Leute, die das erste Mal in eine Yogastunde gehen, haben meistens dieselben Fragen, die ihnen im Kopf herumschwirren. Das kann einschüchternd seinen oder einen gar davon abhalten eine Yogastunde zu besuchen. Deshalb hab ich die häufigsten gestellten Fragen samt Antworten in diesem FAQ für dich zusammengestellt.
FAQs für Yoga Anfänger
Muss ich für Yoga nicht flexibel sein?
Die Frage, die mir vermutlich jeder neue Yogi stellt und meine Antwort ist jedes Mal: „NEIN!!!!!“
„Yoga is not about touching your toes, it’s about what you learn on the way down.—
Für Yoga muss man nicht flexibel sein, auch wenn einige Positionen ein hohes Maß an Flexibilität erfordern, um sie zu meistern. Eine regelmäßige Yogapraxis wird dir dabei helfen deinen Körper flexibler und geschmeidiger zu machen, deinen Körper zu öffnen und stärker zu machen. Aber Flexibilität und Biegsamkeit ist keinesfalls Voraussetzung und im Grunde auch nicht das Ziel von Yoga. Es gibt genug Positionen, die kein hohes Maß an Flexibilität erfordern und am Anfang besser geeignet sind. Sei vorsichtig, hör auf deinen Körper und starte langsam. So gehst du auch sicher, dass du dich nicht verletzt. Zögere auch nicht und verwende Yogagurte und Yogablöcke, um schwierige Posen auch für dich zugänglich zu machen.
Warum soll ich mit Yoga starten? Was sind die Vorteile von Yoga?
Hierzu habe ich schon einen eigenen Beitrag geschrieben. An dieser Stelle möchte ich es noch einmal kurz zusammenfassen:
- Yoga ist ein tolles Workout
- Yoga ist nicht nur gut für den Körper sondern auch für den Geist
- Yoga hält dich jung
- Yoga ist für jeden
- Yoga ändert dich
- Yoga hilft dir dabei Stress zu bewältigen und deinen Geist ruhiger zu machen
Was ist Yoga?
Zu Beginn meiner Serie Yoga für Anfänger habe ich einen eigenen Beitrag dazu geschrieben. Auch hier noch einmal kurz zusammengefasst.
Yoga ist eine Philosophie aus Indien. Das Wort bedeutet Vereinigung bzw. Verbindung. Es geht darum seinen Körper mit seinem Geist zu verbinden – das soll durch Körperübungen (Asanas), Atemtechnik (Pranayama) und Meditation erreicht werden. Yoga hilft dabei sich wieder besser mit sich selbst zu verbinden und eine tiefere Beziehung mit sich aufzubauen.
Gibt es verschiedene Yogarichtungen?
Ja es gibt eine Vielzahl an Yogarichtungen. Hier habe ich dir schon gezeigt, wie du die für dich richtige Yogarichtung finden kannst. Zusammengefasst kannst du von zwei großen Übergruppen sprechen. Yoga das ruhiger ist und den Körper regenerieren soll (Yin & Gentle Yoga) sowie kraftvolles Yoga, das aktivierend wirkt (Power Yoga, Vinyasa Yoga, Asthanga)
Was wenn ich nicht weiß wie man meditiert?
Wenn du noch nie meditiert hast, wird es dir vermutlich schon schwer fallen in einem Raum voller Leute für ein paar Minuten deine Augen zu schließen. Noch schwerer wird es dir fallen dich zu konzentrieren und den Anweisungen deines Lehrers zu folgen, da deine Gedanken Purzelbäume schlagen werden. Das ist ganz normal und natürlich. Das Äffchen in unserem Kopf hat keine Lust Ruhe zu geben und es braucht mitunter Jahre, um es tatsächlich zu zähmen. Außerdem kann es Angst machen einfach mal mit unseren Gedanken allein zu sein und ohne Ablenkung von außen in uns zu gehen. Am besten startest du ohne Erwartung und ohne dich dabei für Gedanke, die dir kommen zu verurteilen. Und was noch viel wichtiger ist, nie aufgeben und dran bleiben. Schau dir außerdem meine Tipps zur Meditation an.
Was ist Savasana?
