und ich hatte nicht nur Zeit mich im Annehmen zu üben, sondern auch, um darüber nachzudenken, was denn eine nachhaltige Alternative zu Outdoor Yoga für mich sein könnte. Vielleicht hast du es ja schon mitbekommen, als ich die Umfrage gepostet habe oder hast vielleicht sogar schon selbst mitgemacht, aber dadurch wurde die Idee ein Yogastudio zu eröffnen, die ja bereits länger in meinem Kopf herumgeistert auf einmal sehr präsent und was soll ich sagen, vielleicht wollte mir das Universum mit dem Wetter ja einen Schubs in diese Richtung geben. Aber mal sehen, der Weg dorthin ist wohl noch lang und vermutlich auch recht steinig. Aber wie langweilig wäre mir denn, wenn ich keine großen Träume hätte an denen ich arbeiten könnte….

Österreich ist doch ein Ort zum Bleiben

Ich glaube so ungefähr seit meinem 20 Lebensjahr wollte ich primär eines – weg aus Österreich. Ich hatte sehr oft, sehr viel an Österreich auszusetzen und träumte davon, irgendwann einmal irgendwo anders zu leben und vor allem Österreich den Rücken zuzukehren. So entstand damals auch der Wunsch auf Bali zu leben und schließlich die Idee einmal für 6 Monate hinzugehen, um zu sehen, wie das Leben dort so ist. Bereits vor meiner Abreise im September 2018 war ich mir ja gar nicht mehr so sicher, ob ich das wirklich wollte, schließlich begann sich in Österreich gerade alles so gut für mich zu entwicklen. Mit der Zeit musste ich feststellen, dass mein Umzugswunsch wohl primär ein Fluchtwunsch und deshalb entstanden war, weil ich mit meiner Jobsituation vor meiner Selbstständigkeit nie zu 100% glücklich, während der Zeit in den Anwaltskanzleien sogar sehr unglücklich war. So sehr ich die Zeit auf Bali genossen habe und so sehr ich Bali nach wie vor liebe, so sehr musste ich während meines Aufenthalts dort aber auch feststellen, dass das Leben in Österreich schon ein großer Segen ist und dass ich es mir im Grunde nicht vorstellen könnte mein Leben auf der indonesischen Insel zu verbringen. Um den Zeitpunkt meiner Abreise trat dieser Gedanke zwar wieder in den Hinterkopf und der Wehmut über den Abschied in den Vordergrund aber nach mittlerweile wieder über zwei Monaten in der Heimat, kann ich sagen, dass ich mir (momentan) keinen anderen Ort auf der Welt zum Leben vorstellen kann.

Natürlich ärgere ich mich in Österreich oft genug über Sachen, vor allem über viel Bürokratie und darüber, dass es einem als Jungunternehmer alles anderes als leicht gemacht wird, aber gerade in instabilen Zeiten und in Zeiten in denen der Klimawandel und Umweltprobleme immer größer werden, fühle ich mich hier in Österreich doch sehr sicher und behütet und das hat schon auch wieder etwas für sich.

Das bedeutet nicht, dass ich nicht nach wie vor gerne reise und es ausschließe, dass irgendwann wieder der Drang aufkommt für längere Zeit aus Österreich fortzugehen. Aber momentan fühle ich mich in der Heimat wirklich sehr wohl und verspüre nicht das Bedürfnis irgendwo anders auf der Welt zu leben.

Balance aber wie?

Viele Menschen, die gerade die erste Stufe des Erwachsene erleben, sind nicht mehr sicher, welche äußeren Ziele sie eigentlich noch verfolgen sollen. Was die Welt antreibt, hat für sie keinen Reiz mehr. Mit dem klaren Blick für den Irrsinn unserer Zivilisation, den sie dann haben, fühlen sie sich in ihrer Kultur entfremdet. Manche haben das Empfinden, im Niemandsland zwischen zwei Welten zu weilen. Einerseits werden sie nicht mehr vom Ego beherrscht, andererseits ist ihr Leben noch nicht vollständig von der aufkeimenden Bewusstheit durchdrungen. Inneres und äußeres Ziel sind noch nicht miteinander verschmolzen.“ so steht es in Eckhart Tolle’s Buch „Eine neue Erde“.

Schon lange habe ich mich in Worten nicht mehr so wiedergefunden, wie in diesem Satz. Seitdem ich mich so intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung und Achtsamkeit beschäftige und mein Yogaweg mich immer mehr vom Außen ins Innen führt, fühle ich mich oft so zerrissen und zwiegespalten.  Ich kann es gar nicht so richtig beschreiben. Wenn du dich in einer ähnlichen Situation befindest oder befunden hast, kannst du es wahrscheinlich nachvollziehen. Wenn nicht, dann ist das auch okay. Ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht mehr dazu sagen und bin mir sicher, dass ich das zu einem anderen Zeitpunkt noch nachholen werde.

Was ist sonst noch so passiert….

Anfang Mai nahm ich im Rahmen einer Kooperation das erste Mal am Wings for Life World Run teil. Es war ein unglaubliches Gefühl und ich fühlte mich so verbunden, als der Startschuss ertönte und ich mich gemeinsam mit so vielen anderen Teilnehmer in Bewegung setzte, um für die, die es nicht können, zu laufen.

Mitte Mai flog ich nach Hamburg zu einem PR Event für mein Buch. Ich kann dir sagen, so nervös war ich schon lange nicht mehr. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich irgendwann einmal mit einem Schild, auf dem mein Namen steht vor einer Horde Journalisten sitze und über mein Buch und somit über meinen Lebensweg erzählen darf. Was für eine Ehre, was für ein Erlebnis, was für ein wahr gewordener Traum.

„Lebe deine Träume und finde deinen Weg mit 8 Vinyasa Yoga Flows“

Gemeinsam mit Simone habe ich den Magical May veranstaltet, eine Challenge bei der es um die Verbindung zu uns selbst, zu anderen, zur Natur und zu etwas Höherem als uns selbst ging. Die Challenge war eine kleine Vorbereitung auf unser erstes gemeinsames Retreat, das im Februar 2020 auf Bali stattfinden wird und auf das ich mich schon riesig freue.

Hier erfährst du mehr zum Magical Connections Retreat

So und jetzt hoffe ich, dass der November nun wirklich zum Sommer wird und freue mich auf einen großartigen Yoga Sommer <3

 

 

 

 

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