Yogablogger Interview

Yogablogger im Interview: Melanie von Ganz Wunderbar

Es gibt mittlerweile so viele tolle und inspirierende Yogablogger da draußen. Jeder ist einzigartig und hat seinen Lesern und seiner Community etwas ganz eigenes und spezielles zu geben. Ich war schon immer für mehr miteinander als gegeneinander und  finde, dass wir uns alle gegenseitig unterstützen sollten, wo es nur geht. Deshalb fällt heute der Startschuss für die neue Serie Yogablogger im Interview auf meinem Blog.

Den Anfang macht die liebe Melanie vom Blog „Ganz Wunderbar„.

Yogablogger im Interview

Für die, dich noch nicht kennen, erzähl doch kurz etwas über dich (offline) und dich online (Blog).

Ich arbeite offline als Grafikerin in einer Werbeagentur und bin auch durch meinen Job zu meinem Blog gekommen. Ich war in einem Kundentermin mit meinem Chef. In diesem Termin wünschte sich der Kunde einen Blog, den ich aufbauen sollte. Ich habe mich dann in die Materie WordPress eingearbeitet und einen Testblog Ganzwunderbar aufgebaut. Nach zwei Wochen rief der Kunde an, dass sich das mit dem Blog erledigt hätte. Der Testblog stand aber und ich bekam damals schon stetig neue Follower. Mir gefiel es auch Texte zu schreiben und so war mein Blog geboren. Damals ging er noch über das Abnehmen was zu mir mal so gar nicht passte, da ich für mein Leben gerne esse. Also musste ein Thema her, was mich selber inspiriert und mich auch in den letzten Jahren ständig begleitet hat und mein Leben positiv verändert hat – Yoga!

Wodurch hast du die Liebe zum Yoga entdeckt und was hat dich dazu bewogen auf einem Blog darüber zu schreiben?

Ich hab mit dem Ashtanga Yoga 2007 gestartet. Ich hatte gerade meine Festanstellung begonnen, zu einem Zeitpunkt wo es mir körperlich und psychisch nach der Ausbildung nicht besonders gut ging. Ich hatte einen Weg gesucht um wieder zu mir selbst zu finden. Ich war völlig gestresst. Zudem hatte ich starke Probleme mit meiner Skoliose (schiefe Wirbelsäule) mit der ich zwei bis drei mal die Woche wegen starker Nacken- und Rückenschmerzen zur Physiotherapie musste. Das Problem bei der Physiotherapie ist aber dieses, dass das Problem, nämlich die Schmerzen genommen werden. Aber die Ursache wird nicht behoben. Durch Yoga habe ich es geschafft, meinen Körper von den Schmerzen zu befreien. Ich ging im ersten Jahr nur noch einmal die Woche zur Krankengymnastik und im zweiten Jahr vielleicht nur noch alle paar Wochen. Bis heute habe ich eine Physiotherapiepraxis nur noch von außen gesehen. Ich kenne keine Schmerzen mehr seit dem ich Yoga mache. Zudem verändert Yoga dich auch auf der mentalen und geistigen Ebene. Ich bin durch Yoga gelassener und geduldiger geworden, obwohl ich immer noch oft hibbelig bin. Ich möchte mit meinem Blog so viele Leser wie möglich über die positiven Aspekte des Yogas erreichen und ihnen die Augen öffnen, dass es immer alternative Methoden gibt um sich selbst zu helfen und zu heilen.

Ich hatte unglaubliche rührende Kontaktaufnahmen von Lesern und auch persönliche Kennenlernen, aus denen am Ende sogar Freundschaften entstanden sind. Erzähl mir doch, von deinem ganz persönlichen Lieblings-Leser-Moment.