Sa WAS anas? Savasana ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet Totenhaltung. Nicht sehr einladend aber tatsächlich ist es die schönste Yogaübung, die am Ende jeder Stunde gemacht wird. Du liegst für ca. 5-10 Minuten am Rücken, schließt die Augen und erholst dich so von der vorangegangenen Yogastunde. Gleichzeitig ist Savasana aber, ähnlich wie Meditation, nicht immer einfach und kann gerade am Anfang herausfordernd sein. Einfach immer wieder machen und ich verspreche dir, schon bald wirst du es lieben.
Muss ich jeden Tag Yoga machen?
Um Himmels Willen nein. Auch hier gilt, spür in deinen Körper hinein und mach das, was sich für dich gut und richtig anfühlt. Natürlich ist es aber so, dass du mehr Benefits bemerken wirst je öfter und regelmäßiger du deine Matte ausrollst. Vermutlich wirst du gerade als Anfänger schon bald bemerken, dass dein Körper geradezu nach mehr Yoga verlangt.
Was ist „Om“ und muss ich das auch chanten?
Om ist ein Symbol aus dem Hinduismus und steht für die Einheit aller Schöpfung. Vor allem in modernen Stunden, wird es selten gechantet aber es kann schon mal sein, dass du auf eine Yogastunde triffst, wo es am Ende der Stunde drei Mal gechantet wird. Wenn sich das für dich komisch anfühlt und das tut es beim ersten Mal, lass es aus. Vermutlich wirst du aber auch hier schon bald bemerken, dass eine wahnsinnige Energie freigegeben wird, wenn alle Yogis es am Ende der Stunde gemeinsam sagen.
Berührt mich mein Yogalehrer?
Manche Yogalehrer bessern deine Haltungen durch Berührungen aus, manche vertreten die Auffassung, dass nur schwere Fehler korrigiert werden sollen und der Rest so vom Yogi gemacht werden soll, wie es sich für ihn gut anfühlt. Wenn du nicht möchtest, dass dein Yogalehrer dich anfasst, sag es ihm. Er oder sie wird es sofort verstehen. Aber auch hier gilt, je öfter es passiert, desto mehr wirst du deine Berührungsängste verlieren und es bald vermutlich schon als angenehm empfinden.
Muss ich etwas bestimmtes anziehen?
Nein, du kannst anziehen worin du dich wohlfühlst. Du musst keine fancy Yogamarke tragen, um Yoga zu machen. Du kannst natürlich, denn ich weiß aus Erfahrung, dass es oft motiviert, wenn man auch hübsche Sachen beim Sport trägt und nicht die graue uralte Leggin. Grundsätzlich ist man beim Yoga barfuß. Am bequemsten ist vermutlich eine Leggin, ein Sport BH und ein Top, das nicht so weit ist und dir so nicht die ganze Zeit im herabschauenden Hund vors Gesicht rutscht.
Was muss ich in eine Yogastunde mitbringen?
Informiere dich vorab, ob dein Yogastudio Matten zur Verfügung stellt. Viele tun das, dasselbe gilt für Blöcke und Yogagurte. Auch Wasser wirst du in jedem Studio finden. In diesem Fall brauchst du eigentlich nur dein Outfit und gegebenenfalls ein Handtuch, wenn du möchtest. Wenn du Outdoor oder Pop Up Yoga machst, wirst du auch deine eigene Matte mitnehmen müssen.
Wie unterscheidet sich Yoga von anderen Workouts?
Yoga hat natürlich einen starken körperlichen Aspekt aber ist im Grunde kein Workout. Es geht nicht nur darum sich zu dehnen und seine Flexibilität zu verbessern. Yoga hat aber neben den physischen Vorteilen für unseren Körper gerade durch die Meditation, Achtsamkeit und Atemübung auch jede Menge psychische und genau dadurch unterscheidet es sich auch von anderen Workouts.
Das waren die häufigsten Fragen von Yoga Anfängern. Wenn deine unbeantwortet geblieben sein sollte, zögere bitte nicht, sie mir in den Kommentaren zu stellen.


Toller Beitrag! Genau solche Fragen stelle ich mir gerade und finde ich viele Antworten. Nächste Woche beginne ich mit einem Yoga Workshop und bin gespannt was ich dort noch so lerne. ;)
Ein sehr toller Beitrag. Das stimmt, Yoga ist gut für Körper und Seele gleichermaßen. Find ich immer noch besser als irgendeinen Leistungssport zu betreiben.
Beste Grüße
Steffen