2 Wochen Backpacking Südostasien Route

Endlich komme ich dazu meine genaue Route unseres Backpacking Trips aufzuschreiben. Eingangs muss ich euch jedoch sagen, dass zwei Wochen eigentlich viel zu kurz sind und je mehr Zeit einem zur Verfügung steht, desto besser ist es. Wir hätten genau diese Route auch locker in drei Wochen machen können, dann wäre es teilweise etwas gechillter gewesen und wir hätten die Eindrücke besser auf uns wirken lassen können.

2 Wochen Bachpacking Route Südostasien

1. Bangkok – Koh Tao

Gestartet sind, wo auch sonst, in DER südostasiatischen Metropole schlechthin Bangkok. Nach einem langen Flug mit Zwischenstopp in Doha, hatten wir erst noch ein wenig Zeit bis unsere Reise weiterging. Die haben wir nach dem Maße nehmen für die Hemden meines Freundes, bei einem Essen (Pad Thai) und einer Fußmassage im Backpackermekka der Khao San Road verbracht. Jetzt wo ich das so aufschreibe kommt mir grad, mehr Touri als Pad Thai und Massage gleich nach dem Ankommen geht auch nicht. Egal, aller Anfang ist schwer. Das Essen war schlecht, die Massage auch. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich keine Rückenmassage machen hab lassen. So wie die dort auf mich eingehämmert hat, wäre noch was in meinem Rücken kaputt gegangen.

Unsere Weiterreise hat mit Lomprayah stattgefunden. Die sind wirklich super, man muss sich nämlich nicht um alles extra kümmern, sondern gibt einfach eine Strecke ein, wie in unserem Fall Bangkok-Koh Tao, und der ganze Transport mit Bus und Fähre ist auch schon organisiert. Das Ganze war anfangs etwas chaotisch und das obwohl wir sowieso schon mehr als gaga im Kopf waren. Gefühlte 1000 Backpacker haben in der wuseligen Khao San Road auf ihre Weiterfahrt in der Form von Nachtbusen gewartet. Um Licht in das Chaos zu bringen bekamen wir bunte Aufkleber mit Nummern drauf, die für unser endgültiges Ziel standen. An diesem Abend gingen nämlich nicht nur Verbindungen nach Koh Tao sondern auch nach Koh Samui, Koh Phangan und was weiß ich wohin von der Khao San Road weg. Nach einer gefühlten Ewigkeit saßen wir um 21.00 Uhr in unserem Bus, der zwar etwas abgefuckt aber doch recht komfortabel und vor allem mit viel Beinfreiheit war und hatten ca. 8 Stunden Fahrt nach Chumphon vor uns. Die Fahrt über haben wir vor uns hingedöst, so gut es ging (ich kann in Verkehrsmitteln leider einfach nicht schlafen) und Blödsinn geredet, nachdem unser Kopf nach der schon ewig andauernden Reise wirklich mehr als gaga war. Nach einem Zwischenstopp in „ich weiß nicht wo“ der sehr skurril war, da sie dort eigenartige Sachen zum Essen verkauften, wo man nicht Mal ansatzweise wusste was das sein soll, kamen wir gegen 5.00 Uhr früh in Chumphon an.

Es schüttete in Strömen. Kurz hab ich überlegt ob ich jetzt weinen oder das ganze mit Humor nehmen soll. Immerhin mussten wir noch gut zwei Stunden draußen unter einer wahrlich unzureichenden Überdachung auf die Weiterreise mit der Fähre warten. Ich hab mich dann für den Humor entschieden. So hab ich mir das Paradies zwar nicht vorgestellt gehabt, aber was solls. Pünktlich zur Abfahrt der Fähre hörte der Regen doch noch auf, es wurde langsam hell und ich relaisierte am Steg zur Fähre das erste Mal dass ich scheinbar doch im Paradies angekommen bin. Nach ca. einer Stunde Fahrt mit der Fähre, kamen wir nach geschätzt 38 Reisestunden endlich auf unserer Insel Koh Tao an. Erschöpft aber unendlich glücklich.

Ich hätte mir nicht gedacht, dass die Reise an sich so lustig wird. Wir haben vorher hin und her überlegt ob wir nach Koh Samui fliegen und einfach von dort mit der Fähre weiterfahren sollen. Da uns das ganze aber ungefähr 300 Euro mehr gekostet hätte, haben wir uns für den Nachtbus entschieden. Ich würde es immer wieder machen. Es war wirklich ein lustiges Erlebnis.