Ich habe im Dezember einen Yogablog Adventskalender mit 23 tollen anderen Yogabloggern ins Leben gerufen. Hier haben wir jeden Tag ein tolles Yogatürchen geöffnet. Hier habe ich tolle Leute kennengelernt die mich wiederum neu inspiriert haben. Aber auch in den letzten zwei Jahren meiner Blogkarriere habe ich super viele Leute kennengelernt, mit denen ich heute noch zusammenarbeite und Kontakt habe. Das ist das Schöne im Netz. Du kannst jeden Tag ganzwunderbare Menschen kennenlernen und dich mit ihnen vernetzen.

Gab es auch schon negative Kommentare? Wie gehst du damit um?

Es gibt immer Leute, die anderer Meinung sind oder einfach nur unglücklich mit ihrem Leben sind und das Internet Bzw. Facebook dazu nutzen, ihre schlechte Laune dort zu verbreiten. Diese Leute wird es immer geben. Ich störe mich nicht mehr an solchen Leuten und stecke dort auch keine Energie mehr rein, diese von meinen Ansichten zu überzeugen. Es soll jeder das machen, um seinen Weg zu finden. Ich bin immer der Meinung, jeder ist seines Glückes Schmied. Was ein Glück habe ich aber nicht oft mit solchen Mieslingen zu tun.

Woher nimmst du deine Inspiration? Welche Blogs liest du selbst gerne?

Ich nehme eigentlich nicht direkt meine Inspiration von einem bestimmten Blog oder Seite. Es ist vermutlich wie auch in meinem Job als Grafikerin. Die Ideen kommen einfach von alleine. Menschen inspirieren mich vielleicht. Ich sehe Dinge und denke mir, auch darüber könnte man auch einmal einen Artikel schreiben. Aber manchmal lasse ich diese Ideen auch wieder fallen und schreibe auf einmal mitten in der Nacht, weil ich wach geworden bin, einen Artikel mit meinem Handy. Diese Energie zu schreiben kommt dann auf einmal und ich muss noch nicht mal groß nach Worten suchen. Ich wollte einmal einkaufen gehen und plötzlich kam diese Eingebung zu Schreiben. Ich stand dann auf diesem Parkplatz und hab einfach geschrieben ohne den Wagen zu verlassen. Aber krampfhaft sich hinzusetzen und versuchen einen produktiven Text zu schreiben, das funktioniert so gut.

Du bist ja auch auf Instagram aktiv. Stichwort Instagram-Yoga. Inspiration oder gefährliches Vorgaukeln falscher Realität?

Spannendes Thema! Definitiv gefährliches Vorgaukeln falscher Realität. Die #yogagirls dort könnten auch als Akrobatinnen in einem Circus oder bei der nächsten Weltmeisterschaft für Turnen mitmachen. Zudem sind die Mädels alle geschminkt, die Haare sind perfekt gestylt, das perfekte Yoga Outfit rundet das ganze noch ab. So sieht eine Yogastunden aber einfach nicht aus. Ich glaube auch, dass dadurch viele nicht den Mut haben, einmal Yoga auszuprobieren. Ich würde nur jedem raten einmal in eine Yogastunde zu gehen und sich selbst ein Bild davon zu machen. Dort sind ganz „normale“ Menschen wie du und ich. Ich finde sowie so, dass Instagram der Kanal für gefährliches Vorgaukeln ist – nicht nur im Yoga. Die Mädels sind alle bis zum geht nicht mehr geschminkt, dann noch einen Filter weißere Zähne, einen Filter glattere Haut, einen Filter „Ringe unter den Augen weg“ und schon sieht man 10 Jahre jünger aus. Aber was macht das im Endeffekt mit jemandem wenn man sich dann selber im Spiegel betrachtet und die Wahrheit sieht? Gefährliche Kiste für viele junge Leute!

Was bereitet dir persönlich am Bloggen am meisten Freude und warum? Und was ist am Nervigsten?

