less is more

Wednesday Word: Less is more

Als ich während meines Aufenthalts auf Sri Lanka mit dem Moped an der Küste entlang fuhr und mir Mühe geben musste, dass mich die wundervolle Brandung nicht vom chaotischen Verkehr ablenkt, kam es mir mal wieder in den Sinn: Weniger ist einfach mehr.

Es braucht nicht viel zum Glücklich sein. Es reicht auf einem Moped, in Flip Flops, in einem fremden und exotischen Land auf einer Küstenstraße zu fahren und sich auf die nächste Kokosnuss zu freuen.

Das vergesse ich aber leider ab und zu und es kommt mir meistens leider erst wieder in den Sinn, wenn ich auf Reisen bin und sehe wie glücklich und zufrieden Menschen sein können, die eigentlich nicht viele materielle Besitztümer haben.

Ich merke es an mir selbst, je mehr ich will oder mir einbilde zu wollen, desto unzufriedener werde ich. Wenn ich mich aber wieder von unnötigem Ballast aus meinem Leben befreie, merke ich wie eine Last von meinen Schultern fällt, es mich befreit und wieder glücklicher macht. Auch wenn es mich zunächst Überwindung kostet.

Klar braucht man gewisse Dinge und will gewisse Dinge haben und das ist auch total okay. Aber man sollte sich damit auseinander setzen was diese Dinge wirklich sind und nicht von einem „Haben wollen“ zum nächsten hecheln. Man sollte sich selbst mal ein paar Gedanken darüber machen, was man im Leben nun wirklich braucht. Ich denke, dass diese Liste bei den meisten überraschend kurz ausfallen wird. Klar denkt man sich dann vielleicht, aber diese Tasche hätte ich schon gerne….. Ja vielleicht, aber braucht man sie denn? Und macht sie überhaupt und wenn ja wie lange glücklich? Wir sind in einer Überfluss- und Konsumgesellschaft aufgewachsen, da fällt es oft schwer zu akzeptieren, dass es eigentlich nicht viel zum Leben und glücklich sein braucht. Aber erlebt man nicht oft aus dem Nichts Momente in denen man denkt: Ach ist das Leben schön. Und diese Momente haben meistens nichts mit materiellen Dingen zu tun. Das sind eher Dinge wie ein guter Kaffee in der Früh, die Sonnenstrahlen die nach langen Wolkentagen auf der Nase kitzeln oder schöne Erlebnisse mit Freunden und Familie. Die kleinen Dinge.

Ich werde mich in Zukunft jedenfalls bemühen etwas minimalistischer zu leben und dadurch mehr Platz für wichtige Dinge zu bekommen. Denn es sind die kleinen Momente im Leben auf die es ankommt und weniger ist meistens einfach mehr, in jeder Hinsicht.

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