Yogablogger Interview

Yogablogger im Interview: Christina von Happy Mind Magazine

Letztes mal hab ich dir im Zuge meiner neuen Serie „Yogablogger im Interview“ die liebe Melanie vorgestellt. Heute geht es mit der lieben Christina von Happy Mind Magazine weiter. Auf ihrem Blog bin ich seit Kurzem übrigens auch Gastautorin.

Yogablogger im Interview

Für die, dich noch nicht kennen, erzähl doch kurz etwas über dich (offline) und dich online (Blog).

Ich bin Christina. Ich bin Mama einer fast zweijährigen Tochter und lebe mit meinem Mann und meiner Kleinen in Hannover. Ich bin Yogini und habe viel Spaß an Meditation und ayurvedischer Ernährung. Mein Blog geht um genau diese Themen, seit Dora’s Geburt beschäftige ich mich zudem mit achtsamer Elternschaft und dem ganzen Thema um „Beziehung statt Erziehung“.

Wodurch hast du die Liebe zum Yoga entdeckt und was hat dich dazu bewogen auf einem Blog darüber zu schreiben?

Ich wollte im Januar 2010 meinen Weihnachtsspeck loswerden und war dann zufällig auf dem Geburtstag einer befreundeten Yogalehrerin. Die Woche drauf nahm ich meine erste richtige Yogastunde in einem ranzigen Stadtteilbüro in St. Pauli und dann war es um mich geschehen. Zwei Jahre später ging dann das Happy Mind Magazine online weil ich sehr stark in Yoga verliebt war und es auch heute immer noch bin. Und das wollte ich mit der Welt teilen. Mir macht aber auch die ganze Marketing-Seite vom Bloggen einen Heidenspaß, ich habe selbst lange im Online Marketing und SEO Bereich gearbeitet und kenne mich somit ganz gut aus.

Ich hatte unglaubliche rührende Kontaktaufnahmen von Lesern und auch persönliche Kennenlernen, aus denen am Ende sogar Freundschaften entstanden sind. Erzähl mir doch, von deinem ganz persönlichen Lieblings-Leser-Moment.

Es gab ein paar wirklich bewegende Emails und Kommentare und aus meinen Blog sind unzählige Freundschaften entstanden. Sowohl mit anderen Bloggern als auch Autorinnen und Lesern. Und das Happy Mind Mag zieht wirklich ganz wunderbare Menschen an, ich kann mich sehr glücklich schätzen.

Gab es auch schon negative Kommentare? Wie gehst du damit um?

Ehrlich gesagt kann ich die negativen Kommentare in den 5 1/2 Jahren Bloggen an einer Hand abzählen. Meine Leser sind sehr entspannt. Wenn dann doch mal jemand rumtrollt, reagiere ich sehr freundlich und de-eskalierend. Ich denke mir immer, dass die Person vielleicht einen schlechten Tag hat und deshalb ungehalten ist. Dann komme ich in das Mitgefühl und damit kann ich besser umgehen, als mich darüber zu ärgern.

Woher nimmst du deine Inspiration? Welche Blogs liest du selbst gerne?

Ich lese im Moment sehr gerne derkompass.org, ein Blog bei dem es um das Konzept von „Nicht mehr erziehen“ geht. Das hört sich jetzt erst mal nach schlimmen Rotzlöffel-Kindern an, aber ist so gar nicht gemeint. Es geht darum, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen. Und das bedeutet auch, liebevoll Nein zu sagen. Aber eben auch darum, sich achtsam selbst zu beobachten, warum man Nein sagt und welche Beweggründe hinter den eigenen Grenzen stehen. Und das ist nicht mit Laisser-faire zu verwechseln!
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit diesem Konzept gemacht. Dora „trotzt“ fast gar nicht und kann ein Nein von mir sehr gut akzeptieren, weil ich sie sonst mit großem Vertrauen vieles allein entscheiden lasse. Wenn ich mal Nein sage, erkläre ich ihr immer, warum mir das jetzt wichtig ist – zum Beispiel, weil ich Angst um sie habe. Das versteht sie und dann kooperiert sie auch.

Du bist ja auch auf Instagram aktiv. Stichwort Instagram-Yoga. Inspiration oder gefährliches Vorgaukeln falscher Realität?

