Da weder mein Freund noch ich je zuvor in einem echten Dschungel waren und wir beide total gerne wandern gehen und Zeit in der Natur verbringen, haben wir uns dazu entschieden während unserer Reise drei Tage in einem Nationalpark zu verbringen. Das Hotel während unseres Aufenthaltes im Khao Sok National Park war das Khao Sok Paradise Resort….definitv ein weiteres Highlight auf unserer Reise.
Location:
Das Khao Sok Paradise Resort liegt an der Hauptstraße, die zum Nationalpark führt. Mehr als diese Hauptstraße, auf der sich Hotels, kleine Mini-Markets und ein paar Restaurants befinden gibt es dort auch wirklich nicht. Ab 21.00 Uhr kann man eigentlich schlafen gehen und wer auf der Suche nach Bars oder Night Life ist, ist im Khao Sok Nationalpark falsch. Zu Fuß erreicht man den Eingang zum Nationalpark in etwa einer Viertel Stunde. Das Khao Sok Paradise Resort ist also ein idealer Ausgangspunkt um den Park zu erkunden.
Hotel Grounds:
Das Khao Sok Paradise Resort befindet sich mitten im Dschungel und ist auch entsprechend in diesen integriert. Das Areal ist weitläufig und man wohnt jeweils in kleinen eigenen Bungalows. Die Rezeption und der Restaurantbereich sind lediglich überdacht und ohne Wände. Direkt an den Restaurantbereich anschließend befindet sich eine super gemütliche Lounge mit Sitzgelegenheiten zum Chillen und Dschungelgeräusche genießen.
Aber nicht nur die Geräusche des Dschungels auch die darin lebenden Tiere sind auch auf dem Hotelgelände allgegenwärtig. Ich glaube es ist keine Stunde vergangen, in der nicht irgendwo eine Eidechse herum gelaufen ist oder ich mich vor einer Spinne erschrocken habe. Übrigens weiß man, dass man schon zu lange im Dschungel ist, wenn einen die Eidechse, die einem am Klo über den Weg läuft, nicht mal mehr im Entferntesten erschreckt. In der Nacht kann es schon mal vorkommen, dass eine Horde Affen auf dem Dach von deinem Bungalow ihren Spaß hat und in der Früh sind wir von den fünf hoteleigenen Truthähnen geweckt worden, die stets dicht zusammen gedrängt am Hotelgelände herumgelaufen sind.
Das tierische Highlight waren aber jedenfalls die drei, am Ende unseres Aufenthalts vier hoteleigenen Katzen. Aber von Anfang an: Die Rezeptionistin, eine total nette Schottin, ist ziemlich tierlieb. Drei Katzen: Tiger, Hunter und den Namen der dritten habe ich leider vergessen, waren also ständig im Bereich der Rezeption und des Restaurants unterwegs. Sie haben sich zu uns gelegt als wir in der Lounge gechillt haben und sind auch schon mal während des Essens auf unseren Tisch gesprungen. Hatten also Narrenfreiheit. Ab dem zweiten Tag unseres Aufenthalts war auch eine vierte Katze dabei…..ich hab ihn liebevoll Felix getauft. Das Hotelpersonal hat den kleinen Racker, der maximal drei Wochen alt war, alleine und total ausgehungert vorgefunden. Ich, mit meiner riesigen Tierliebe, hatte daher nur mehr eine Mission: Felix zu retten. Anfangs etwas überfordert mit dem kleinen Ding, dass eigentlich bei seiner Mutter Milch trinken sollte, dachte ich mir, ich könnte ja mal ausprobieren ob der Kleine vielleicht schon feste Nahrung zu sich nimmt. Also bin ich schnell in den Market um Katzenfutter zu besorgen und siehe da, klein Felix hatte enormen Hunger und hat gleich so richtig reingehauen. Leider mussten wir am nächsten Tag schon wieder fahren. Mein Freund und ich haben uns schon Gedanken darüber gemacht, wie wir den Kleinen am besten mitnehmen können. Wenn wir uns dick anziehen und in die Jacke stecken wird es bei der Sicherheitskontrolle wohl nicht auffallen. Metallisch ist er ja nicht, also wird der Detektor auch nicht piepsen, dachten wir uns. Wieder zur Vernunft gekommen, hab ich mich dann doch dazu entschieden, dem Hotelpersonal lieber wiederholt genauste Anweisungen zu geben, wie sie Felix zu versorgen haben, damit er überlebt, ehe ich schweren Herzens und mit Tränen in den Augen Abschied von Felix nehmen musste. Aber: Ihr glaubt es nicht, er hat überlebt, obwohl es echt nicht gut ausgeschaut hat und ich ehrlich gesagt nicht daran geglaubt habe. Erst kürzlich hat das Khao Sok Paradise Resort Fotos auf Facebook von ihm gepostet und er sieht prächtig aus. Als ich die gesehen hab, war ich so happy, dass ich gleich wieder eine Träne vergießen musste. Felix heißt er übrigens immer noch. Aber jetzt wieder zum Hotel, ich bin wohl etwas abgeschweift.
