Nachdem mein letzter Post der Hotel Review meines Hotels im Khao Sok National Park war, möchte ich gleich beim Thema bleiben und euch von den Aktivitäten dort erzählen.
- Elefanten Reiten/Baden
Beim Thema Elefanten war ich anfangs etwas skeptisch. Zu oft hab ich negative Artikel und Berichte über die Ausbeutung der süßen Dickhäuter, insbesondere auch für die Tourismusindustrie gelesen. Ein Ritt auf einem Elefanten, der den ganzen Tag nichts anderes tut als Touristen durch die Gegend zu schleppen und nicht artgerecht gehalten wird, kam mir sicher nicht in die Tüte. Als wir in unserem Hotel ankamen und die Tour-Package Liste durchlasen, wurde ich aufeine Elephant-Experience aufmerksam, die sich einer nachhaltigen und artgerechten Elefantenhaltung verschrieben hat. Ich war gleich total begeistert und wir haben die Elephant-Experience noch am selben Tag gemacht. Bereits bei der Ankunft hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Außer uns waren keine Touristen dort, das Gelände war riesig und die Elefanten waren auf einem schönen Unterstellplatz untergebracht. Unser Elefant hat schon auf uns und den Ritt gewartet. Ich durfte vorne am Hals und mein Freund hinten im Sattel sitzen. Der Ritt dauert nur 20 Minuten, um den Elefant nicht zu überanstrengen. Aber das reicht auch, der Elefant hat nämlich solche Borsten auf seiner Haut, dass meine Oberschenken danach ganz wund gescheuert waren.Während dem Ritt wird man vom Mammut (so heißen die Besitzer der Elefanten) zu Fuß begleitet, der schaut, dass das Tier nicht auf blöde Gedanken kommt. Danach hat man noch die Möglichkeit den Elefant mit Bambus zu füttern, was ich natürlich auch machen musste. Ziemlich gierig war der Gute. Anschließend geht man mit einem kleineren Elefanten und dessen Mammut zum im Gelände liegenden Fluss um den Elefant zu baden. Unserer hatte nicht so wirklich Bock drauf. Plötzlich hat er sich vom Mammut losgerissen und ist mit seinem dicken Hintern wackelnd in den Dschungel gelaufen. Der Mammut natürlich schreiend hinter ihm nach, während wir uns vor Lachen nicht mehr halten konnten. Nach ca. 10 Minuten hat der Elefant es sich wohl wieder anders überlegt und ist zu uns zurück getrottet, dahinter der vollkommen erschöpfte Mammut. Wir haben noch immer gelacht. Ich bin dann zuerst mit dem Elefant ins Wasser gegangen. Brrrrr das war echt kalt und ziemlich reißerisch. Hätte mich der Mammut nicht gehalten, hätte es mich doch glatt mitgerissen. Ich hab dann mehr oder weniger den Elefanten gewaschen, wobei ich ihn glaub ich eher mit Wasser überschüttet und mit der Bürste gestreichelt hab. Ich bezweifel nämlich, dass meine sanften Bürstenstriche ihn wirklich sauber gemacht haben. Nach mir kam mein Freund dran. Dann war auch schon wieder alles vorbei, wir kauften uns noch ein kitschiges fürchterlich touristisches Foto (Freund und ich grinsend auf Elefant) und sind strahlend wieder zurück ins Hotel gefahren. Gekostet hat das ganze 1.200,00 Baht. Es war wirklich ein tolles Erlebnis, dass ich jederzeit wiederholen würde, aber nur bei einem Elefantencamp mit einer derartigen Haltung.
