Man mag meinen Body Positivity ist das Trendwort 2017. Überall sieht man Frauen, die keinen Victoria’s Secret Body haben und sich trotzdem wohl in ihrer Haut fühlen. Und auch in den Medien ist Body Positivity das Thema. Was für eine tolle Entwicklung.
„I am a good thing, just the way I am.“
Den Trend von den Magermodels weg, hin zu „healthy and fit is the new skinny“ ist ja schon seit geraumer Zeit aktuell. Wie es aber oft so ist, neigte auch dieser Trend dazu ins Extreme zu rutschen. Frauen gaben in sozialen Medien damit an, wie oft und wie viel sie nicht jeden Tag trainierte. Auf Instagram gab es nur mehr Bilder von super trainierten Menschen. Die Folge bei uns „Normalos“ ein oft schon zwanghafter Drang genügend Sport zu machen und sich entsprechend zu ernähren
Die neue Entwicklung hin zur Body Positivity ist aber das Gegenteil. Frauen beginnen sich wohl in ihrer Haut zu fühlen und sich so zu lieben, wie sie sind. Dabei geht es nicht darum ungesunde Fettleibigkeit als okay zu bezeichnen. Aber die kleinen Speckrollen, die der Bauch beim Sitzen nun mal bildet, die Dellen am Po, die fast jeder hat aber nicht zugeben will und die nichtvorhandene Lücke zwischen den Oberschenkeln werden akzeptiert.
„Self love is the greatest middle finger of all time.“
Ich für meinen Teil muss ja zugeben, dass ich mit meiner Figur noch nie wirklich Probleme hatte. Bis auf das eine Mal als ich nach meinem Auslandssemester in den USA nicht mehr in meine Hosen gepasst hab, aber das ist eine andere Geschichte. Trotzdem hab auch ich mich, vor allem in jüngeren Jahren, sehr oft mit anderen verglichen. Ich wollte auch so lange Beine wie Models und jeden Tag so aussehen als hätte ich gerade ein Blow Dry hinter mir. Fakt ist allerdings, dass ich von Haus aus mit kurzen Stummelbeinen gesegnet bin und meine Haare meistens eher nach „Schoderhexe“ als nach Hollywoodmähne aussehen. Um hier nur zwei meiner optischen Makel anzumerken. Anstatt mir aber darüber Gedanken und Dinge ändern zu wollen, die nun mal so sind, hab ich mittlerweile gelernt mich so zu akzeptieren wie ich bin. Wobei es bestünde noch die Möglichkeit mir die Beine brechen zu lassen und meine Knochen künstlich zu verlängern. Aber dann hätte ich das Haarproblem noch immer nicht gelöst. Also lieber nicht.
„Talk to yourself, like you would to someone you love.“
Wie steht ihr zu der Body Positivity Bewegung? Liebt ihr euch schon so wie ihr seid oder arbeitet ihr noch daran?