Gueststory: Lieber Yogi: Verliere den Zauber in deiner Yogapraxis nicht

Als ich mich für ein Yoga Teacher Training entschied war mir noch nicht klar, ob ich unterrichten wollte oder nicht. Meine Motivation für die Intensivausbildung war hauptsächlich dadurch begründet, dass ich noch mehr über Yoga als Philosophie in Erfahrung bringen und meine eigene Yogapraxis vertiefen wollte.

Als ich dann das Yoga Teacher Training absolvierte und darüber nachdachte selbst zu unterrichten bekam ich es ein bisschen mit der Angst zu tun. Neben dem allgemeinen Lampenfieber vor den ersten Stunden beschäftigte mich vor allem die Frage: Was ist, wenn ich durch das Unterrichten den Zauber in meiner eigenen Yogapraxis verliere?

Wie sich meine Yogapraxis nach dem Yoga Teacher Training veränderte

Das Yoga Teacher Training war eine wunderbare Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich habe sowohl meine Yogapraxis vertiefen können, als auch wertvolle Skills für das Unterrichten gewonnen.

Mir ist aber auch aufgefallen, dass ich Yogaklassen mit anderen Augen sah. Da war immer ein bisschen etwas von “Das ist toll, das kann ich in meine Klassen einbinden” oder “Was redet sie/er denn da?” Anstatt mich in Yogastunden berieseln und inspirieren zu lassen ging leider etwas Leichtigkeit verloren.

Lieber Yogi, don’t lose the bliss of practice!

Aktuell arbeite ich sehr viel an meinen Online Projekten und unterrichte regelmäßig, sodass mein Tag sehr voll ist und ich häufig auch am Wochenende nicht zur Ruhe komme. Manchmal weiß ich nicht mehr wie ich alles unter einen Hut kriege. So sehr ich meine eigene Praxis priorisieren möchte, häufig fehlt mir die Zeit mich meiner Yogapraxis so ausgiebig zu widmen, wie ich es gerne hätte.

Deswegen habe ich verschiedene “Regeln” für mich aufgestellt, wie ich die Leichtigkeit und Freude in meiner Yogapraxis behalte.
Wenn auch du einen vollen Terminkalender hast und dein Commitment zu deiner Yogapraxis sich dabei etwas weniger leicht anfühlt, helfen dir vielleicht folgende Tipps:

  • Tägliches Commitment ohne Zeitdruck: Ob zehn Minuten oder eine Stunde – mein morgendliches Yoga praktiziere ich ohne schlechtes Gewissen und Druck. Häufig habe ich einfach nicht die Zeit für eine ausgiebige Yogaeinheit und tatsächlich ziehe ich in sehr stressigen Phasen eine Stunde längeren Schlaf vor. Ich stehe aber nach dem Aufstehen immer mit Freude auf meiner Yogamatte und praktiziere was mir gut tut und was ich brauche, ohne auf die Uhr zu schauen.
  • Wieder Anfängerklassen besuchen: Obwohl ich stets “fortgeschrittene” Yogastunden besuchte, schließe ich mittlerweile gerne wieder Anfängerklassen mit ein. Es erinnert mich an die Zeit, in der ich meine ersten Yogastunden genommen habe und ich erinnere mich daran, auf was für eine simple Weise Yoga einem ein gutes Gefühl geben kann.
  • Einen Gang zurück fahren: Wenn du das Gefühl hast, dass du keine 20 Minuten Zeit mehr für Yoga am Tag hast, dann liegt entweder deine Priorität nicht mehr in deiner Yogapraxis, oder du hast dir schlicht und ergreifend zu viel aufgehalst. In meinem Fall ist es zweiteres und ich fahre einen Gang zurück. Neun Stunden Arbeit am Tag, Yoga Unterricht am Wochenende, neue Projektideen umsetzen und dann noch ein bisschen Ruhe für Yoga finden ist schwer. Manchmal sind es auch andere, unberechenbare Situationen in deinem Leben, die dich von deiner Yogapraxis abhalten. Und dann ist es wichtig Ahimsa walten zu lassen und sich nicht mit aller Gewalt zu etwas zu zwingen.
  • An Yogalehrer: Das Yoga Lehren reduzieren. Wenn es tatsächlich der Fall ist, dass du so viel unterrichtest, dass du gar nicht mehr zu deiner eigenen Praxis kommst, ist es wichtig das Yoga Unterrichten zu reduzieren. Ich denke in kaum einer anderen Lehre ist das Prinzip “Practice what you preach” wichtiger. Ambition, ja. Aber wenn du selbst nicht in deiner Mitte bist kannst du auch deinem Schüler nicht viel mit auf den Weg geben.
  • An Yogalehrer: Sei nicht zu streng mit dir selbst. Wenn du als Yogalehrer in deinen Anfängen bist dann verlange dir nicht zu viel ab. Wir alle kennen großartige Lehrer, die uns inspirieren und als Vorbild dienen. Wichtig ist, dass wir uns nicht mit Lehrern vergleichen, die jahrelange Erfahrung haben, uns nicht überfordern und erstmal eine Routine im Unterrichten bekommen. Durch Workshops, Fortbildungen und eigenständiges Studieren kannst du deinen Yogaunterricht dann Schritt für Schritt bereichern. Und dann kannst du deinen eigenen authentischen Yoga Unterricht gestalten.

Deine Jasmin von Beyond My Mat

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