#monthlyrecap Jänner – Healing, time off & changed plans

Ich habe mich wieder dazu entschlossen mehr persönliche Beiträge zu schreiben, denn im Grunde ist es genau dieses intuitive Schreiben, das ich am Bloggen am liebsten mag, deshalb werde ich im Jahr 2019 am Ende jedes Monats genau dieses Revue passieren lassen und meine Gedanken, Ängste, Entwicklungen und eben all das, was das Leben ausmacht, mit euch teilen.

#monthlyrecap Jänner

2019 hat definitiv intensiv begonnen und das leider nicht im positiven Sinne. Wenn ihr mich auf Instagram verfolgt, habt ihr wahrscheinlich mitbekommen, dass wir in der Silvesternacht einen lieben Freund, der uns auf Bali besuchen war, verloren haben. Nach diesem Schock war für meinen Freund und mich erstmal klar, dass wir es auf Bali nicht länger aushalten und Abstand von der Sache gewinnen müssen, weshalb wir uns dazu entschieden, früher als geplant nach Australien zu fliegen.

„Das Leben geht also einfach weiter, sagte sie dann. Und er antwortete, nein es geht nicht einfach weiter, nur weiter. Und irgendwann wird daraus ein „wieder einfacher“. Wenn du nicht mehr fragst, wie man weitermachen soll, sondern wieder drinsteckst in deinem Leben, mit warmen Zehen und geradem Rücken.“ Annika Landsteiner—

Dort angekommen verbrachten wir die ersten 5 Tage hauptsächlich damit zu schlafen, uns zu erholen und das Geschehene ein bisschen aufzuarbeiten. Ich bin normalerweise keine Person, die stundenlang im Bett verbringt und schnell unruhig wird, wenn sie nichts zu tun hat. Während dieser Tage hat mein Körper aber nur danach verlangt zu schlafen und zu ruhen. Selten zuvor hatte ich mich so matt und antriebslos gefühlt. Gegessen habe ich nur das Nötigste und alle Einflüsse von außen fühlten sich nach zu viel an. Meditation, Yoga & Journaling empfand ich als Bürde und so ging ich den Bedürfnissen meines Körpers nach und machte einfach nichts außer ganz viel zu schlafen.

Vermutlich wären wir noch länger nicht aus unserer Höhle aka Hotelzimmer in Perth, gekrochen, wenn wir nicht ab dem 9.1. für zwei Wochen ein Wohnmobil gemietet gehabt hätten, um Westaustralien zu erkunden. Irgendwann muss man aber wieder aufstehen und weitermachen und so war es gut, dass wir durch die Buchung des Wohnmobils ein bisschen in den Hintern getreten wurden.

 

 

2 Wochen Australien – Zeit für uns und Zeit zum Heilen

Ab dem 9.1. hieß es für zwei Wochen #vanlife im Westen Australiens. Einen ausführlichen Bericht, samt Route, gibt es noch im Februar für euch.

Diese zwei Wochen waren unglaublich schön und genau das was wir gebraucht haben. In unserer Bali Zeit hatten wir es uns im Grunde nicht einmal erlaubt richtig Wochenende zu machen. Während der Zeit in Australien machte ich Urlaub und klappte den Laptop in Summe drei Mal auf.

Normalerweise eher Typ „Ich weiß schon ein halbes Jahr vor meiner Reise, wo ich wann essen möchte.“ war ich diesmal Typ „Ich lass mich treiben und weiß nicht in welchem Ort wir am Abend schlafen, geschweige denn, wo wir am nächsten Tag hinfahren.“ Dieses Treibenlassen, Loslassen und Abgeben von Kontrolle, gepaart mit der Freiheit und der Weite dieses Kontinents war genau das Richtige in diesem Moment. 

Außerdem hatten wir so viel Zeit für uns wie schon lange nicht mehr und das habe ich ganz besonders genossen – zwei Wochen voller Zweisamkeit und Zeit zum Heilen.

Wieder alleine nach Bali – fast so wie früher

Ich hatte nach den Geschehnissen große Angst davor wieder zurück nach Bali zu fahren. Bei unserer Abreise Anfang Jänner verspürte ich eine tiefe Abneigung gegen die Insel und wollte einfach nur weg. Je länger wir in Australien waren, desto mehr verschwand diese Abneigung zum Glück wieder und war am Tag meiner Abreise beinahe wieder vollständig verflogen.

Großen Wehmut brachte allerdings die Tatsache, dass ich alleine wieder zurückfuhr, mit sich. Und nicht wie ursprünglich geplant gemeinsam mit meinem Freund, der aus beruflichen Gründen wieder zurück nach Österreich musste. Nach vielen Tränen und den ersten Tagen, in denen ich mich so einsam, wie nie zuvor gefühlt hatte, steckte ich ganz plötzlich wieder mittendrin, mit ganz warmen Zehen…..

Ich stand am Morgen mit einem Lächeln in meinem Gesicht auf und ging wieder meinem geliebten Balialltag nach, ich lernte das Alleinsein neu lieben und hatte wieder ganz viel Zeit für mich, meine Arbeit und meine Selbstentwicklung. Irgendwie war es auf einmal fast wieder so wie bei meinem ersten Mal Bali – nur die Insel und Ich – und irgendwie begann es sich langsam wieder richtig und gut anzufühlen….

Intensiver Start….

Puh, ich wusste ja bereits bevor ich diese Zeilen geschrieben habe, dass es der Monat in sich hatte aber jetzt wo ich das alles so aufschreibe, bemerke ich erst WIE intensiv es wirklich war.

Der Tod unseres Freundes und meine alleinige Rückkehr nach Bali – zwei sehr negative Dinge, die geschehen sind und dennoch fühle ich mich momentan sehr ausgeglichen, mit mir im Reinen und ruhig. Ich habe für mich entschieden, dass ich mir meinen inneren Frieden nicht durch äußere Einflüsse und Ereignisse nehmen lassen werde. Im Gegenteil, ich habe mich dazu entschieden, diese Ereignisse als Möglichkeit des Wachsens zu sehen, genau deshalb finde ich, dass ich mein Wort für 2019Grow & continue to flow“ bereits im ersten Monat dieses Jahres gut erfüllt habe, zwar anders als geplant aber so ist das Leben eben oft…..

 

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