Am meisten Spaß macht es mir, so wie gerade im Moment, dass ich einfach drauf losschreiben kann. Es lässt mich im hier und jetzt verweilen, ähnlich einer Meditation. Ich denke nicht mehr nach und die Worte kommen einfach so. Das macht mich glücklich und beruhigt mich. Es gibt immer nervige Dinge, ich denke bei jedem Job ist das so. Nervig ist zum Beispiel, täglich die Spam Kommentare im WordPress wieder als Spam zu markieren und zu löschen. Also für mich aber eine Kleinigkeit. Ich hab ganz ehrlich noch nicht viel nerviges am Bloggen entdeckt und dafür bin ich sehr dankbar, dass es mich so erfüllt und so viel Freude bereitet.

Behind the scenes – Berichte doch kurz über einen typischen Tag im Leben einer Yoga Bloggerin?

Ich denke mein Tag ist nicht besonders spektakulär, dass man darüber berichten sollte. Ich arbeite viel und versuche soviel Auszeiten wie möglich einzubauen. Dazu gehört natürlich auch Yoga, Meditation oder ganz viel Sport. Aber auch Wellness liebe ich über alles, kochen oder treffen mit Freunden. Die ganze verdiente Kohle stecke ich in meine Reisen. Ich verreise zwei bis drei mal im Jahr weil ich weiß dass Reisen glücklich macht und den Horizont erweitert. Im Februar mache ich die Polarlichter mit dem Postschiff bis hoch zur russischen Grenze.

Blogs vermehren sich stetig. Auch Yogablogs gibt es mittlerweile immer mehr. Findest du, dass es bereits ein Überangebot gibt oder noch Raum nach oben besteht?

Ich möchte da wirklich niemandem von abhalten wenn er den großen Wunsch hat Blogger zu werden. Ich hatte nie den Wunsch Blogger zu werden und heute macht es mich so verdammt glücklich. Ich könnte gar nicht mehr ohne das Schreiben und ohne den Blog. Es soll jeder sein Glück probieren. Viele geben aber auch nach einem oder zwei Jahren auf, weil nix dabei herum kommt und sehr viel Arbeit kostet. Wenn man eh nur aus dem Grund bloggt, um das schnelle große Geld zu verdienen, ist das ganze schon zum Scheitern verurteilt. Man muss aus Leidenschaft und Spaß an der Sache dran sein, sonst kann man es vergessen.

Noch ein paar Fragen, zu Yoga, die nichts mit dem Bloggen zu tun haben:

Seitdem ich Yoga mache, hat sich meine Persönlichkeit stark weiterentwickelt. Wie ist das bei dir? Was ist die größte Entwicklung oder Veränderung, die du durch Yoga bei dir bemerkt hast?

Wie schon oben erwähnt, bin ich schmerzfrei geworden durch das Yoga. Ebenso bin ich durch das Yoga ruhiger und gelassener geworden. Ich hab natürlich keinen Vergleich ohne Yoga aber dennoch bin ich der Meinung dass Yoga einen in Balance bringt. Es führt einen zu sich selbst, zur eigenen Selbstliebe.

Hast du eine Yoga Buch Empfehlung für meine Leser?

Ich kann das Buch für alle Yoganneulinge empfehlen. Susanne Fröhlich „Der Hund, die Krähe, das Om…und ich“. Ich habe Tränen gelacht.

Was ist deine Lieblings Yoga Position? Welche Yogarichtung bevorzugst du?

Meine Lieblings Position ist die Kerze oder der Schulterstand wie auch der Kopfstand. Alles was mich auf den Kopf stellt gefällt mir. Vermutlich liebe ich meinen Blog auch aus diesem Grund. Er hat mein Leben auch völlig auf den Kopf gestellt. Ich mache Ashtanga Yoga, wobei jede Stunde gleich ist. Ich mag es, meine Fortschritte, auch wenn sie Jahre dauern, zu bemerken. Das macht mir Freude! Wenn ich 100 Jahre alt bin kann ich dann auch hoffentlich den Spagat. War ein kleiner Scherz ;)

Zum Abschluss 3 Worte, die dich und deinen Blog am besten beschreiben.

leidenschaftlich, mit Herz bei der Sache, kreativ

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