2. Koh Tao – Khao Sok National Park

Nach 5 wunderschönen Tagen auf unserer Insel hieß es Abschied nehmen und ab in den Dschungel. Pünktlich um 6.00 Uhr früh legte unsere Fähre von Koh Tao ab. Unser Hotel war so freundlich uns einen kostenlosen Transport zum Hafen zu engagieren. Etwas wehmütig fuhren wir einem wunderschönen Sonnenaufgang entgegen. Die ganze Reise haben wir wieder über Lomprayah gebucht. Anders wäre es nämlich echt kompliziert gewesen in den Khao Sok National Park zu kommen. Die Fahrt dauerte diesmal ungefähr 3 Stunden. Da wir Zwischenstopps in Koh Samui und Koh Phangan machten. Nach drei Stunden erreichten wir schließlich Surat Thani. Auch diesmal waren wir wieder mit farbigen Stickern gekennzeichnet. Das ganze Prozedere war uns ja schon bestens bekannt. Schnell fanden wir den richtigen Bus und fuhren auch schon los. Nach ungefähr einer Stunden stoppten wir. Kannten wir auch schon. Unsere Vermutung ist ja, dass die Busunternehmen mit gewissen Raststationen irgendwelche Abkommen haben und uns ahnungslose Touristen deshalb immer unnötigerweise für eine halbe Stunde oder länger bei diesen abstellen, damit wir nur ja schön konsumieren. Nach diesem Stopp ging es aber nicht mit dem großen Bus weiter sondern mit kleinen Mini Vans. Schnell war klar: zu viele Leute für zu wenig Mini Vans. In Thailand macht sowas aber nichts, da wird eben geschlichtet. Ich glaub wir sind zu 15 in einem Mini Van für 10 Leute gesessen, Gepäck inklusive. Es hat gedauert bis alle drin waren, aber es ging. So kann man auch Geld sparen. Mein Freund und ich saßen neben dem Fahrer. Für meine kurzen Beine war das ok…für meinen Freund eher ungemütlich. Aber hey, Backpacker machen sowas doch easy. Um ca. 14.00 Uhr kamen wir schließlich endlich bei unserem Hotel im Khao Sok National Park an.

3. Khao Sok National Park – Phuket

Das war der einzige Transport um den ich mich nicht bereits vorab gekümmert hab. Hätte auch nichts gebracht, denn vom Nationalpark nach Phuket gibt es eigentlich keine Transportmöglichkeit außer den Regionalbus, der ungefähr 6-8 Stunden braucht, wenn er überhaupt fährt. Thai-Mafia meinte die Rezeptionistin von unserem Hotel. Aha. Lucky us, haben wir einen Tag vor unserer Abreise ein total süßes schwules holländisches Pärchen kennen gelernt, die auch nach Phuket gefahren sind. Keine Spur von Backpacking, denn die hatten bereits vorab aus Holland private Mini Vans organisiert, die sie abholten wenn sie es wollten. In einem Mini Van von derselben Größe wie beim letzte Transport, fuhren wir also schließlich in ca. 3 Stunden super komfortabel nach Phuket. Und das auch nocht umsonst. Nur das Trinkgeld für den Fahrer ging auf uns.

4. Phuket – Siem Reap

In Phuket blieben wir Gott sei Dank nur für eine Nacht und das auch nur weils einfach nicht anders ging. Angekommen in Patong Beach…erstmal Kulturschock….der erste auf der gesamten Reise. Wir haben noch nie eine fürchterlicheren Ort gesehen. Das war also das klischeehafte Thailand. Naja die Vorurteile kommen ja nicht von ungefähr. Wir haben dort nur schnell mein Tattoo stechen lassen und sind auch schon wieder weg, zu unserem Hotel direkt am Flughafen, da unser Flug am nächsten Tag sehr früh gehen sollte. Von Phuket nach Siem Reap flogen wir mit Air Asia, einer asiatischen Billigfluglinie vergleichbar mit Ryan Air. In Siem Reap angekommen muss man erst Mal zum Visa on Arrival Schalter. Achtung: Passbild mitnehmen! Das Visa kostet 30 Dollar und man hat einen schönen Sticker in seinem Pass.

5. Siem Reap – Bangkok

Von Siem Reap nach Bangkok ging es wieder mit Air Asia. Der Flug dauerte ca. 1 Stunde und war wieder rundum vollkommen in Ordnung. In Bangkok angekommen wollten wir nicht wieder den selben Fehler machen, wie bei unserer ersten Ankunft. Wir sind da nämlich gleich zu den Taxis vom Taxistand gegangen, die einem zum Pauschalpreis in die Stadt bringen. Dieser Pauschalpreis ist aber viel zu hoch und wenn man mit Taxometer fährt kommt es einem wesentlich billiger. Hätte ich den Reiseführer nur besser gelesen. Aber kann ja auch keiner damit rechnen, dass der offizielle (!) Flughafentaxistand einen abzocken will. Nach den zwei Wochen wissen wir aber, dass alle Thailänder das zuerst einmal versuchen. Es hat aber letztendlich keine Rollte gespielt, dass wir auf den Taxometer bestanden haben, denn der Taxifahrer ist dafür Umwege gefahren und das obwohl mein Freund nebenbei auf die Route zum Hotel geschaut hat und ihn mehrmals (!) darauf hingewiesen hat, dass das der falsche Weg ist. Naja so kanns einem gehen.

Das war also unsere Route. Ich kann sie jedenfalls weiter empfehlen. Es ist von allem ein bisschen was dabei: Stadt, Strand, Natur, Kultur. Genau so wie wir es mögen. Das einzige was ich im Nachhinein eventuell anders machen würde ist, die Route einfach verkehrt rum zu machen und zum Abschluss auf Koh Tao zu entspannen.

2 Wochen Backpacking Südostasien Route 1

2 Wochen Backpacking Südostasien Route 2

2 Wochen Backpacking Südostasien Route 3

2 Wochen Backpacking Südostasien Route 4

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