Nach einer herrlichen Woche an der Südküste Sri Lankas war es Zeit für einen Tapetenwechsel und Sri Lankas Hochland. Ich hätte es zwar gut und gern noch länger am Meer ausgehalten, aber ich wollte ja schließlich auch etwas von der Insel sehen.
Sri Lankas Hochland
Der Ausgangspunkt für meine Erkundungen des Hochlands war das kleine Bergstädtchen Ella. Es ist zwar recht touristisch, das fand ich aber nicht weiter schlimm. Außerdem hatte ich ein Hotel etwas abseits des Zentrums, von dem ich noch dazu die grandioseste Aussicht über den Ella Gap hatte.
Hier oben war es etwas kühler und mein mitgebrachter Pulli und die lange Hose kamen am Abend und in der Früh zum Einsatz. Die Umgebung eignet sich hervorragend, um ein wenig zu entschleunigen. Hier habe ich auch meinen zwei tägigen Social Media Detoxselbstversuch gestartet, von dem ich euch demnächst berichten werde.
Pflichtprogramm ist die Besichtigung einer Teefabrik. Die Engländer haben unzählige Mengen Dschungel abgeholzt, um Platz für Teeplantagen zu bekommen, die mittlerweile allerdings eines der Wahrzeichen Sri Lankas sind. Sri Lanka ist das Land mit dem zweitgrößten Teeexport weltweit und berühmt für seinen Ceylon Tee. Der Besuch einer Teefabrik ist spannend und obwohl ich eher Kaffee- als Teetrinker bin, hab ich etliche Packungen gekauft. Wie viele tatsächlich, wurde mir erst bewusst als ich alles in meinen Rucksack packen musste. Neu war für mich auch, dass grüner und schwarzer Tee aus der selben Pflanze gewonnen werden und der grüne Tee im Gegensatz zum schwarzen nicht dem Fermentierungsprozess unterzogen wird. Ja reisen bildet eben.
Auch wenn es verlockend ist, den ganzen Tag am Pool zu liegen und dem süßen Nichtstun zu fröhnen, sollte man sich dazu aufraffen zumindest eine Wanderung zu unternehmen. Ich hab mich für den Ellas Rock entschieden. Der mit Guide in einer 4-stündigen Wanderung zu bewältigen ist. Die Strecke führt einen über Zuggleise, durch Wälder, über Teefelder und nach dem letzten steilen Anstieg zur Spitze des Ella Rocks, wo man mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt wird.
Spontan hab ich mich nach einem Lunch in der entüzckenden Matey Hut, zu einem Kochkurs bei der reizenden Matey entschieden. Das singhalesische Essen, hat mir zu meiner eigenen Überraschung nämlich erstaunlich gut geschmeckt und da ich schon in Bangkok von einem Kochkurs so begeistert war, wollte ich auch wissen, wie man das Essen auf Sri Lanka zubereitet. Der Kurs dauerte drei Stunden. Ich war die einzige Teilnehmerin und hab somit Privatunterricht genossen. Mit nach Hause genommen hab ich einen übervollen Bauch, tolle singhalesische Rezepte und wie man Kokosmilch selbst zubereiten kann. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, lasst es mich wissen und ich mache einen eigenen Post dazu.
Die abschließende Krönung meines Besuchs des Hochlands war die sieben stündige Zugfahrt von Ella nach Kandy. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus und ich hätte meinen reservierten Sitzplatz eigentlich gar nicht gebraucht, da ich die meiste Zeit damit verbrachte an der offenen (!) Tür zu stehen oder zu sitzen und entweder wie verrückt Fotos zu schießen oder einfach nur die Schönheit der Natur zu bewundern.
Jedem der nach Sri Lanka fährt und eigentlich so wie ich eher ein Strandmensch ist, kann ich nur nahe legen trotzdem ein paar Tage in die Berge zu fahren. Ihr werdet es nicht bereuen versprochen.



































