Bohol

Ausflug zu den Aguinid Wasserfällen

Durch Zufall bin ich an meinem ersten Tag in Cebu auf die Aguinid Wasserfälle gestoßen. Ich war bereits gegen Mittag in meiner Unterkunft und hatte für den Nachmittag nichts geplant, als mich ein Filipino anquatschte und fragte ob ich nicht einen Ausflug zu den Aguinid Wasserfällen machen möchte. Sicher nicht! War mein erster Gedanke. Ich bin ja nicht total dämlich, steig zu einem fremden Filipino aufs Motorrad und lass mich dann entführen. Als ich dann aber mit zwei deutschen Mädels ins Gespräch kam, die das gleiche gemacht hatten und mir die Betreiber meiner Unterkunft zusicherten, dass der freundliche Filipino der Cousin des Hotelbetreibers ist, hab ich es mir dann doch anders überlegt.
Für 600 Pessos (was ich im Nachhinein jedenfalls runter gehandelt hätte) packte er mich auf sein Motorrad und los ging die einstündige Fahrt zu den Aguinid Wasserfällen.

Zuerst ging es zur Kassa, der Eintritt kostete 40 Pessos, also fast gar nichts und es werden einem zwei Guides zur Verfügung gestellt, die nach freiem Ermessen nach dem Ende der Tour mit einem Trinkgeld bezahlt werden können.

Der Wasserfall ist ein Adventure-Wasserfall und in 5 Levels geteilt. Na das hat mir im Vorhinein keiner gesagt, auch nicht dass ich klettern und kriechen muss. Gut dass ich nicht unter Höhenangst leide oder so. Aber wo ich schon mal hier war, wollte ich es mir natürlich anschauen und die Neugier war schließlich größer als die Höhenangst.

Bereits zu Beginn musste ich durch Felsspalten kriechen und durch das Wasser laufen. Meine Klamotten waren schnell ausgezogen und die Kamera dem einen Guide in die Hand gedrückt, der während der Tour mein persönlicher Paparrazi war und gefühlte tausend Bilder von mir machte.

Schon bald musste ich auf allen Vieren nahezu senkrecht den Wasserfall nach oben klettern, während das Wasser auf mich herunterprasselte. Sicherungen – Fehlanzeige. Teilweise waren es sicher 10-15m, die steil bergauf und kriechend überwunden werden mussten. Wie soll ich da wieder runter kommen? Und bloß nicht nach unten schauen. Das waren meine Gedanken. Abgesehen von den schwarzen Steinen, war es aber kaum rutschig und ich hatte, trotz der Mengen an Wasser, einen überraschend guten Halt. In den Steinen sind zudem Trittstellen, die einem den Auf- und Abstieg erleichtern.

Oben angekommen war es ein herrliches Gefühl unter dem Wasserfall zu stehen und das kühle und klare Wasser auf einen herabprasseln zu lassen. Zwischendurch hat man außerdem immer die Möglichkeit in den Becken des Wasserfalls zu schwimmen. Fisch-Spa gibt es obendrein gratis dazu, denn wenn man seine Füße lang genug still ins Wasser hängen lässt, kommen die kleinen Fische, für die man sonst in diversen Fisch-Spas viel Geld zahlen muss und knabbern zärtlich an den Füßen.

Das Herunterkommen ging leichter als gedacht, mit Trittanleitung des Guides und Händchenhalten. Die Guides waren wirklich großartig. Außerdem hab ich jetzt unzählige Fotos von mir und den Wasserfällen. Ich hab also jedem 100 Pessos Trinkgeld gegeben, was mir mein Fahrer im Vorhinein geraten hat.

Wenn ihr in Cebu seid und nicht zu den berühmten und überlaufenen Tumalog Wasserfällen fahren wollt, kann ich euch das Abenteuer Aguind Wasserfälle nur wärmstens empfehlen. Ich hatte wirklich jede Menge Spaß und es war ein tolles Abenteuer.

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