2. Wandern mit einem Local
Ebenfalls in unserem Hotel haben wir eine halbtägige Wanderung mit einem Einheimischen durch den Khao Sok National Park gebucht. Wir dachten uns, so sehen wir bestimmt mehr als wenn wir auf eigene Faust losziehen, außerdem hatte ich doch ein bisschen Respekt vor dem ganzen Getier das dort lebt. Ham….das war der Name unseres Locals, der uns den Dschungel gezeigt hat. Es war jedenfalls eine gute Entscheidung nicht allein los zu marschieren. So hatten wir die Gelegenheit abseits der Pfade den Dschungel zu erkunden. Ham hat uns auch wirklich viel interessante Dinge über Flora und Fauna erzählt und obendrein zwei total süße Espresso-Mugs aus Bambus mit dazu passendem Löffel geschnitzt. Der riesige Bambus und die gesamte Vegetation waren wirklich beeindruckend und ich war sogar so mutig von einem Felsen in einen Bach zu springen. Aber jetzt zum Wichtigsten, natürlich haben wir auf unserer Wanderung auch Tiere gesehen. Zum einen einen riesigen Waran, auf den uns unsere Guide mit dem Wort „Lizard“ aufmerksam gemacht hat. Ja klar, ziemlich große Eidechse. Gut dass ich erst im Nachhinein gelesen hab, dass die Dinger so viele Bakterien auf der Zunge haben, dass du stirbst, wenn sie einen beißen, es sei denn man kommt rechtzeitig dazu sich den entsprechenden Körperteil zu amputieren. Aber der hatte e mehr Angst vor uns als wir vor ihm und hat sich schnell aus dem Staub gemacht, als wir uns genähert haben. Außerdem haben wir noch die Schwanzspitze einer schwarzen Schlange gesehen, die vor uns ins Dickicht abgetaucht ist. Ich glaube ja es war eine schwarze Mamba. Total giftig und gefährlich und so. Aber, jetzt kommts, wir haben Affen gesehen. Ich denke die erste Frage, die ich Ham gestellt hab, war ob wir Affen sehen. Woraufhin er meinte, eher nicht, da man leider nur mehr selten Affen zu Gesicht bekommt. Ich hab mir aber so fest vorgenommen welche zu sehen und auch die ganze Wanderung Ausschau danach gehalten, dass wir dann wirklich auf eine Affenfamilie gestoßen sind. Ich sags euch, die waren soooo süß. Das lustige war, dass sogar die einheimischen Guides stehen geblieben sind um Fotos zu machen weil man eben nicht sehr oft welche sieht. Wir sind sicher eine halbe Stunde dort gestanden haben etliche Fotos gemacht und die süßen Dinger beobachtet.
Gekostet hat das ganze 500 Baht. Ein wenig frech ist der Preisunterschied für den Eintritt in den Nationalpark zwischen Touristen und Einheimischen (300,00 Baht für Touristen und 40,00 für Locals). Aber es liegt wohl in der Natur der Thailänder uns Touristen abzuzocken wo es nur geht.
3. Stausee (Chiao-Lan-See) erkunden
Auch diesen ganztägigen Ausflug haben mir im Hotel gebucht. Der Stausee liegt ca. eine Stunde entfernt von den ganzen Nationalparkhotels und man wird mit einem Auto hingebracht und wieder abgeholt. Zuerst gibt es eine ca. ein stündige Fahrt mit einem Longtailboot durch den See. Der See hat wirklich so ein sagenhaftes emeraldgrün, dass es schon fast surreal ist. Aus dem See ragen die beeindruckendsten Kalksteinfelsen und Felsformationen, die ich je gesehen habe. Die können es eindeutig mit denen in Koh Pipi oder Krabi aufnehmen. Nach der Bootsfahrt gelangt man zu einem schwimmenden Dorf, das auf Stegen ins Wasser gebaut ist. Es gibt auch die Möglichkeit einen Ausflug mit Übernachtung in diesen schwimmenden Dörfern zu buchen, wobei ich froh bin, dass nicht gemacht zu haben, weil ich mir gar nicht vorstellen will was es dort erst für Tiere gegeben hat. Im schwimmenden Dorf wird einem Mittagessen serviert und man hat die Möglichkeit zu schwimmen oder Kanu zu fahren. Natürlich hab ich mir gleich eines der Kanus geschnappt um dann feststellen zu müssen, dass ich das noch nie zuvor gemacht habe und zuerst nicht einmal wusste wie man paddelt. Es hat dann aber schlussendlich funktioniert und ich habs geschafft mich vorwärst zu bewegen. Ich hab dann wieder beschlossen, mich auf die Suche nach Affen zu machen und bin mit meinem Freund ganz nah neben dem Ufer gefahren um nach Affen Ausschau zu halten. Wir haben auch wirklich welche gesehen. Andere als am Tag davor, mit total süßen weißen Bärten und Babys. Die haben uns dann natürlich wieder eine Zeit lang in ihren Bann gezogen. Nach dem Essen ging es auf zu einer Wanderung mit einem Guide. Die Wanderung hatte es in sich. Wir sind teilweise durch hüfthohes und strömendes Wasser gewartet. Nachdem ich bei meinem Freund einen Blutegel am Fuß entdeckt hab, hab ich mir kurzzeitig gedacht ich streike jetzt und lass mich vom Guide auf den Schultern zurück tragen. Ich war dann aber doch tapfer und bin selber bis zum Ende gegangen, naße Schuhe und Shorts inklusive. Wir waren eine Gruppe von 6 Leuten und ich glaub jeden hat es ungefähr zwei Mal im Gatsch auf die Fresse gehauen. Im Nachhinein wars aber wirklich lustig. Auch der Blutegel.
