Mein Wort 2020

Goodbye 2019 – mein Jahresrückblick

Wenn sich das Jahresende nähert, beginne ich alljährlich innezuhalten, den Blick nach Innen zu richten und das vergangene Jahr zu reflektieren. Was ist gut gelaufen, was weniger gut? Was waren die Herausforderungen? Wann war ich glücklich, wann war ich unglücklich? Was habe ich gelernt. Gefühlt ist noch kein Jahr so schnell für mich zu Ende gegangen wie 2019. Es ist so viel passiert und ich habe Höhen und Tiefen erlebt. So fürchterlich das Jahr begonnen hat, so wunderschön geht es zu Ende und dazwischen? Lest selbst…..

Goodbye 2019

Jänner 2019 – Heilen, Australien & Zeit zu Zweit

Das neue Jahr begann mit einer Katastrophe. In der Silvesternacht starb einer unserer besten Freunde, der uns auf Bali besuchen war. Daraufhin hielten es mein Freund und ich auf Bali nicht mehr aus und beschlossen ein paar Tage früher als geplant nach Australien zu fliegen, wo wir zwei Wochen Urlaub geplant hatten. Schock, Trauer, Ungläubigkeit – es war eine schwere Zeit und trotzdem entschlossen wir uns dazu unsere Wohnwagenreise wie geplant anzutreten und mit dem Heilungsprozess zu beginnen. Die neue Umgebung lenkte uns ab und es folgten, unglaublich aber wahr, zwei der schönsten Wochen des Jahres 2019. Natürlich waren wir nach wie vor traurig, aber wir entschlossen uns auch weiterzuleben, das Leben mit all seinen Facetten anzunehmen und den schönen Dingen wieder Raum zu geben. Wir entdeckten einen unglaublichen Kontinent – mit der genialsten Tierwelt – weinten, redeten & lachten. Diese Reise und der Verlust der ihr vorausging, schweißten uns als Paar am Ende noch enger zusammen. Ende Jänner hieß es für meinen Freund zurück nach Österreich und für mich wieder zurück nach Bali.

Februar – Startschwierigkeiten aber dann so richtig zu mir gefunden, mein zweites Bali Yoga Retreat & der Release meines Buches

Ursprünglich geplant gewesen war, dass mein Freund und ich gleich lange auf Bali bleiben, da er aber wieder zurück nach Österreich musste und ich mein Retreat im Februar auf Bali hatte, flog ich alleine zurück. Ich fühlte mich in der ersten Woche so gar nicht wohl. Es flossen viele Tränen und nach der Ablenkung in Australien war ich jetzt wieder so richtig mit den Geschehnissen vom Jahresbeginn konfrontiert. Ich muss ehrlich zugeben, hätte das Retreat nicht stattgefunden, wäre ich entweder nicht mehr zurück nach Bali geflogen oder gleich nach meiner Rückkehr wieder abgereist weil ich mich nicht mehr wohl fühlte. Zum Glück war ich gezwungen durchzubeißen und entschloss mich dazu, mir mein Bali nicht nehmen zu lassen. Ich nahm mir Zeit das Geschehene zu Verarbeiten, besuchte viele Circles, meditierte, schrieb und weinte. Schon bald ging es wieder bergauf, ich lernte tolle neue Leute kennen, beschäftigte mich viel mit mir selbst, besuchte Yogaklassen, Workshops und fand noch mehr zur Spiritualität. Außerdem fand mein zweites Yoga Retreat statt, das mir mal wieder zeigte, dass es absolut das Richtige ist, was ich tue und mein Buch „Yoga & Juliet, lebe deine Träume & finde deinen Weg mit 8 Vinyasa Yoga Flows“ wurde veröffentlicht.

