Yogaguide Anfänger

Yogaguide – Tipps für Anfänger

Wenn du das erste Mal in einer Yogastunde bist, kann das überwältigend sein. Auch wenn der Lehrer dir Modifikationen anbietet, fragst du dich Chatura-WAS? Und statt auf deiner Matte zu bleiben, schielst du nur fassungslos auf den eingefleischten Yogi neben dir und fragst dich, wie zur Hölle macht der das? Deshalb hab ich einen kleinen Yogaguide für Anfänger zusammengestellt…..

Yogaguide für Anfänger

Yogaguide Anfänger

Hol dir deine Grundausstattung

Nein, du brauchst keine fancy Kleidung, um Yoga zu machen. Aber du brauchst eine gute Yogamatte und ein paar Yoga Helfer wie Yogagurt oder Yogablöcke. Bitte spar bei deiner Yogamatte nicht. Investiere lieber gleich am Anfang in ein gutes Modell, dass deinen Anforderungen entspricht als dich nach den ersten paar Malen auf der Matte zu ärgern, dass du im Down-Dog die ganze Zeit wegrutscht.

Finde einen Yogalehrer und eine Yogarichtung die dir zusagen

Es gibt so viele verschiedene Yogarichtungen und verschiedene Yogalehrer, da ist es am Anfang gar nicht so einfach das Richtige für sich zu finden. Wahrscheinlich lösen die Begriffe Hatha, Asthanga & Vinyasa erstmal nicht viel mehr als ein großes Fragezeichen bei dir aus. Lass dir Zeit, probier aus und entscheide dich dann für die Yogarichtung, die dir am besten gefällt. Vielleicht sind es auch mehrere, du musst dich ja nicht gleich festlegen. Wenn du deine liebste Yogarichtung gefunden hast, such dir einen Yogalehrer bzw. ein Yogastudio wo du erstmal bleibst. Hier spielt noch vor der Qualifikation die Sympathie die größte Rolle . Wenn dir dein Lehrer nicht sympathisch ist, kann er noch so gut ausgebildet sein. Wenn du aber jemanden gefunden hast, der dir sympathisch ist, solltest du schon auch einen Blick auf seine Qualifikation werfen. Hast du das Gefühl von ihm oder ihr lernen zu können? Hast du das Gefühl er oder sie weiß wovon er oder sie spricht? Hör hier am Ende auch ein wenig auf dein Bauchgefühl.

Beginn langsam, stress dich nicht und lerne die Basics

Jeder hat einmal begonnen, bitte geh nicht gleich in Level 2 oder Level 3 Klassen weil dein Ego dich hintreibt. Nimm dir Zeit und lerne zuerst in Ruhe die Basics. Lern deinen Körper und seine Grenzen kennen. Eine gute Basis zu haben und zu wissen, wie du richtig in die Positionen kommst ist essentiell, um dich vor Verletzungen zu schützen und um eine gut fundierte Praxis aufzubauen. Denn am Ende ist es DEINE Praxis und keiner wird genau die gleiche haben wie du, da jeder Körper nun einmal anders ist. Es lohnt sich auch zu Hause ein paar You-Tube Tutorials für Anfänger anzusehen.

Nimm dir Zeit vor deiner Yogastunde anzukommen

Die meisten Yogastunden beginnen pünktlich und man kann nicht mehr mitmachen, wenn man zu spät ist. Ein bisschen anders ist das nur bei lockeren Outdoor Yoga Stunden. Egal zu welcher Yogastunde du gehst, nimm dir davor ein bisschen Zeit und hetze nicht hin, dass du in der letzten Minute oder sogar zu spät ankommst. Ungefähr 15 Minuten davor zu kommen ist am besten. Lass dein Handy am besten in der Tasche und leg dich zum Ankommen mit geschlossenen Augen auf deine Yogamatte, so kannst du dich bereits optimal auf die Stunde vorbereiten und einstimmen.

Atmung

Wenn du bereits in einer Yogastunde warst, ist dir bestimmt schon aufgefallen, dass dein Yogalehrer gesagt hat, dass die Atmung das Wichtigste ist und du nie deine Atmung zu Gunsten einer Position opfern sollst. Die Atmung ist, wie du bereits in meinem Beitrag „Was ist Yoga“ gelernt hast, einer der 8 Pfade des Yoga und im Grunde DAS WICHTIGSTE bei deiner Asanapraxis. Das mag am Anfang vielleicht nicht so logisch sein, aber bereits wenn du ein paar Mal in einer Yogastunde warst, wirst du es am eigenen Leib spüren.

Vergleich dich nicht mit anderen

Die Verrenkungen der Yogini neben dir wirken so als wäre sie nicht von diesem Planeten? Neidisch schielst du während der Stunde die ganze Zeit hinüber und fühlst dich gleichzeitig wie ein dicker Käfer am Rücken….Hör auf damit! Bleib auf deiner Matte – einer DER Grundsätze im Yoga. Es spielt keine Rolle was neben dir passiert. Wie bereits erwähnt ja keiner die gleiche Praxis wie du und alle Körper sind unterschiedlich. Es mag Positionen geben zu denen du rein anatomisch gar nicht fähig bist oder die du aufgrund von körperlichen Voraussetzungen nicht üben kannst. DAS IST OKAY. Merk dir das bitte immer. Du musst nicht biegsam wie eine Brezel sein, um Yoga zu machen. Du musst auch nicht die ganze Zeit kopfüber sein. Bleib auf deiner Matte – IMMER.

Nimm dir eine Pause, wenn du sie brauchst

Dein Lehrer sagt dir nicht umsonst, dass du in Child’s Pose kommen sollst, wenn du es brauchst. Keiner wird dich schief anschauen, wenn du einmal nicht durch ein Vinyasa fließt, sondern dich kurz ausruhst, weil du deine Atmung wieder beruhigen willst. Deine Praxis, deine Regeln. Und eine Stunde Child’s Pose ist auch Yoga.

Frag wenn du Hilfe brauchst

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dein Lehrer zum Abschluss der Stunde anbietet, dass noch Fragen gestellt werden können, wenn jemand Hilfe bei einer Position braucht. Nutze das. Es ist keine leere Floskel, sondern ernst gemeint.

Trink genug Wasser

Es ist so wichtig, dass du deinen Körper mit genügend Flüssigkeit versorgst. Geh sicher, dass du immer ein Wasser dabei hast und nach der Stunde genug trinkst.

Lies Yogabücher

Es muss ja nicht gleich Patanjalis Yogasutra sein. Nimm dir Zeit, geh in eine Buchhandlung und stöbere dich durch die Yogaecke. Bestimmt findest du ein tolles Yogabuch für Anfänger, in dem die Basics gut erklärt sind und in dem du auch Grundzüge über die Philosophie dahinter findest. Es schadet nicht sich auch nach der Yogastunde ein wenig mit Yoga zu beschäftigen und wird schon bald dafür sorgen, deine Praxis auf das nächste Level zu heben.

Yogaguide Anfänger

Fotos von Kacay.at

 

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