Uff, Insta ist für mich ein rotes Tuch. Vor ein paar Jahren waren es Handstandfotos und jetzt ist es plötzlich dieses allgegenwärtige Geplänkel von Liebe und Wahrheit und Sisterhood. Im Moment wollen sich dann wieder alle mit ihrer Wahrhaftigkeit und Realness übertrumpfen, statt mit wilden Yogaposen. Finde ich genau so öde und anstrengend. Insta gähnt genauso laut wie Facebook vor ein paar Jahren. Ich bin bei beiden Kanälen komplett raus. Ich liefere bei Insta meine 2, 3 Postings die Woche ab, regle das Ganze aber über eine Desktop App. Die Iphone App ist vor einiger Zeit von Telefon geflogen.

Was bereitet dir persönlich am Bloggen am meisten Freude und warum? Und was ist am Nervigsten?

Ehrlich gesagt habe ich da kein altruistisches Motiv. Was mir am Bloggen Freude macht, ist das Schreiben. Wenn ich wirklich ein Thema am Laufen habe und dabei ein authentischer Text rauskommt, finde ich das ein sehr befreiendes Gefühl. Ich bin schon oft nachts aufgestanden, weil mir irgendein Thema im Kopf herumgeschwirrt ist und hab es mir einfach von der Seele geschrieben. Überhaupt ist Freiheit mein großer Antrieb. Ich arbeite wann und wie es mir passt, ich habe niemanden über mir, der mir sagt was zu tun ist. Ich könnte niemals in den Strukturen einer Festanstellung überleben. Habe ich ein paar Jahre versucht und es hat mich depressiv gemacht.
Nervig finde ich gar nichts am Bloggen. Ich habe viele nervige Parts mittlerweile abgegeben, wie das Posten bei Facebook. Das übernimmt mein Redaktionsengel Jasmin.

Behind the scenes – Berichte doch kurz über einen typischen Tag im Leben einer Yoga Bloggerin?

6:15 Aufstehen. Mit Mann und Tochter entspannt in den Tag starten. 7:45 Mann und Tochter verlassen das Haus. Duschen, Yogaroutine + Pranayama, Meditation. 9:00 Schreibtisch, arbeiten bis 12:00. Dann kochen, essen, relaxen. Um 14:00 hole ich mein Kind bei der Tagesmutter ab. Dann wird erst draußen gespielt oder spazieren gegangen, irgendwann nach Hause und da eine schöne Zeit haben. Um 17:30 kommt mein Mann und dann ist Family Time. Essen, lesen, spielen. Um 20:00 geht meine Kleine schlafen und ich dann meist so um 21:00. Schlaf ist mir sehr wichtig. :)

Blogs vermehren sich stetig. Auch Yogablogs gibt es mittlerweile immer mehr. Findest du, dass es bereits ein Überangebot gibt oder noch Raum nach oben besteht?

Nein, überhaupt nicht! Jeder Blog hat seine eigene Personality und seine Zielgruppe. Alle haben eine Daseinsberechtigung und das Recht, an der Freude und Freiheit des Bloggens teilzuhaben. Diese Gedanken von „Ich war aber zuerst da“ oder „Muss denn jetzt jeder über Yoga bloggen“ habe ich schon vor Jahren abgelegt. Der Gedanke, dass nicht genug da ist, entspringt dem Gefühl von Mangel. Ich habe in den letzten Jahren in mir das Gefühl von Fülle kultiviert und kann mich aufrichtig freuen, wenn es neue Projekte und Blogs gibt.

Noch ein paar Fragen, zu Yoga, die nichts mit dem Bloggen zu tun haben:

Seitdem ich Yoga mache, hat sich meine Persönlichkeit stark weiterentwickelt. Wie ist das bei dir? Was ist die größte Entwicklung oder Veränderung, die du durch Yoga bei dir bemerkt hast?

Hm. Wenn ich das jetzt wirklich in einem Satz sagen soll, habe ich mich zu einem friedlichen, freudvollen Menschen entwickelt. Früher ging es mir oft nicht gut und ich habe das an meine Mitmenschen weiter gereicht.

Hast du eine Yoga Buch Empfehlung für meine Leser?

Inner Engineering von Sadhguru (Gibt es auch auf Deutsch)

Was ist deine Lieblings Yoga Position? Welche Yogarichtung bevorzugst du?

Ich gehe gern zum Ashtanga und zuhause übe ich therapeutisches Yoga, eine Reihe, die mir meine Ayurveda Ärztin gegeben hat. Ich mag Wiederholung und deswegen übe ich im Studio gern die erste Serie aus dem Ashtanga und die mache auch zuhause immer die gleiche Reihenfolge von Asana.
Lieblingspose ist natürlich Savasana, haha! Und jeder, der sagt, dass er gern im Krieger 3 steht, dem glaube ich kein Wort!

Zum Abschluss 3 Worte, die dich und deinen Blog am besten beschreiben.

Frei, Frech und Froh :P

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