Vulkan Rinjani

Mount Batur – Bali Wanderung auf einem aktiven Vulkan

Ich hab ja bereits angekündigt, dass meine Leidenschaft Reisen weiterhin ein großes Thema auf dem Blog spielen wird. Deshalb gibts heute mal wieder einen Beitrag dazu. Mein Baliaufenthalt ist zwar schon eine gefühlte Ewigkeit her, aber bis jetzt hab ich es noch nicht geschafft einen Beitrag über meinen Ausflug auf den Mount Batur zu schreiben. Jetzt aber.

Mount Batur

Beginnen wir mit ein paar Facts. Der Mount Batur ist ein aktiver Schichtvulkan auf Bali. Der Vulkan bringt es auf eine Seehöhe von 1717 Meter. Zwischen November 2009 und November 2010 war die Warnstufe für den Batur von „Normal“ auf „Wachsam“ heraufgesetzt, nachdem sich die Zahl der Erdbeben signifikant erhöht hatte.

Meine Lust noch einen Vulkan zu besteigen und zu Unzeiten aufzustehen nur um einen Sonnenaufgang von irgendeinem Berg anzusehen, hielt sich ehrlich gesagt zunächst in Grenzen. Da meine Mama, die ja nach gekommen ist, aber noch nie auf einem Vulkan war, war die Besteigung des Mount Batur ein Muss. Eine Tour auf den Mount Batur kann man in Bali so gut wie überall buchen. Die Preise variieren allerdings stark. Es gibt Anbieter die EUR 80,00 pro Person verlangen. Bei unserem hat es ca. EUR 60,00 für zwei Personen gekostet. Da solltet ihr also wirklich aufpassen und versuchen zu handeln. Denn die Touren sind eigentlich alle gleich.

Abgeholt wurden wir um ca. 3.00 Uhr Früh von unserer Unterkunft in Ubud. Die Anreise von dort dauerte in etwa eine Stunde. Am Fuß des Vulkans angekommen wird man seinem Guide zugewiesen. Wir hatten zu zweit einen, was wirklich toll war, denn es gab auch riesige Gruppen. Unser Guide hieß J, war glaub ich nicht viel älter als 17 und zuckersüß. Gefühlte 100 Mal hat er sich für sein brüchiges Englisch entschuldigt, was aber gar nichts ausmachte. Wir hatten wirklich viel Spaß mit ihm. Er hat uns ein paar Brocken Bahasa (Indonesisch) und wir ihm ein paar Brocken Deutsch beigebracht. Meine Mama hat er die ganze Zeit liebevoll „Mama Sabine“ genannt und mich hätte er glaub ich gerne da behalten. Als wir uns verabschiedeten wirkte er sogar ein bisschen traurig sich wieder von uns trennen zu müssen.

Wenn ihr denkt, dass es eine idyllische und ruhige Wanderung wird, Fehlanzeige. Die Wanderung gleicht ähnlich wie bei der Besteigung des Mount Rinjani eher einer Bergbesteigung im Gänsemarsch. Das ist aber halb so schlimm, wenn man sich bereits im Vorhinein darauf einstellt und einfach damit abfindet. Bali ist nun mal eine Insel mit sehr vielen Touristen und natürlich wollen viele davon auch einmal in ihrem Leben einen aktiven Vulkan besteigen.

Der Aufstieg dauerte ca. 1,5 Stunden und so waren wir als eine der ersten Gruppen bereits eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang am Gipfel. Es ist zwar anstrengend, aber verglichen mit dem Rinjani ein Kindergeburtstag und auch für nicht so trainierte Menschen gut schaffbar. Dadurch, dass wir so früh oben waren, hatten wir noch die Wahl wo wir uns den Sonnenaufgang anschauen konnten und reichlich Zeit ein paar Fotos zu schießen. Der Sonnenaufgang war traumhaft und meine anfängliche Unlust wie weggewischt. Auch wenn man bereits Sonnenaufgänge von Bergen oder Vulkanen betrachtet hat, ist jeder aufs Neue eine Klasse für sich. Die Gefühle von Freiheit, Glück und Dankbarkeit die hoch kommen wenn man so ein Naturschauspiel bewundern darf, übersteigen jedes Ausschlafen einfach um Längen.

Als die Sonne schon etwas am Himmel stand, begann auch schon wieder der Abstieg. Der war besonders toll, da uns J zu einem Platz brachte, an dem Rauch aus dem Vulkan kam, was ziemlich cool war. Wenn man in den Rauch pustete wurde sogar noch mehr daraus. „Magic,“ war J’s Kommentar dazu. Außerdem sind wir auf etliche Affen gestoßen und Affen finde ich sowieso immer toll, vor allem wenn sie auf mir herum turnen.

Um ca. 8.30 waren wir auch schon wieder am Fuß des Vulkans und zu einem herrlichen Frühstück um 10.00 Uhr wieder in Ubud.

Jedem der in Bali ist und einmal einen aktiven Vulkan besteigen will, kann ich den Mount Batur nur empfehlen. Es ist ein angenehmer halbtägiger Ausflug und nicht mit so vielen Strapazen und Schmerzen verbunden wie z.B. die Besteigung des Rinjani auf Lombok. Der Sonnenuntergang kann zwar nicht ganz mit dem auf dem Rinjani mithalten aber fast. Das mag aber auch daran liegen, dass das Gefühl etwas Unmögliches bewältigt zu haben und dabei ans Ende seiner körperlichen Grenzen gegangen zu sein nicht aufkommt.

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