Yoga & Juliet, Retreats, Bali Retreat

Buch "Yoga & Juliet: Lebe deine Träume und finde deinen Weg mit 8 Vinyasa Yoga Flow"

März & April – Holpriges Ankommen, Arbeiten & authentisch sein

Mitte März hieß es Abschied nehmen. Als der Abschied kurz bevor stand hatte ich Angst, Angst davor dass mein persönlicher Wachstum, der gerade erst wieder so richtig begonnen hatte, zurück zu Hause wieder ins Stocken geraten würde. Ich fühlte mich nicht bereit dazu nach Hause zu fahren. Daheim angekommen lebte ich mich, nach ein paar Startschwierigkeiten (ich hatte das Gefühl keiner versteht mich und war nicht mehr 24/7 von Gleichgesinnten umgeben wie auf Bali) aber schnell ein. Ich wusste von früheren Rückkehren nach längeren Auslandsaufenthalten bereits, wie hart es sein kann und stellte mich daher darauf ein. Vermutlich deshalb war es am Ende auch nur halb so wild. Alles war wie immer, nur ich hatte mich mal wieder ein großes Stück weiterentwickelt. Aber ich war auch voller Vertrauen und fühlte mich sehr inspiriert, das was ich im letzten halben Jahr neu dazugelernt hatte, nach außen zu tragen. Ich beschloss mich nicht zu ernst zu nehmen, mir Zeit zu geben, begann wieder viel zu arbeiten, um die Yogasaison 2019 vorzubereiten, ich beschloss auch auf meinen Kanälen noch mehr ICH zu sein und bin es seitdem auch. Ende März ging es auch wieder zurück in unsere alte Wohnung nach Wien und der Alltag hatte uns wieder.

Mai – Österreich ist ein Ort zum Bleiben, der Entschluss ein Yogastudio zu eröffnen wurde gefasst

Nach zwei Monaten Wiedereingewöhnung in Österreich stellte ich im Mai fest, dass es keinen Ort gibt wie zu Hause. So sehr ich die Zeit auf Bali genossen habe und so sehr ich Bali nach wie vor liebte, so sehr musste ich während meines Aufenthalts dort aber auch feststellen, dass das Leben in Österreich schon ein großer Segen ist und dass ich es mir im Grunde nicht vorstellen könnte mein Leben auf der indonesischen Insel zu verbringen. Um den Zeitpunkt meiner Abreise trat dieser Gedanke zwar wieder in den Hinterkopf und der Wehmut über den Abschied in den Vordergrund aber nach über zwei Monaten in der Heimat, konnte ich sagen, dass ich mir (momentan) keinen anderen Ort auf der Welt zum Leben vorstellen kann.

Juni, Juli, August – Outdoor Yoga Saison & wahr werden großer Träume

Im Juni, Juli & August stand primär arbeiten am Programm. War 2018 schon grandios, so war 2019 noch besser. Das SUP Yoga Team war nun größer, es gab mehr Augarten Yoga, jede Menge Rooftop Yoga & tolle Events, wie ein Yogapicknick & Fullmoon Yoga. Außerdem arbeitete ich mit großartigen Coachees zusammen und konnte sie auf ihrem Weg, sich das Leben ihrer Träume zu erschaffen, hoffentlich ein wenig unterstützen. Mit dem Unterrichten bei Namaste am See & Wanderlust wurden zwei große Träume wahr und mal wieder wurde mir dadurch bestätigt, dass man im Leben alles erreichen kann, wenn man nur fest daran glaubt, manifestiert und hart dafür arbeitet. Zum Sommer genießen blieb mir wenig Zeit aber das war in Ordnung, denn mit meinem Job tat ich das was ich liebe und wäre eh nur unruhig geworden, wenn ich mir irgendwo die Sonne auf den Bauch scheinen hätte lassen.

September, Oktober, November – 3 ausgebuchte Yoga Retreats & der Schlüssel zu meinem eigenen Yogastudio „The WYLD THING“

Wenn ich das so niederschreibe, kann ich es noch immer nicht glauben – bereits im Juni 2019 waren alle meine Retreats für das Jahr ausgebucht. Im September ging es nach Portugal, im Oktober nach Schladming und im November hieß es wieder Bali. Es waren drei großartige Retreats. Außerdem haben wir im September das Mietanbot für unser Yogastudio The WYLD THING in 1090 Wien gelegt, das angenommen wurde und damit begann ein ganz neues Kapitel und die Vorbereitungen für die Eröffnung meines eigenen Yogastudios wurden ganz plötzlich greifbar und real.

