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Yoga abseits der Matte leben Part 1 – die Yamas

Vielleicht habt ihr schon öfter von euren Yogalehrern gehört, dass ihr versuchen sollt Yoga auch abseits der Matte zu leben und euch gefragt wie ihr das denn umsetzen könntet. Darum geht es in meinem heutigen Beitrag. Zwei der Pfade des Yogas in Patanjali’s Yogasutra nennen sich Yamas und Niyamas. Yamas besagen, wie man mit anderen umgehen und Niyamas wie man mit sich selbst umgehen soll. Die Yamas machen heute den Anfang.

Was sind die fünf Yamas?

Und wie soll ich die bitte in meinen Alltag integrieren? Das hab ich mich während meines Yogateachertrainings, bei dem ich das erste Mal davon gehört habe auch gefragt und ich arbeite noch immer an der für mich richtigen Art und Weise sie in meinen Alltag umzusetzen. Deshalb geht es in diesem Beitrag auch um meine persönliche Erfahrung mit den Yamas – nehmt davon einfach mit was euch gefällt und vergesst alles was für euch nicht passt. Ich bin der Meinung, dass hier jeder selbst den für sich richtigen Weg finden muss Yoga abseits der Matte zu leben.

Ahimsa – Gewaltlosigkeit

Seid gewaltlos gegenüber eurem Körper, gegenüber anderen Lebewesen aber auch in Gedanken und Worten – das besagt Ahimsa.

Es bedeutet für mich, mich nicht in Yogaposen zu zwingen für die mein Körper noch nicht bereit ist, was mir als sehr ehrgeiziger Mensch oft schwer fällt.

Gegenüber Menschen körperlich nicht gewalttätig zu werden, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Schwieriger wird es da schon, wenn es um Gewalt in Worten geht. Ab und zu muss man seinem Ärger einfach Luft lassen. Ich versuche zwar mich hier zu mäßigen. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass ich mir selbst Gewalt zufügen würde, wenn ich alles in mich hinein fressen würde. Deshalb gilt es hier für mich ein Gleichgewicht zu finden.

Satya – Wahrhaftigkeit

Seid ehrlich gegenüber euren Mitmenschen.

Ich bin grundsätzlich ein sehr ehrlicher Mensch und kann nur schwer meine Gedanken für mich behalten oder hier etwas vormachen. In gewissen Fällen ist es aber besser nicht die Wahrheit zu sagen, bzw. die Klappe zu halten, um sich selbst nicht zu schaden oder anderen nicht unnötig weh zu tun. Ahimsa und Satya können also kollidieren. Wenn ich die Wahrheit sage, kann es jemanden verletzten. Hier gilt es finde ich abzuwägen. Was wäre der größere Schaden? Die Lüge oder eine Verletzung?

Asteya – Nicht stehlen

Hier geht es nicht nur um „Stehlen“ im wortwörtlichen Sinn. Es geht darum auf dich und nur dich fokussiert zu sein. Schaut nicht zu viel nach links und nach rechts. Sondern geht euren eigenen Weg. Ich für meinen Teil bin meistens sowieso zu sehr damit beschäftigt an meinen Dingen zu arbeiten, um andere Leute für die Dinge die sie haben anzuschmachten. Das Gefühl von Neid ist mir fremd und wenn ich mal auf die Seite schiele, dann um mich inspirieren zu lassen.

I’m too busy working on my own grass, to notice if yours is greener.

Brahmacharyia – Mäßigung

Alkohol, Shopping, Essen – alles okay aber mit Maß und Ziel. ist das Prinzip der Mäßigung. Man muss meiner Meinung nach nicht allen Dingen die Spaß machen abschwören, um diesem Yama zu entsprechen und auch Exzesse müssen hin und wieder sein. Wo bleibt denn sonst der Spaß? Aber eben mit Maß und Ziel. Nach einer durchzechten Nacht kann ja z.B. eine Detox Woche folgen. Balance is the key.

One day you eat salat and go to yoga. The other day you eat cupcakes and refuse to put your pants on. It’s called balance.

Aparigraha – nicht begehren

Puhh die Sache mit dem Haben-Wollen. Kein einfach Thema. Ich habe mich in letzter Zeit stark mit dem Thema Konsum beschäftigt und bin wirklich dabei meinen Konsum und mein „das will ich“ „das brauch ich“ einzuschränken. So einfach ist das allerdings nicht. Auch jetzt im Zuge meines Umzuges versuche ich alles Auszumisten und loszuwerden und erwische mich immer wieder dabei gewisse Dinge horten zu wollen. Dabei kann es so befreiend sein Altlasten wegzuwerfen.

Sooo jetzt hab ich euch also die fünf Yamas vorgestellt. Kanntet ihr sie schon? Versucht ihr sie in euren Alltag zu integrieren? Wie denn?

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