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Das solltest du bei der Auswahl deiner Yogalehrerausbildung beachten

Die Frage, die mir wohl am öftesten von euch Lesern gestellt wird ist: „Hast du Tipps für eine Yogalehrerausbildung?“ Die Antwort ist nicht immer einfach. Natürlich kann ich meine Yogalehrerausbildung bei Santosha voll und ganz empfehlen. Schließlich hab ich dort rückblickend eines der besten und intensivsten Monate meines Lebens verbracht. Aber ich glaube nicht, dass sie für jeden das Richtige ist. Ich glaube vielmehr, dass gerade die Auswahl einer Yogalehrerausbildung ganz speziell und individuell ist, deshalb habe ich mich dazu entschieden diesen Artikel zu verfassen.

Das solltest du bei der Auswahl deiner Yogalehrerausbildung beachten

1) Level

Verschiedene Yogaschulen, verschiedene Anforderungen. Auf der Suche nach meiner Ausbildung schieden viele von vornherein für mich aus, da sie nach einer reglmäßigen Praxis und mindestens drei Jahren Vorerfahrung verlangten. All das hatte ich damals nicht, deshalb musste ich nach einer Yogaschule suchen, die jeden ausbildet. So war ich am Ende in einer Gruppe wo von totalem Beginner bis fortgeschrittenem Yogi alles dabei war. Für mich war das in Ordnung. Ich kann mir aber vorstellen, dass das für jemanden mit großem Vorwissen sehr frustrierend sein kann. Deshalb unbedingt erkundigen wie das Level der Mitteilnehmer ist und das Level auf dem unterrichtet wird.

2) Lehrer

Wenn du bereits einen guten Lehrer gefunden hast bei dem du selbst in Yogastunden gehst, der auch Ausbildungen anbietet – Jackpot! Aber gerade wenn du ins Ausland gehen möchtest oder noch keinen Lehrer in deiner Stadt gefunden hast, der dich voll und ganz vom Hocker haut, wird es ein bisschen schwieriger. Der Lehrer bzw. die Lehrer sind das wichtigste der ganzen Ausbildung. Es muss sowohl der Wissensstand als auch die Chemie zwischen euch stimmen. Informiere dich hier deshalb eingehend und recherchiere viel. Auch wenn du den Lehrer nicht kennst, fühlt sich irgendeiner am Ende wahrscheinlich richtig an. Den solltest du auch nehmen und bei der Entscheidung ganz auf dein Bauchgefühl vertrauen.

3) Ort/ Zeitraum

Zu Hause oder im tropischen Paradies? Innerhalb nur eines Monats im Crashkurs oder berufsbegleitend über einen längeren Zeitraum hinweg verteilt? Beides hat vor und Nachteile.

Willst du während deiner Ausbildung in der Nähe deiner Lieben sein oder hast du Lust darauf alles mit einer Reise zu verbinden? Wenn du dich dafür entscheidest die Ausbildung auf Reisen zu machen, wo? Soll es lieber das urbane, coole Umfeld einer Großstadt oder ein exotisches Paradies sei?

Beides hat seine Vorteile. Daheim kannst du dich, wenn es zwischendurch zu anstrengend ist in deiner gewohnten Umgebung zurückziehen und hast die seelische Unterstützung deiner Lieben ganz nah bei dir. Ganz weit weg hast du weder den Störfaktor Alltag noch Menschen, die du kennst und dich von diesem Erlebnis ablenken können. Außerdem ist es schon sehr nice nach einem harten Yoga Tag eine Kokosnuss beim Sonnenuntergang am Strand zu trinken.

Blitzausbildung über einen Monat oder berufsbegleitend über einen längeren Zeitraum? Nicht jeder hat aber berufsbedingt die Möglichkeit ein Monat am Stück frei zu bekommen. Und den Job dafür zu kündigen, kommt auch nicht für jeden in Frage. Beides hat seine Vorteile. Beim Intensivtraining bis du ein Monat von früh bis spät wirklich mit nichts Anderem beschäftigt als mit Yoga. Du wirst nicht vom Alltag gestört oder abgelenkt. Bei einer längeren Ausbildung hast du zwischen den Ausbildungstagen auch Zeit dich vielleicht noch intensiver mit der Yogathematik zu beschäftigen.

