Yoga

Gueststory: Yoga for your needs: Warum eine personalisierte Praxis so wichtig ist

Wie du atmest, wie dynamisch deine Asana Sequenz ist, welche Asanas du wählst und die Intention vor und während deiner Praxis beeinflussen den Effekt, den Yoga in dein Leben bringt, erheblich. Erst wenn du das begreifst verstehst du, ob du Yoga so praktizierst wie du es tatsächlich brauchst.

Das Yoga, das du willst

Wenn du deine Yogapraxis vertiefen willst kannst du dich fragen, ob du praktizierst, wie du es brauchst oder wie du es willst. Darin besteht ein erheblicher Unterschied. Du willst den Handstand können, immerhin praktizierst du lange genug. Du willst einen trainierteren Körper, wie es ein Yogi eben so hat. Du willst deine Flexibilität ausreizen. Du willst mehr Tiefe in deinem Leben. Du willst durch dein regelmäßiges Commitment einen Energieschub in deinem Alltag erleben und glücklicher werden. Alles um dich herum soll besser werden: Beziehung, Job, Freundschaften, Selbstwert: Und das so schnell wie möglich. Dafür schwitzt du ja auch ordentlich auf der Yogamatte.

Die Frage, die du dir direkt stellen kannst ist, wieviele dieser Wünsche von deinem Ego stammen. Wenn du deine Yogapraxis über das Asana hinaus vertiefen willst sind egogetriebene Ziele nicht unbedingt förderlich. Darüber hinaus solltest du dir klarmachen, dass die nicht egogetriebenen Ziele nur durch Transformation stattfinden und Arbeit und hunderprozentiges Commitment bedeuten. Die Früchte deiner Praxis sind dafür umso erstrebenswerter.

Das Yoga, das du brauchst

Wenn du denkst, dass sich Yoga immer gut anfühlt, dann hast du dich gettäuscht. Wenn es tatsächlich ein Work-In wird besteht es zuerst daraus, seinen Dämonen ins Gesicht zu blicken, sie anzuerkennen und loszulassen. Das ist die schwerste Arbeit. Danach erst kannst du Prana mit achtsamer Praxis eintreten lassen.

Es gibt nichts schlimmeres als einen ungeerdeten Yogi.

Als ich angefangen habe Yoga zu praktizieren wusste ich nicht welchen energetischen Effekt eine dynamische Yogapraxis hat. Ich habe quasi die Reihenfolge nicht beachtet: Erst erden, tief einblicken, altes loslassen. Dann Prana langsam kennenlernen und kontrolliert einfließen lassen. Dadurch, dass ich direkt dynamisch, mit vielen energetisierenden Rückbeugen und erhitzendem Ujjayi praktiziert habe, hatte ich übermäßige Energie auf einer ungeerdeten Basis. Langfristiges Ergebnis? Es gibt nichts schlimmeres als einen ungeerdeten Yogi, wie mein Yogalehrer immer so schön sagt.

Und so habe ich meine Yogapraxis angepasst, indem ich mich damit beschäftigt habe, was ich tatsächlich brauche. Mein Tipp an dich: Wenn du dich ungeerdet, nervös oder emotional fühlst setze deinen Fokus auf langes Halten der Asanas, verlängerte Ausatmung, viele Vorwärtsbeugen und integriere Meditation in deinen Alltag. Kümmere dich um ein stabiles Fundament, auf der du eine gesunde Yogapraxis aufbauen kannst.

Deine Jasmin von Beyond My Mat

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