Gekostet hat der Ausflug 1.400,00 Baht und ich würde ihn auf jeden Fall wieder machen.
4. Pawns Restaurant
So groß ist die Auswahl an Restaurants im Khao Sok Nationalpark nicht. Ich glaube aber, dass wir das beste gefunden haben, nämlich Pawns Restaurant. Pawn selbst ist total süß und hat ihre gute Trip Advisor Bewertung sogar in ihrer Speisekarte untergebracht. Wir haben in Summe gleich drei Mal bei ihr gegessen weil es uns so geschmeckt hat. Besonders lustig war der Abend, an dem mein Freund die thailändische Vertreterveranstaltung sabotiert hat. Wir sind beim Essen gesessen, als Vertreter in sehr geschmackvollen türkisen (!) Hemden gekommen sind um Pawn irgendwelche unnützen Putzprodukte und Öfen, a la Teleshopping anzudrehen. Mein Freund hat sich nach ein paar Bier dazu gesetzt und einfach seinen Senf dazu gegeben. War wirklich lustig und hat mit Selfies von ihm und den thailändischen Vertretern geendet.
Die Socken hab ich wegen den Blutegeln so hoch rauf gezogen. Schaut ja total bescheuert aus.













Ein Traum, ich liebe einfach Elefanten!! Sieht nach einem richtig tollen Erlebnis aus!
xx
Anna
LITTLEFASHIONFOX.net
Hallo Anna!
Ja Elefanten sind einfach sooo knuffige Dinger. Ich lieb sie auch und es war wirklich ein einmaliges Erlebnis, mit Wiederholungsbedarf :)
Alles Liebe
Jules
Wandern mit einem Local würde bei mir ganz oben auf der To Do Liste stehen :)
Toller Post. Ich kriege Fernweh obwohl ich in Hong Kong bin ;) Mehr davon!!!
Liebe Gruß,
Martin
look-scout.de
Hallo Martin!
Ja das solltest du unbedingt ausprobieren. Man sieht einfach viel mehr als wenn man auf eigene Faust loszieht. :)
Alles Liebe Jules
Hallo liebe Jules,
danke nochmal für Deinen Kommentar auf meinem Blog und deine liebe Nachricht.
Ich habe mir gerade die Zeit genommen, etwas auf Deinem Blog zu stöbern – WOW!
Du hast mich auf ganz neue Ideen für meine Reiseroute gebracht – Elefantencamp vor allem :)
Ich hoffe Du geniesst die Zeit bis deine SOA Reise im Alleingang startet.
Ganz liebe lila Grüße,
Lea
Hallo Lea!
Danke für dein liebes Kommentar. Also den Khao Sok Nationalpark kann ich dir wirklich empfehlen, hatten drei soooo wunderschöne Tage dort.
Ja kanns kaum mehr erwarten bis es endlich losgeht, aber Vorfreude ist ja die schönste Freude :)
Werde deinen Trip und deinen Blog auch jedenfalls weiter verfolgen :) Ist immer toll von Gleichgesinnten zu lesen.
Alles Liebe
Jules
Tolle Bilder!
Elefanten sind so tolle Tiere, ich kann es auch nicht ertragen sie leiden zu sehen.
In Thailand habe ich leider anderen Erfahrungen gemacht. Die Elefanten gingen hintereinander , mit Ketten an den Füßen und mit Touristen auf dem Rücken ihre Touristrecke ab und das Stunden um Stunde. Die Armen sahn total krank und matt aus. Ich musste auch sofort heulen.
Habe den Besitzern natürlich kein Geld gegeben – Für ein Foto !!! Und auch so nicht. Ich wollte das nicht unterstützen.
Schön, dass du bessere Erfahrungen gesammelt hast .
Liebe Grüße.