Meine Top Air BnB in Bali

Es gibt so viele preiswerte und trotzdem geniale Unterkünfte in Bali. Da fiel die Auswahl im Vorfeld der Reise echt schwer. Bis auf eine haben sie auch alle gehalten was sie versprochen haben, deshalb möchte ich sie heute mit euch teilen.

Villa Lua Canggu

Der erste Stopp unserer Reise war Canggu. Die Villendichte ist hier sehr hoch. Wichtig war mir kein Vermögen zu zahlen, aber trotzdem eine instataugliche Unterkunft zu haben. Beides hab ich in der Villa Lua gefunden. Die Villa liegt in einer Seitengasse der Straße, die zum berühmten Batu Balong Beach führt. In ca. 5 Minuten mit dem Moped ist man am Strand. Um eine offene Gemeinschaftküche gruppieren sich drei entzückende Zimmer mit jeweils anschließendem Bad. Hier trifft Minimalismus auf Boho, ganz in weiß – genau so wie ich es gerne hab. Im kleinen Garten ist ein herrlicher Pool umgeben von einer chilligen Loungeecke. Die instataugliche Hängematte darf natürlich nicht fehlen. Wir haben die Gastgeberin zwar während unseres Aufenthalts nie gesehen, sie hat uns aber per Nachricht mit Infos versorgt und wäre sicher verfügbar gewesen, sofern wir Fragen gehabt oder etwas gebraucht hätten. Da ich mich in Canggu aber bereits so gut auskannte, war das nicht notwendig. Die Villa Lua war trotz kleiner Makel für diesen Preis der perfekte Start in unsere Reise.

Top: Lage, Pool, Interior

Flop: Schimmel im Bad, die Eingangstür war immer offen und die Schlüssel für alle drei Zimmer befanden sich in einem Schrank in der offenen Küche

Preis: € 51,00 pro Nacht

Eco Paddy Retreat – Silver Room

Bereits im Vorfeld der Reise wusste ich, dass mich diese Unterkunft herausfordern würde. Mitten in den Reisfeldern von Ubud gelegen. Nur durch einen sogar mit dem Moped nur beschränkt befahrbaren Weg erreichbar. Ohne Klimaanlage. Ohne gemauerte Wände. Ohne gedecktes Dach. Challenge accepted!

Die Unterkunft ist genauso schön und stylish, wie auf den Air BnB Fotos. Im offenen Gemeinschaftsbereich mit Küche und Pool kann gechillt und gegessen werden. Unser Zimmer war im ersten Stock. Richtiges Dach – Fehlanzeige. Es gab zwar ein Strohdach, das hatte allerdings jede Menge Abstand zu den Wänden, sodass so gut wie alles was wollte ins Zimmer krabbeln konnte. Das Badezimmer hatte gleich gar kein Dach und war nach obenhin offen. Als wir das erste Mal unser Zimmer betraten wurden wir gleich von einer großen schwarzen Spinne in Empfang genommen. Nachdem der erste Schock verflogen war, suchte ich das Bett nach weiteren Gästen ab und befestigte das Moskitonetz akribisch genau darum herum. Da ich kein Freund von Spinnen und Schlangen bin, dachte ich kurz daran die Unterkunft zu wechseln. Dabei ärgerte ich mich allerdings gleich über mich selbst. Schließlich hatte ich eine Nacht in Sumatra im Dschungel verbracht – ohne Moskitonetz und würde bald in den Amazonas fahren. Da ist es doch lächerlich wegen einer Spinne ein Theater zu machen. Als wir den Weg zur Unterkunft das erste Mal im Dunkeln zurücklegten, kam mir der Gedanke erneut. Ein ungeübter Mopedfahrer sollte hier nicht fahren. Der Weg war extrem schmal und oft ging es auf der einen Seite steil bergab, während auf der anderen gleichzeitig ein Bachspalt war. Den ganzen Weg konnte man sowieso nicht fahren und wir waren gezwungen das letzte Wegstück zu Fuß zurückzulegen. Am Tag wunderschön, bei Nacht nur mit dem Gedanken an Schlangen in den Reisfeldern möglich. Außerdem sollte die Spinne des ersten Tages nicht unsere letzte sein. Da wir die Reisterrassen bei Sonnenaufgang sehen wollten, hieß es um 5.00 Uhr Tagwache. Nach dem Zähneputzen wollte ich mir im Halbschlaf mein Gesicht abtrocknen. Als ich zum Handtuch griff, bewegte sich dort plötzlich etwas großes, dunkles. Hallo Spinne Nummer 2. Natürlich war ich sofort hellwach. Das Gesicht ließ ich luftrocknen. Nachdem die Spinne nach unserer Rückkehr noch immer auf dem Handtuch saß, ließ ich sie von einem Mitarbeiter entfernen. Und sogar dem fror beim Anblick der Spinne das Lachen auf dem Gesicht ein, das er trug, da er dachte diese Westlerin übertreibt bestimmt schon wieder. Ach Frösche und Gekkos hatten wir auch ein paar im Zimmer. Aber die fand ich süß.