Dezember 2019 – Weihnachten zu Hause, Yogastudio Endspurt & dabei nicht verrückt werden

Der Dezember war intensiv und ich erinnere mich noch an den Anfang des Monats, als ich mir wie jedes Monat meine Monatsziele setzte und schrieb: „achtsamer Advent und trotz Yogastudioplanung nicht verrückt werden„. Was soll ich sagen, irgendwie ist mir das ganz gut gelungen. Ich weiß zwar nicht wie, aber trotz der vielen Arbeit hatte ich im Dezember kaum das Gefühl, als würde mir alles über den Kopf wachsen und das habe ich sonst öfter. Ich traf für mich die Entscheidung, dass es nichts bringt, mich wahnsinnig zu machen. Denn ich weiß ja, dass ich alles gebe und tue was ich kann aber es Perfektion sowieso nicht gibt und es auch in Ordnung ist, wenn das Studio mit der Zeit wächst. Ich freute mich darauf, Weihnachten, nach dem letzten Jahr auf Bali, wieder zu Hause und im Kreis meiner Familie zu verbringen. Während der Vorweihnachtszeit hörte ich viele Weihnachtslieder und schaute jede Menge kitschiger Weihnachtsfilme und zu Weihnachten schaffte ich es sogar, mir ein paar Tage Urlaub zu gönnen und rührte meinen Laptop nicht an.

Goodbye 2019

Und da ich das ganze Jahr gerade schwer in einem kurzen Absatz zusammenfassen kann, habe ich mir noch 12 Fragen zum Jahresabschluss gestellt, mit denen ich meinen kleinen Rückblick beenden möchte.

12 Fragen für meinen Jahresabschluss – Goodbye 2019

Welche Menschen haben mir positive Energie geschenkt?

Mein Freund Fabio, der seit über sechs Jahren an meiner Seite ist. Meine Yogis, die mir tolles Feedback gaben und mir dadurch immer wieder bestätigten, dass ich das Richtige tue. Meine Eltern, zu denen ich immer kommen kann, wenn ich nicht weiter weiß. Meine langjährigen Freundinnen Sandra & Susanne. Neue Freundschaften, wie die mit Simone und anderen Menschen, die auf meiner Wellenlänge schwimmen.

Welche Entscheidungen habe ich getroffen?

In Österreich sesshaft zu bleiben, kein digitaler Nomade zu werden und ein Yogastudio zu eröffnen.

Worauf bin ich stolz?

Auf die Veröffentlichung meines Buches, auf meinen Entschluss mein Yogastudio zu eröffnen, auf großartige Kooperationen, auf meinen beruflichen Erfolg im letzten Jahr.

Was war meine größte Herausforderung?

Der Tod unseres Freundes, die Rückkehr nach Österreich nach 6 Monaten Bali, eine Balance zwischen Freizeit und Arbeit zu finden, eine Balance zwischen Innen und Außen zu finden, die Entscheidung mit der Eröffnung des Yogastudios ein großes Risiko einzugehen.

Wann war ich glücklich?

Während der Australien Reise, als ich in Bali so viel Zeit für mich und meine Entwicklung hatte, als ich bei Namaste am See unterrichten durfte, zu meinem Geburtstag, bei all den glücklichen Augen nach dem Savasana meiner Yogis, als ich den Schlüssel fürs Yogastudio bekommen habe…..so viele Momente

Wann war ich unglücklich?

Beim Tod unseres Freundes, ganz am Anfang als ich alleine zurück nach Bali musste, als ich mich im März zurück in Wien alleine fühlte

Welche Fähigkeiten, Gewohnheiten habe ich erlernt?

Meditation & Journaling wurden zur Routine

Mit welchen Ängsten hatte ich zu kämpfen?

Mit meiner Flugangst, mit der Angst ein Yogastudio zu eröffnen und dass es nicht klappen könnte.

 Entscheidungen aus Liebe oder Angst?

Immer nur aus Liebe <3

Was wollte ich machen, was habe ich nicht gemacht?

12 Bücher lesen, jeden Tag praktizieren, mehr Leichtigkeit in mein Leben bringen, meine weibliche Seite stärker zum Vorschein bringen, nachhaltiger sein, mehr Selfcare & Balance zwischen Business & Freizeit

3 Worte für 2019

Wachstum, Fokus, Business

 Mein größtes Learning 2019

Der Weg ist das Ziel.

Und zum Abschluss bleibt mir nur zu sagen, Cheers 2019 – it was a blast. I’m ready for 2020.

Goodbye 2019

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