Rooms:
Auch unter diesem Punkt hab ich euch viel zu erzählen. Es gibt Tree Houses, die auf Stelzen etwas höher gelegen sind und Jungle Houses. Ursprünglich hab ich das Jungle House Bamboo Hut gebucht. Eine kleine schnuckelige Bambus Hütte, mit vorgelagerter Terrasse mit gemütlichen Sitzpölstern. Im Zimmer befindet sich nichts außer ein schönes Bett mit Moskitonetz und ein kleiner Fernseher. Das Zimmer ist gerade mal so groß, dass das Bett rein passt. Das Badezimmer ist Outdoor und man kann mitten im Dschungel duschen und pinkeln während man den Dschungelgeräuschen lauscht. Wow dachte ich mir, als ich nach der Ankunft mein erstes Bier auf der Terrasse trank, dass ist wohl das romantischte Hotelzimmer in dem ich je war. Aufeinmal sah ich etwas im Augenwinkel um dann etwas erschrocken festzustellen, dass es nur ein kleiner brauner Frosch war. Na gut, hab ich mir gedacht, macht ja nichts weiter. Aber dann sind unter dem Kissen, auf dem ich zuvor noch gesessen bin, auf einmal mehrere Frösche raus gehüpft und ich habs nicht mehr ganz so lustig gefunden.
Nach dem ersten Abendessen sind wir im Dunkeln zurück ins Zimmer gekommen. Beim Aufschließen der Türe dachte ich mir noch, dass ein Outdoor-Bad vielleicht nicht das Beste ist wenn man nachts aufs Klo muss und dann vielleicht eine Schlange übersieht, die dort ihre Nachtruhe hält. Ich hab versucht den Gedanken wieder zu verdrängen und bin also ins Badezimmer gegangen, dass soweit ich sehen konnte schlangenfrei war. Ich hab mir natürlich mit der Taschenlampe meines Handys geleuchtet, da das Licht doch recht dürftig war. Als ich ins Zimmer zurück ging und die Badezimmertür wieder schloss, habe ich den Fehler gemacht und das Zimmer etwas genauer mit dem Handy ausgeleuchtet. Auf einmal starrten mich, ca 10 cm neben der Türklinge, die ich eben erst angegriffen hatte, zwei funkelnde Augen an: eine riesige Spinne. Na, meinen Schrei könnt ihr euch vorstellen. In meiner Panik hab ich meinen Freund damit beauftragt zur Rezeption zu gehen und ein anderes Zimmer zu verlangen. Mir selbst wäre das ja auch echt zu peinlich gewesen. Angsterfüllt hab ich seine Rückkehr erwarten und bin ihm um den Hals gefallen, als er mir mitteilte, dass wir ein neues Zimmer – mit betonierten Wänden und Indoor-Badezimmer — bekommen. Das Gelächter des Personals als ich am nächsten Morgen zur Rezeption kam, könnt ihr euch vorstellen.
Das zweite Zimmer, ein Bungalow, war dann mehr oder weniger tierfrei. Klar gab es Insekten und Eidechsen, aber das ist vollkommen okay im Dschungel. Dort hab ich mich dann auch echt wohl gefühlt. Die Einrichtung war in Naturmaterialien und Brauntönen gehalten. Echt schön und total passend für ein Dschungelhotel.
Food:
Das Hotel hat ein Restaurant, in dem man frühstücken und zu Abend essen kann. Beides war durchaus gut, hauptsächlich waren es aber die Atmosphäre und die Katzen, die jedes Essen so besonders gemacht haben. Ach und nicht zu vergessen, das Faible des Personals für Girl-Pop.
Facilities:
Wifi steht am gesamten Gelände zur Verfügung. Ein eigenes Spa oder einen Pool gibt es nicht, aber Massagen wenn man möchte. Das Khao Sok Paradise Resort bietet auch Tour-Packages für den Nationalpark an, von denen wir dreigebucht haben. Mehr dazu aber im ausführlichen Bericht über den Khao Sok Nationalpark selbst. Was das Hotel ausmacht ist aber definitv das freundliche Personal, insbesondere die super liebe schottische Rezeptionistin. Das Service ist großartig und jeder Wunsch wird sofort und zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. Riesen Plus: Wir mussten für unseren Zimmerwechsel keinen Aufpreis zahlen, obwohl das andere Zimmer eigentlich eine Kategorie höher war.
Zusammengefasst ist das Khao Sok Paradise Resort ein großartiges Hotel, das ich jedem empfehlen kann und in das ich unbedingt wieder zurück will. Ich hab mich nicht wie in einem Hotel, sondern wirklich zu Hause gefühlt. Das super Personal und die Katzen sind natürlich das Highlight im Hotel.












Wie cool! Ich habe auch mal im Australischen Dschungel übernachtet. Das ist schon eine echt tolle Erfahrung! Zwar auch nachts ein bisschen unheimlich, aber wenn man sich an jemanden schmiegen kann ist das ja auch kein Problem ;)
Grüße aus NYC,
Sonja von http://www.jointhesunnyside.de