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2 Monate selbstständig – Zeit für das erste Resümee

Nun bin ich bereits seit Anfang Juli selbstständig und nicht mehr in einem Angestelltenverhältnis, unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Höchste Zeit also diese 2 Monate Revue passieren zu lassen und Resümee daraus zu ziehen.

2 Monate selbstständig

Der Anfang – alles neu?

Öfter wurde ich gefragt, ob ich denn jetzt nicht ohnehin erst einmal Urlaub machen werde. Urlaub war für mich aber nie ein Thema. Schließlich hatte ich unglaublich viele Sachen auf meiner To-Do Liste und Ideen für Projekte, die bis zu Tag X mangels vorhandener Zeit noch darauf warteten in die Realität umgesetzt zu werden.

Es fühlte sich zu Beginn somit nicht wesentlich anders an als mein Alltag bisher. Ich stand früh auf, arbeitete tagsüber am PC/Handy und unterrichtete abends meine Yogastunden. Der einzige Unterschied war natürlich, dass ich nun zu Hause war und auch im Gammellook arbeiten konnte (okay, hab ich in der Arbeit früher auch ab und zu) und dass ich mich 24/7 auf meine eigenen Projekte konzentrieren konnte.

Auch bei meiner Tätigkeit hat sich nicht großartig im Vergleich zu dem was ich bis dahin ohnehin schon gemacht hatte geändert, außer dass sich wie gesagt das Pensum erhöht hat und ich mich auch wieder neuen Projekten widmen kann.

Kein geregeltes Gehalt mehr – kein angenehmes Gefühl

Daran, dass ich nun kein geregeltes Einkommen mehr habe und keinen fixen Betrag mehr jedes Monat auf mein Konto überwiesen bekomme, muss ich mich erst gewöhnen. Wobei keine Ahnung ob ich das je werde. Ich mag den Gedanken daran nicht, er macht mir Angst und das führt momentan dazu, dass ich jede Ausgabe penibel genau abwäge und versuche so viel zu hamstern wie möglich, um auch für Zeiten, in denen ich vielleicht mal keine Einkünfte habe, vorzusorgen.

Selbst und ständig

Ich habe diese Worte lange nicht verstanden, kann sie mittlerweile aber sehr gut nachvollziehen. Einen Job zu haben, bei dem man seine Leidenschaften ausleben kann ist wunderschön und das größte Geschenk, das ich mir vorstellen kann ABER ich arbeite auch wenn ich nicht arbeite eigentlich permanent. Abschalten fallt mir schwerer denn je und auch in meiner Freizeit, die sich übrigens bis jetzt noch nicht herauskristallisiert hat weil Arbeitszeiten habe ich ja nun keine mehr, bin ich in Gedanken fortwährend bei der „Arbeit“, bilde mich weiter oder überlege mir neue Ideen.

Vielleicht ist es jetzt aber auch so, dass ich einfach keine Freizeit mehr brauche, denn früher habe ich das was ich jetzt Arbeit nenne schließlich in meiner Freizeit getan. Keine Ahnung und wahrscheinlich nicht so leicht zu verstehen. Brainfart – sorry. Aber ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.

Keine Routine zu haben ist Fluch und Segen zu gleich

Früher hatte ich meinen fixen Tagesablauf, jetzt könnte ich eigentlich arbeiten wann und wo ich will und muss mich dabei an keine Strukturen halten. Das ist auf der einen Seite genau das was ich immer wollte, auf der anderen stresst es mich aber auch und ich versuche mir krampfhaft eine Routine zu behalten/zu erschaffen, um auch produktiv zu sein. Hier muss ich wohl noch den für mich richtigen Mix auf Gewohnheit und Spontanität für meinen Tag finden.

Likes & Dislikes

Kurz zusammengefasst meine Likes & Dislikes am Dasein als neue Selbstständige.

Likes

  • Keiner sagt mir was ich zu tun habe
  • Ich kann mir meinen Tag und meine Zeit frei einteilen
  • Ich kann das meine Arbeit nennen was ich liebe
  • Ich bin unabhängig und selbstbestimmt
  • Meine Zukunft ist ungewiss (auf der einen Seite aufregend und spannend…)

Dislikes

  • Kein geregeltes Gehalt
  • Ich weiß nicht wie es mir gelingt abzuschalten
  • Ich bin noch auf der Suche nach meiner Routine
  • Ich bin selbst ein größerer Kritiker als es meine Chefs alle zusammen je waren
  • Meine Zukunft ist ungewiss (….auf der anderen Seite auch beängstigend)

Resümee

Trotz aller Unsicherheiten und Zweifel habe ich es bis jetzt noch kein einziges Mal bereut diesen Schritt gewagt zu haben und glaube dass es die richtige Entscheidung war und ich am richtigen Weg bin. Ich bin unfassbar gespannt auf das was kommt und darauf wohin sich alles entwickeln wird.

Seid ihr vielleicht auch selbstständig oder am Weg dorthin? Wie ist/war das bei euch? Ich freue mich auf Austausch.

 

3 Comments

  • Ich bin auch seit Jänner selbstständig & genieße es vor allem im Sommer, wenn’s draußen warm ist, und man sich seine Zeit selbst einteilen kann, sehr.
    Die fehlende Struktur misse ich aber sehr, da ich nicht gerade die disziplinierteste Person bin & dann immer wieder mit geringer Produktivität zu kämpfen habe. Vor allem wenn du alleine von zuhause aus arbeitest. Das ist wie während dem Studium, wo man dann alles mögliche andere findet, was man machen kann. Und das Vorankommen leidet darunter. Also im Moment bin ich nicht ganz happy damit, aber ich hoffe, das ändert sich bald auch wieder.

    • Liebe Susanna, ja mich erinnert es auch total ans Studieren. Echt lustig. Aber ich glaub da geht es uns alles ähnlich und ich bin mir sicher, dass du auch super produktiv bist und es dir nur so vorkommt. Versuch doch mal rückblickend zu betrachten, was du in den letzten Monaten geschafft hast, das ist bestimmt einiges :)
      Alles Liebe
      Julia

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