Mein ursprünglicher Plan war es während meiner Sri Lanka Reise für drei Tage komplett auf Laptop, Handy und Co zu verzichten. Social Media Detox pur also. Da ich dann doch mehr gearbeitet habe als geplant, ist sich das leider nicht ausgegangen. Ganz wollte ich meine Idee aber trotzdem nicht begraben und schließlich konnte ich zwei Tage freischaufeln, an denen ich komplett auf Social Media verzichtet habe.
Social Media Detox der Selbstversuch
Diese zwei Tage hab ich im wunderschönen Hochland Sri Lankas, genauer in der entzückenden Bergstadt Ella verbracht. Am ersten Tag wollte ich in der Früh wie gewohnt zum Handy greifen, um mich durch Instagram und Facebook zu scrollen. Kurz bevor es zu spät war, fiel mir wieder ein, dass ja mein Social Media Detox am Programm steht. Leichte Nervosität kam auf und ich ärgerte mich darüber, dass ich mir schon wieder selbst eine Challenge auferlegt hatte. Dann ärgerte ich mich darüber, dass es mich tatsächlich ärgerte und nervös machte in der Früh nicht als erstes stupide Instagrambilder zu durchscrollen. Ich setzte mich zum Frühstück und sprach doch tatsächlich mit den Mädels, die ich auf meiner Reise getroffen hatte, anstatt wie sonst bei jeder Gelegenheit für WLAN ins Handy zu starren. Guter Anfang eigentlich.
Im Laufe des Tages empfand ich es als zunehmend angenehm nicht wie sonst der Sklave meines Handys zu sein. Am späten Vormittag verließen mich die Mädels und ich verbrachte den restlichen Tag allein. Ich dachte immer ich kann nicht entspannen, aber es gelang mir tatsächlich. Ich hab eigentlich nicht viel gemacht. Bin am Pool gelegen, hab gelesen, bin in den Ort spaziert und hab gegessen. All das aber ohne den Drang meine sozialen Medien bei jeder Gelegenheit für WLAN abzudaten. Wirklich sehr angenehm.
Der nächste Tag gestaltete sich sogar noch besser. Um 6.15 weckten mich die ersten Sonnenstrahlen und ohne nur einen Blick auf mein Handy zu werfen schnappte ich meine Yogamatte für eine Morgen Yogasession mit Blick über die Berge. Danach frühstückte ich ausgiebig während ich mein Buch las. Ich fühlte mich sogar noch entspannter als am Vortag. Auch der restliche Tag verlief bis auf wenige Schwächemomente sehr entspannt. Ich besuchte einen Kochkurs und begab mich auf eine vierstündige Wanderung. Danach genehmigte ich mir ein Bier, lauschte dem heranziehenden Gewitter und machte mich daran diesen Blogpost zu schreiben.
Morgen darf ich nun also wieder auf Instagram posten und mich durch Facebook scrollen. Und wisst ihr was, ich glaube ich hab gar nichts verpasst. Ich gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass mich die selben Kaffee und #fwis Bilder wie immer erwarten. Don’t get me wrong. Instagram ist mein Favourit was soziale Medien anbelangt aber ab und zu stresst es mich auch. Das gleiche gilt für Facebook. Nur zu oft versuche ich mich auf eine Tätigkeit zu konzentrieren und ertappe mich nach 10 Minuten doch wieder dabei, wie ich mich zur Ablenkung durch Instagram und Co scrolle. Das fördert weder die Tätigkeit die ich gerade versuche zu machen, noch hilft es mir. Denn es stresst mich oft und ist wie eine Art Drang, dem ich immer wieder nachgebe.
Mein Fazit dieser Auszeit ist, dass es nach anfänglichen Schwierigkeiten einfach nur herrlich und entspannend war. Ich habe nichts verpasst und die Welt dreht sich weiterhin. Die Coffeetablebooks liegen noch immer auf ihre Tischen und das tägliche Frühstück wird nach wie vor perfekt in Szene gesetzt. Ich werde mir in Zukunft öfter solche Auszeiten gönnen und auch sonst versuchen nur mehr zu gewissen Zeiten in sozialen Medien zu sein. Ich hab einfach keine Lust mehr mich so sehr davon vereinnahmen zu lassen.