marrakech souks

1 Year Yoga & Juliet

Ich kann mich noch gut an den Moment im Sommer erinnern an dem ich mich dazu entschlossen habe Yoga & Juliet ins Leben zu rufen. Nach meiner Rückkehr nach Wien war klar, dass ich wieder zu arbeiten beginnen muss. Das tat ich auch, allerdings wollte ich daneben auch etwas Eigenes machen, etwas worin ich voll und ganz aufgehen und meiner Leidenschaft folgen konnte. Deshalb entschied ich, auch wenn es nie meine Intention war, Yoga in Wien zu unterrichten. Ich wollte allerdings nicht nur unterrichten sondern es auch mit meiner Liebe zum Storytelling kombinieren und so entstand die Idee zu Yoga & Juliet. Wobei nicht ganz. Der „Working Title“ war „Om sweet Om“ und meine Güte, bin ich froh, dass es am Ende Yoga & Juliet geworden ist.

Ende August/Anfang September 2016 wurde der Blog mabelicious.com, den ich bis dahin eher lieblos und sporadisch betrieben hatte, schließlich zu Yoga & Julie. Diesmal wollte ich es richtig machen. Von Anfang an hatte ich einen Blogplan und die mir selbst auferlegte Vorlage von 4 Postings wöchentlich. Jeden Montag gab es den #asanamonday und jeden Mittwoch das #wednesdaword. Dazwischen Postings rund um Yoga, Lifestyle & Co.

Ich begann außerdem in Wien meine ersten Yogastunden zu unterrichten. Ich erinnere mich noch an meine erste Stunde am 19.09.2016 als wäre es gestern gewesen. Ich war so nervös. 100 Mal hatte ich die vorbereitete Stunde zu Hause und an Freunden geübt. Würden Leute kommen oder würde ich allein im gemieteten Studio stehen? Ich bereitete kleine Goodiebags und Afteryogasmoothies vor und unterrichtete schließlich meine erste Yogastunde in Wien. Es muss ganz gut funktioniert haben, denn einige Schüler meiner ersten Stunde sind mir bis heute treu geblieben.

Den Herbst über unterrichtete ich einmal wöchentlich im 7. Bezirk in Wien und schrieb am Blog. Mit jeder Woche wurde ich sicherer und erfahrener. Sowohl mein Unterricht als auch der Blog fanden Anklang und ich entschied mich dazu im Sommersemester auch in meiner Heimatstadt Graz im zwei Wochen Abstand zu unterrichten. Im März fand mein erster Kopfstandworkshop statt und ich entschied mich dazu meinen Unterricht in der warmen Jahreszeit auszuweiten. Ich wollte meine zwei Leidenschaften Wasser und Yoga miteinander verbinden und SUP-Yoga in Wien anbieten. Da traf es sich wie die Faust aufs Aug, dass das SUP-Center Wien aufgrund des Umzuges der lieben Audrey nach Australien, auf der Suche nach einer neuen SUP-Yogalehrerin war. Das war mir aber nicht genug und aufgrund meiner Wohnnähe zum Augarten entschied ich mich zuerst dazu einmal und schließlich zwei Mal wöchentlich Yoga im Augarten anzubieten. Man sollte meinen, dass das neben einem 40 Stunden Job reicht. Hm, nöööö…..also entschied ich mich auch noch dazu Rooftop Yoga mit ins Angebot aufzunehmen. Dazu vertrat ich zwischendurch auch noch ein paar liebe Kolleginnen und so kam es im Sommer dazu, dass es Wochen gab, in denen nicht ein einziger Tag ohne Yogaunterricht verging.

Auch Misserfolge waren dabei. Nach einem Besuch in London war ich der festen Überzeugung, dass auch in Wien Yoga im Club zu Elektromusik funktionieren muss. Hat es aber leider nicht und so musste ich die Einheiten wieder absagen. Wien ist wohl noch nicht so weit, aber wenigstens hab ich es versucht und gelernt, dass auch Scheitern dazugehört und es einen nur wachsen lässt und man am Ende stärker aus der Sache hervorgeht.