Der Aufenthalt in diesem Air BnB war einzigartig. Ich liebe so spezielle Unterkünfte wie diese und das Leben ganz nah an der Natur ist abgesehen von den Spinnen unfassbar schön. Obwohl ich es nicht gedacht hätte, habe ich hier während unserer Reise am besten geschlafen. Jedem der mit Spinnen, Schlangen etc. ein Problem hat würde ich aber eher davon abraten.

Top: Ruhe, Naturnähe, Pool, einzigartiges Erlebnis

Flop: wenn man mit Dschungelgetier kein Problem hat nichts

Preis: € 22 pro Nacht

Pirate Beach Club Nusa Cengingan

„Simple is best“ stand auf dem Bild über dem Bett unserer winzigen Strandhütte. Mehr als das hat auch nicht hineingepasst. Mit Mühe und Not haben wir es geschafft unsere großen Backpacks jeweils daneben hinzustellen.  „Simple is best“ war also Programm.

Der Pirate Beach Club hat mittlerweile mehrere Depandancen. Auf Gili Trawangan, Flores und eben Nusa Cengingan. Entdeckt hab ich ihn, surprise, surprise, auf Instagram und mich sofort in die kleinen weiß-türkisen Hütten am Meer verliebt. Der Club hat nur ein paar Hütten, die wirklich super tiny sind. Die Badezimmer sind outdoor. Es gibt nur kaltes Wasser aber eine Klimaanlage im Zimmer. Es gibt einen ebenfalls winzigen Pool an dem untertags auch Tagesgäste chillen können, vorausgesetzt es ist Platz, denn Hotelgäste haben natürlich Priorität. Vor jeder Hütte hängt eine Hängematte und cosy Sitzsäcke laden zum entspannen ein.

Top: Lage, Cutness overload

Flop: nur kaltes Wasser, Essen eher mäßig

Preis: ca € 50,00 pro Nacht

Von unserer Unterkunft in Uluwatu waren wir leider sehr enttäuscht. Sie war die teuerste auf der gesamten Reise und hat nicht gehalten was sie versprach. Das einzig gute war die Lage am Bingin Beach. Da ich hier aber nur Empfehlungen aussprechen und nicht über Unterkünft schimpfen möchte, die mir nicht gefallen, werde ich sie auch nicht namentlich erwähnen. Wenn jemand mit dem Gedanken spielt am Bingin Beach zu nächtigen, kann er mir gerne eine Nachricht schreiben, dann verrate ich es auch 🙂

3 Comments

    • Haha ja die Challenge ohne Dach ist wirklich eine Challenge. Man denkt sich zwar, man sollte nicht so zimperlich sein, aber mir fallt es dann doch schwer zu schlafen wenn die nächste Spinne ws nur ein paar Zentimeter von mir entfernt ist. Und bei jedem Griff in den Rucksack muss man damit rechnen, dass einem etwas entgegen krabbelt. Haha…ich bevorzuge geschlossene Räume.
      Alles Liebe
      Julia

  • Mir geht es genauso. Ich habe einmal quasi dachlos in Ubud gewohnt, Da hat es angefangen überall zu kriechen und krabbeln sobald das Licht aus war. Mein Freund musste sich gut um mich kümmern.

    Mein Vermieter meinte mal mit einem Lächeln zu mir „When you live in a city the animals enter your territory, when you live here, you enter their territory. You will get used to it“ Es ist schon viel besser geworden, aber RIesenspinnen oder Kakerlaken gehören immernoch nicht zu meinen Freunden.

Leave a Reply

X
X