1 Monat alkoholfrei und zuckerfrei – der Selbstversuch

Jeder kennt es zu Beginn des neuen Jahres, möchte man alles ändern und die Welt neu erfinden. Mein Freund sprach schon lange von einem zuckerfreien Monat. Der Jänner erschien uns als passend, um einen Versuch zu wagen. Zuckerfrei allein reichte aber noch nicht, wenn schon das volle Programm und auf Alkohol auch gleich verzichten. Ob die enthusiastischen Vorsätze in die Tat umgesetzt wurden, oder bloß Vorsätze blieben, erzähle ich heute.

1 Monat alkoholfrei und zuckerfrei

Im Groben und Ganzen lebe ich sehr gesund. Nicht weil ich es erzwingen möchte, sondern weil es mir Spaß macht und gut tut. Aber…………Beim Kochen am Abend trink ich gerne ab und zu ein Glas Wein. Vor dem Fernseher genehmige ich mir gerne ab und zu ein (oder zwei) Stück Schokolade. Am Wochenende esse ich zum Nachmittagskaffee ab und zu gerne ein Stück Kuchen. Und bei Feiern mit Freunden trinke ich gerne ab und zu einen über den Durst. Wahrscheinlich hat unser Versuch einen Monat komplett auf industriellen Zucker zu verzichten und keinen Alkohol zu trinken am Ende deshalb nicht so ganz geklappt…..

Zuckerfrei

Abgesehen von dem erwähnten Süßen zwischendurch essen wir sehr wenig Zucker. Fertigprodukte kommen keine auf den Tisch und auch beim Kochen kommen wir meistens ohne Zucker aus. Durch die Challenge haben wir aber erst bemerkt wo tatsächlich überall Zucker drin ist. Ein paar Beispiele: in Senf, in Misosuppenpulver, in fast jedem Brot, in eingelegten Balsamicozwiebeln. Gleich zu Beginn der Challenge beschloss ich sicher nicht auf Brot zu verzichten. Carbs are life und so. Außerdem werde ich unausstehlich, wenn ich nicht genügend Kohlenhydrate zu mir nehme. Bei den Balsamicozwiebeln hab ich erst nach dem Essen gesehen, dass Zucker drin war. Oops. Zuckerfrei Fail!

Alkoholfrei

Auch Alkohol nehme ich in Maßen zu mir. Weil zuckerfrei allein aber nicht reicht und man ja unbedingt noch eins drauf setzen muss, wurde aber eben (fast) auch auf Alkhol verzichtet. Bereits nach ein paar Tagen der Challenge, beschloss ich zwei Ausnahmen. An einem Wochenende gingen wir essen, da wollte ich ein Glas Wein trinken. Am nächsten Wochenende stand im Rahmen einer Kooperation mein persönlicher Wohlfühltag, inklusive Abendessen beim Japaner an. Auch da wollte ich dazu ein Glas Wein trinken. Mein Freund hielt es zunächst ohne Ausnahmen durch….

Zuckerfrei und Alkoholfrei – das Ende des Selbstversuches

Komplett zuckerfrei lebten wir  im zuckerfreien Monat somit nicht (Brot und Balsamicozwiebel) und meine zwei alkoholischen Ausnahmen gab es auch. Ich spielte ohnehin schon mit dem Gedanken, das Experiment abzubrechen. Ich sah einfach nicht viel Sinn dahinter, wenn man meine ohnehin gesunde Lebensweise bedenkt und auch mein Freund dachte daran. Eines Abends schrieb mir mein Freund eine SMS von einem Geschäftstermin „Der Kartoffelsalat kann locker als Dessert durchgehen.“ „Experiment zuckerfrei vorbei,“ war meine Antwort. „Ja!“ war seine. In der selben Nacht kam er nach Mitternacht lauter als üblich nach Hause. „Experiment alkoholfrei auch vorbei?“ fragte ich aus dem Schlafzimmer. „Ja!“ war seine Antwort.

Warum ich von selbst auferlegten Verboten nichts halte

Das war ungefähr Mitte Jänner. Am nächsten Tag aß ich einen Schokobrownie und einen Topfenstrudel mit viel Staubzucker. Alkohol trinke ich bis heute (23.1.) nach wie vor keinen weil ich erkältet bin und werde das bis Ende Jänner mit wochenendlichen Ausnahmen auch so beibehalten.

Meine Selbstversuche mit Detoxing und Cleanses hab ich eigentlich bereits im März 2017 aufgegeben. Ich weiß nicht warum ich schon wieder etwas Ähnliches versuchen wollten. Da ich es weder aus gesundheitlichen noch figurteschnischen Gründen notwendig habe und meine Ernährung zu 90% gesund uns ausgewogen ist, macht es für mich auch schlichtweg keinen Sinn. Im Leben geht es doch darum die Balance zu finden. Wo bleibt denn der Spaß, wenn ich auch alles verzichte?  Deshalb sehe ich es auch nicht als Scheitern an, sondern eher als blöd, dass ich es schon wieder probieren wollte. „Life is too short – eat the cake.“ Mehr hab ich zum Abschluss nicht zu sagen.

Yoga & Juliet, Augarten

2 Comments

  • Liebe Julia,
    der Anfang und das Durchhalten beim Verzicht auf Zucker ist nicht ohne. Ich habe 13 Monate fast vollständig auf Zucker verzichtet. Ausnahme war Brot und Brötchen. Aber ansonsten habe ich es durchgezogen. Und ich muss sagen, dass mir die zuckerfreie Zeit sehr gut getan und bekommen hat. Ich war viel besser gelaunt, weil ich nicht mehr alle drei Stunden Magenschmerzen hatte. Wo ich immer dachte, dass ich Hunger hätte. Aber nein, es war nur der blöde Zucker. Und der Bauch! Ein Traum. Ich hätte bei der Laufstegshow der Unterwäsche-Engel sofort mit laufen können. Zucker bläht halt den Darm ungemein auf. Und natürlich verliert man ungemein an Gewicht. Bei mir waren es zwei Kleidergrößen.
    Aber dann kam im Juni der Umbau und Umzug ins eigene Haus und durch den Stress habe ich noch mehr Gewicht verloren, so dass ich wieder angefangen habe Zucker zu essen. Und ich bin immer noch drauf. Ich versuche jetzt seit Januar nur noch abends Süßkram (schmeckt ja einfach geil) zu essen.
    Viele Grüße,
    Nadine

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