Auch am Blog entwickelten sich die Dinge langsam aber doch weiter. Meine Leserzahlen stiegen und ich kann im letzte Jahr auf Kooperationen mit: Wanderlust  “We love Yoga” Zalando | Shop Apotheke | Lotuscrafts Fanatic SUPShanti Yogastore Meier’s Weltreisen zurückblicken. Ich hatte Pressererscheinungen im Yoga Journal, der Kronen Zeitung, der Stadtspionin und der Miss. Außerdem war ich auf einigen tollen Events eingeladen und hab sogar selbst ein Bloggerevent organisiert.

Ich habe außerdem wirklich viel gelernt. Insbesondere einen Scheiß auf die Meinung anderer Menschen zu geben. Leute die mich am Anfang belächelt haben, mussten sich nach und nach eingestehen, dass es doch nicht so lächerlich ist was ich tue. Ich bin froh, dass ich den anfänglichen Kränkungen nicht nachgegeben, sondern einfach mein Ding durchgezogen habe. Das werde ich definitiv in jedem anderen Lebensbereich auch in Zukunft tun.

Außerdem musste ich mir irgendwann eingestehen, dass der Tag nur 24 Stunden hat und ich nicht alles machen kann. Ich habe mit 4 Posts pro Woche gestartet. Als sich aber im Frühling meine Yogastunden häuften, musste ich mir eingestehen, dass ich neben einem 40 Stunden Job und dem Unterrichten nicht 4 qualitativ hochwertige Postings pro Woche schreiben kann. Der Blog begann mich zu stressen und die Contenterstellung war nur ein weiterer Punkt auf meiner To-Do Liste. Da der Grund für diesen Blog allerdings meine Liebe zum Schreiben war, die ich schon seit meiner Kindheit da ist, entschloss ich mich nach langem Überlegen dazu im Sommer ein wenig kürzer zu treten. Ich wollte so verhindern, dass eine Leidenschaft zur Pflicht wird und das ist mir gelungen.

Das allerbeste seit der Gründung von Yoga & Juliet ist allerdings, dass ich so viele wunderbare und inspirierende Menschen kennenlernen durfte. Aus Begegnungen und Kommentaren am Blog bzw. auf Instagram ergaben sich wundervolle Bekanntschaften und sogar Freundschaften. Ich war insbesondere vor meiner Reise eher ein Mensch, den neue Bekanntschaft nicht interessiert haben. Erst durch meine Reise bin ich hier offener geworden und habe bemerkt wie wertvoll und bereichernd neue Bekanntschaften sein können.

Die 4 beliebtestens Posts:

Wie wird es mit Yoga & Juliet im zweiten Lebensjahr weitergehen?

Blog:

Ich mache seit geraumer Zeit eine Entwicklung durch. Nachhaltigkeit und Umweltschutz werden zunehmend wichtiger in meinem Leben – das werde ich auch in den Blog einfließen lassen. Ich habe außerdem bemerkt, dass ich kein Fan davon bin sture Anleitungen für Yogaposen zu geben. Storytelling macht mir mehr Spaß. Das werde ich in sämtliche Posts einfließen lassen. Außerdem gibt es auch in Zukunft nur mehr 2-3 Postings pro Woche. Mir ist es einfach wichtig, dass meine Beiträge für euch Mehrwert haben und ich nicht nur schnell etwas dahin schreibe, um irgendwas zu posten. Außerdem merke ich seit meinem kürzer Treten, dass meine Kreativität auf einmal ganz allein wieder sprudelt und ich wieder viel mehr Spaß an der Sache habe.

Unterricht:

Der Beginn des Herbsts bedeutet leider das Ende für meine Outdoor-Yogastunden. Im Herbst werde ich mit Ausnahme von einigen Events und Workshops deshalb nur mehr einmal wöchentlich mein Intense Flow Yoga unterrichten.

Ich möchte mich zum Abschluss dieses Rückblicks bei allen Partnern, PR-Verantwortlichen und Bloggerkolleginnen für das tolle Jahr bedanken. Am meisten danke ich allerdings euch, meinen treuen Lesern, Schülern und Followern, denn ohne euch, könnte ich nicht das tun, was ich tue – Yoga zu unterrichten und darüber zu schreiben.

Leave a Reply