Ubud

Warum ich wieder alleine verreise

Ich hab euch ja bereits erzählt, dass ich demnächst wieder für 2 Wochen alleine verreisen werde. Ich hab auch angekündigt, dass ich euch verraten werden warum, was ich hiermit tue.

Wenn ihr meinen Blog mabelicious verfolgt habt, wisst ihr, dass ich letzten Februar zu einer 3,5 monatigen Soloreise nach Südostasien aufgebrochen bin. Als ich davon erzählt habe, hat das bei vielen Leuten zu Verwunderung und Unverständnis geführt. Hier hab ich euch bereits von den Fragen erzählt, die mir am häufigsten gestellt wurden.

Es war meine erste Reise alleine und das gleich so weit weg und so lange. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich ziemliche Panik hatte als es endlich so weit war. Komischerweise ist diese Panik bereits im Flugzeug verflogen und wurde durch Aufregung und Kribbeln am ganzen Körper ersetzt. Und nach einer anfänglichen Eingewöhnungsphase hab ich es schnell lieben gelernt. Ich möchte euch erzählen warum.

  • Ich bin ganz alleine für mich verantwortlich und niemandem eine Rechenschaft schuldig

Ich kann den ganzen Tag auf der Liege liegen und mich im Halbstundentakt wenden. Ich kann Sightseeingmarathons machen bis mir die Füße brennen. Ich kann in das Restaurant gehen in das ich möchte, auch jeden Tag in das gleiche. Ich kann den ganzen Tag Yoga machen oder mit einer Sauerstoffflasche unter Wasser verbringen. Vollkommen egal was, ich kann es tun. Wobei ich ja an dieser Stelle sagen muss, dass ich in der glücklichen Position bin, dass wenn ich mit meinem Freund verreise ich auch meistens sagen kann wos lang geht. Am Ende des Tages muss ich wenn ich allein unterwegs bin aber kein schlechtes Gefühl haben, weil wiedermal alles nur nach meinem Kopf gegangen ist.

Wenn mal was schief geht bin ich auch dafür verantwortlich. Ich kann keinen anzicken, dass etwas scheiße war und es kommt dadurch zu keinem unnötigen Streit. Mit mir selbst streiten und mir selbst Vorwürfe zu machen ist meistens nicht soooo lustig. Deshalb hack ich Fehlentscheidungen viel schneller ab und denk mir „Fuck it.“

  • Ich kann mich nur mir selbst widmen und baue wieder eine bessere Verbindung zu mir und meinem Körper auf

Ich arbeite in einem 40 Stunden Job. Nebenbei bin ich als Yogalehrerin selbstständig und schreibe diesen Yogablog. Ich habe einen Freund, einen Hund und pendle oft zwischen Wien und Graz hin und her. Der Haushalt gehört hin und wieder gemacht. Freunde wollen auch getroffen werden. Ich will mich nicht beschweren. Aber viel Zeit bleibt, mit Ausnahme meiner persönlichen Yogapraxis und zwischendurch in der Badewanne liegen, nicht für mich. Aber auch da fällt es mir dann oft schwer abzuschalten. Stattdessen geistern unerledigte To-Do-Lists durch meinen Kopf. Wenn ich alleine unterwegs bin, hab ich aber voll und ganz Me-Time. Internet ist oft rar und somit eine weitere Ablenkung weg. Einfach herrlich.

  • Ich verlasse wieder meine Komfortzone

Moped fahren mit einem 20kg Rucksack am Rücken und einem 10kg Rucksack vorne umgeschnallt obwohl ich erst auf der Reise tatsächlich Moped fahren (Blessuren inklusive) gelernt habe. Tauchen in 30m Tiefe mit Haien. Ständig fliegen, obwohl ich riesige Flugangst habe. Noch nie hab ich so oft meine Komfortzone verlassen wie auf Reisen. Und auch wenn es jedes Mal ein wenig Überwindung kostet, tut es im Nachhinein so gut, ich wachse daran und bin stolz auf mich.

  • Ich gehe mit viel offeneren Augen durch die Welt

Wenn man zusammen mit einem Partner reist, beschränkt man sich oft auf die Gespräche und die Erlebnisse mit ihm. Man hat oft Scheuklappen umgeschnallt und nimmt seine Umgebung gar nicht wahr. Alleine hingegen registriert man so viele Dinge, die einem sonst wahrscheinlich nie aufgefallen wären. Außerdem lernt man immer neue Leute kennen und glaubt mir, man trifft so unglaublich tolle und interessante Menschen auf Reisen und schließt Freundschaften mit Leuten von allen Ecken der Welt.

Verreist ihr auch alleine? Was sind eure Gründe dafür? Oder wolltet ihr es schon immer mal versuchen? Dann ist jetzt der beste Zeitpunkt dafür und ihr werdet sehen, ich hab euch nicht zu viel versprochen.

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