Ich habe die Crash-Kurs-Variante im tropischen Paradies gemacht und würde es jederzeit wieder genauso machen. Ein Monat all day every day Yoga in vollkommen fremder Umgebung ist eine Erfahrung, die dich an deine Grenzen bringt. Die Ausbildung ist eine so intensive Zeit, bei der man so viel über sich selbst lernt, da hätte mich für meinen Teil der gewohnte Alltag und meine gewohnte Umgebung gestört.

4) Kosten

Ja auch Geld ist ein entscheidender Faktor und die Preise klaffen ordentlich auseinander. Zuerst musst du für dich herausfinden, wie viel du dir überhaupt leisten kannst. Aber auch das heißt nicht, dass du dein Budget bis aufs Letzte ausreizen musst. Denn nur weil die Ausbildung teuer ist, ist sie nicht automatisch auch gut. Schau dir genau an was die einzelnen Schulen für ihr Geld bieten. Lies Erfahrungsberichte von ehemaligen Schülern. Mach dir hierfür am besten eine Tabelle, in der du alle in Frage kommenden Schulen gegenüberstellst.

5) Qualität

In Österreich ist Yoga ein freier Beruf. Das bedeutet, dass die Ausbildung zum Yogalehrer nicht geschützt oder geregelt ist. Es gibt allerdings Dachverbände wie z.B. die Yoga Alliance, die dafür garantieren, dass bei der Ausbildung gewisse Standards eingehalten werden. Geh die Verbände einmal durch und finde heraus welche Standrads und Richtlinien auch du für deine Ausbildung wichtig findest.

Was eine wirklich gute Ausbildung aber ausmacht sind die Lehrer. Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Nehmen wir mal an du entscheidest dich, so wie ich, für eine Ausbildung im Tropenparadies. Da lasst man sich schon schnell davon blenden, dass die Unterkunft wie ein 5-Sterne Hotel aus dem Katalog aussieht und es den ganzen Tag Kokosnüsse zur freien Entnahme gibt. Das ist es aber nicht was bei einer Yogalehrerausbildung wirklich zählt. Schau dir genau an welche Lehrer dein Teachertraining unterrichten werden. Sind sie dir sympathisch? Was ist ihr eigener Werdegang und persönlicher Zugang zu Yoga? Denn nur wenn du Lehrer hast, denen du vertrauen kannst und die qualifiziert genug sind, wird deine Ausbildung auch zum Erfolg.

6) Yogastil

Ashtanga, Vinyasa Flow, Yin – die Anzahl an verschiedenen Yogastilen ist enorm. Teachertrainings gibt es in allen.  Auch hier gilt wer die Wahl hat, hat die Qual.

Welchen Stil praktizierst du selbst? In welchem Stil möchtest du dich vertiefen?  Welchen Stil möchtest du in Zukunft unterrichten? Stell dir diese Fragen. Du bist dir nicht sicher? Dann kann ich dir für den Beginn eine klassische Hatha-Yoga Ausbildung empfehlen. Mit der hast du eine solide Basis, auf der du in Zukunft nach Belieben aufbauen kannst. Ich selbst unterrichte in meinen Gruppenstunden dynamisches Vinyasa Flow Yoga, obwohl ich eine klassische Hatha-Ausbildung gemacht habe.

7) Vertrau deinem Gefühl

Du hast stundenlang recherchiert aber noch immer keine endgültige Entscheidung getroffen? Vertrau auf dein Bauchgefühl. Welche der Schulen fühlt sich richtig an? Das ist die, die du nehmen solltest. Glaub mir.

Hast du schon eine Yogalehrerausbildung hinter dir? Nach welchen Kriterien hast du deine Entscheidung getroffen? Bist du gerade dabei dich für eine Ausbildung zu entscheiden? Was ist dir sonst noch wichtig? Ich freu mich auf deine Kommentare.

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Pics by www.kacy.at

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