Wildes Sri Lanka udawalawe

Wildes Sri Lanka: Blauwale, Delfine etc.

Wer mich kennt, weiß dass ich ein ziemlicher Tiernarr bin. Babytiere versetzen mich jedes Mal in Entzückensschreie und im Tierpark kann ich mehr Zeit im Streichelzoo verbringen als jedes Kind. Da war es also kein Wunder, dass ich auch während meines Sri Lanka Aufenthalts so viel von der Fauna wie nur möglich mitbekommen wollte. Ich sag nur wildes Sri Lanka!

89 Arten von Säugetieren sind in Sri Lanka beheimatet, wovon 14 Arten endemisch sind. Das ist eine der höchsten biologischen Endemismusraten weltweit.

Das erste was mir ins Auge stach als ich den Reiseführer gekauft hab, waren die Blauwalbesichtigungstouren die es vor der Küste Sri Lankas zu finden gibt. Ihr müsst wissen, Delfine und Wale sind meine absoluten Lieblingstiere und eigentlich hätte ich ja Meeresbiologin werden sollen um jetzt jeden Tag mit einem Schiff aufs Meer zu fahren, um das Verhalten dieser Tiere zu analysieren und sie zu beobachten. Aber zurück zum Thema. Vor der Küste Sri Lankas gibt es eine der höchsten Blauwalkonzentrationen weltweit. Das liegt daran, dass in Sri Lanka so viel Süßwasser ins Meer strömt und unter diesem Gegebenheiten die Leibspeise der sanften Riesen – Plankton am besten gedeiht. Um 6.30 legten wir mit einem großen Boot vom kleinen Badeort Mirissa ab. Die ganze Bootsfahrt über konnte ich natürlich nicht auf meinem Platz sitzen sondern musste mich ganz vorne ans Schiff stellen, um auch ja als erstes einen Blick auf die Giganten zu erhaschen, wenn es denn nun endlich soweit war. Manchmal kann ich schon ein kleines Kind sein. Aber egal. Nach einer gefühlten Ewigkeit tauchten die ersten Delfine neben dem Boot auf. Na hat es sich doch bezahlt gemacht, dass ich direkt an der Reling stand, denn jetzt wollten natürlich auf einmal alle hin, aber ich war in Pole Position. Eine riesige Schule Delfine begleitete uns eine Zeit lang und ich hatte das erste Mal an diesem Tag Pippi in den Augen.

Dann ging es weiter auf Blauwalsuche. Eine gefühlte Ewigkeit nichts und langsam wusste ich schon nicht mehr wie ich stehen sollte. Doch dann das erlösende Worte eines der Einheimischen, der am Schiff arbeitete: „Blue Whale.“ Ich blickte in die Richtung in die er zeigte und konnte in der Ferne sehen wie der Luftstrom nach oben ging. Zweites Mal Pippi in den Augen. Das wars fürs erste aber auch schon wieder und wir suchten weiter. Noch ein paar Mal konnten wir in der Ferne etwas erspähen aber nie für einen längeren Zeitraum. Und dann war es endlich so weit, zwei der sanften Riesen glitten unnah neben dem Boot vor sich hin. Die verhältnismäßig kleine Rückenflosse ragte aus dem Wasser. In regelmäßigen Abständen war der Luftstrom der Wale zu sehen. Drittes Mal Pippi in den Augen. Dann wurden kurz die Schwanzflossen in die Luft gestreckt und abgetaucht. Noch ein paar Mal während dieser Tour konnten wir einen Blick auf die Meeresriesen erhaschen. Mal kürzer, mal länger, mal näher mal weiter weg. Ob es immer die gleichen zwei waren oder mehrere kann ich nicht sagen. Die Größe der Giganten kommt jedenfalls gar nicht so rüber und man kann kaum glauben, dass dieses Tier wirklich 30 Meter lang ist und in seinem geöffneten Mund über 150 Menschen Platz haben sollen.

Ein paar Tage später ging es auf Safari in den Uda Walawa Nationalpark. Wir (zwei total liebe Mädels aus Tschechien und ich) wurden um 3.30 abgeholt damit wir pünktlich zu Sonnenaufgang um 6.00 Uhr im Nationalpark waren. Gut dass ich nur 2 Stunden geschlafen hatte, nachdem es am Vorabend am Strand eine Party gab. Egal, für Leopardensuche war ich immer fit genug. Nachdem ich den ganzen Weg im Auto geschlafen habe, kamen wir pünktlich an. Nach einem kurzen Frühstück am Straßenstand (ich hab mich wohl wirklich schon an Asien gewöhnt, nachdem ich das ohne Bedenken mache) wurden wir noch halb schlaftrunken in unseren Jeep verfrachtet. Spätestens als wir nach 10 (!) Minuten die ersten Elefanten sahen, war ich aber schon wieder putzmunter. Und ratet mal….ja, Pippi in den Augen. Ich Mädchen! Wir kurvten 5 Stunden durch den Park und obwohl ich mittlerweile schon einiges gesehen habe, hat mich das was ich dort zu sehen bekam sprachlos gemacht. Ich fühlte mich wie mitten in einer Folge Universum oder einer National Geographic Dokumentation. Das war wie Disney Land nur 1000 Mal toller. Am meisten beeindruckt hat mich der Moment als wir neben einem See Halt machten. Links von mir das Wasser mit Krokodilen und etlichen Vögeln, die wie es schien in einer friedlichen Symbiose miteinander koexistierten. Ein wenig weiter rechts eine Horde von Büffeln, die sich im Wasser vor der brütenden Hitze und den lästigen Insekten schützten. In der Ferne ein Elefantenbulle der stolz vor sich hin stapfte. Dazu die wundervollsten Vogelgesänge aller Zeiten, gepaart mit der Stille der Natur. Guess what. Pippi again.

Leoparden haben wir zwar keinen gesehen aber seine relativ frischen Fußspuren. Aber das war vollkommen egal, denn so ist die Natur nun mal unberechen- und unplanbar. Ansonsten gab es noch eine Klapperschlange, Echsen, Adler, Tukane, Pelikane, einen Schakal, Rehe und etliche Vögel. Elefanten haben wir en masse gesehen. Irgendwann hab ich aufgehört zu zählen, aber ich schätze es waren zwischen 15 und 20. Zu erwähnen bleibt noch eine eher bedrohliche Begegnung mit einem Männchen. Wir fuhren auf dem Weg entlang als uns auf demselben Weg ein Elefantenbulle entgegen kam. Wir wurden langsamer und hielten an. Als der Bulle keine Anstalten machte auszuweichen sondern immer weiter auf uns zu ging, legte der Fahrer den Rückwärtsgang ein und schob langsam zurück. Wir waren inzwischen mucksmäuschen still geworden. Der Elefantenherr ging jedoch weiter und schien unbeeindruckt. Schließlich entschloss er sich doch dazu auszuweichen und in die Wildnis von Dannen zu ziehen. Mein Herz hat glaub ich trotzdem ziemlich laut geschlagen.

Ich Tierfan bin auf dieser Insel also definitiv voll und Ganz auf meine Kosten gekommen und mir wurde nur wiedereinmal klar, dass nur die Natur Gänsehautmomente bescheren kann, wie es sonst nicht möglich ist. Wildes Sri Lanka!

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