Vom Abschiednehmen und Ankommen

Während ich diese Zeilen schreibe bin ich im Flugzeug, irgendwo über Indien. Übrigens auch eines der Länder in das ich unbedingt so bald wie möglich reisen möchte.

Vom Abschiednehmen und Ankommen

2,5 Stunden noch bis ich in der quirligen südostasiatischen Metropole Bangkok lande, von der ich noch immer nicht so recht weiß, was ich eigentlich von ihr halten soll. Diesmal hab ich aber auch keine Zeit es herauszufinden, da es gleich morgen weiter nach Myanmar geht.

So ganz hab ich es noch immer nicht geschnallt, dass ich jetzt wirklich 3,5 Monate durch Asien reisen werde. Ich bin ja gespannt, wann es soweit sein wird. Ich hoffe, dass es mich nicht wie ein Schlag ins Gesicht trifft. Die gesamte Reise über bin ich bisher überraschenderweise sehr gechillt. Ich laufe nicht mal im in halbstündigen Abständen auf die Toilette, so wie sonst immer wenn ich nervös bin. Einzig und allein die erste Stunde des Fluges war etwas wackelig und ich dementsprechend panisch. Schließlich war auch nicht wie sonst eine Hand da, in die ich mich reinkrallen konnte. Apropos…Der Abschied war erwartungsgemäß von Tränen meinerseits gezeichnet. Beim Gedanken daran, Freund und Hund so lange nicht zu sehen, schießt mir auch jetzt noch das Wasser in die Augen. Also diese Gedanken schnell beiseite schieben. Ich hab mich aber ebenfalls überraschenderweise recht schnell wieder gefangen, Ich bin ja ursprünglich davon ausgegangen, dass ich den ganzen Flug über nur heulen werde. Aber dem war nicht so. Starke und mutige Julia halt. Oder so…..

Im Flugzeug auf dem Platz bequem gemacht (zwei Plätze nur für mich – Luxus pur – und mit meiner Kompaktheit sogar zum Liegen geeignet), das passende Lied für die Situation rein getan überkam mich sogar ein Schmunzeln…ich fass es nicht dass ich das wirklich tue.

Here’s a place I go to
Where no one knows me
It’s not lonely
It’s a necessary thing

It’s a place I made up
Find out what I’m made of
The nights I’ve stayed up
Counting stars and fighting sleep

Let it wash over me
I’m ready to lose my feet
Take me off to the place where one reveals life’s mystery
Steady on down the line
Lose every sense of time
Take it all in and wake up that small part of me
Day to day I’m blind to see
And find how far to go

Der Teil übers Ankommen wird an dieser Stelle noch ergänzt……….

2 Tage später habe ich Zeit, diesen Beitrag upzudaten. Ich bin mittlerweile angekommen. Psychisch zwar noch nicht 100% aber ich arbeite daran. In der ersten Nacht in Bangkok bin ich nur mehr ins Bett gefallen, so erschöpft war ich von der Reise. Allerdings erst nach einer chaotischen Taxifahrt. Ich hatte aber auch nichts anderes erwartet. Überraschenderweise hat der Taxifahrer den Taxometer freiwillig eingeschaltet. Als ich im Sommer hier war, musste ich mir das jedes Mal hart erkämpfen. Muss wohl daran gelegen haben, dass ich so erfahren aussah. Oder so. Als er von mir den Weg erklärt haben wollte, musste ich allerdings passen. Irgendwie hat es letztendlich trotzdem geklappt und wir haben das Hotel mit gemeinsamen Kräften gefunden.

Am nächsten Tag ging es gleich weiter nach Mandalay/Myanmar. Der erste Eindruck war überwältigend. Im positiven, wie im negativen Sinn. Ich hatte Ursprünglichkeit erwartet. Aber das war für den Beginn fast etwas zu ursprünglich. Geflüchtet in ein westliches Restaurant, das etwas zu gewollt war, wurde es etwas besser. Schande über mein Haupt. Ich weiß. Aber für mich ist das eine gute Möglichkeit, dem anfänglichen Kulturschock ein wenig entgegenzuwirken. Nach zwei guten Tagen hier beginne ich mich einzuleben und auch geistig anzukommen. Ich freue mich jedenfalls auf die kommende Zeit in Myanmar und werde euch mit widerwärtig genauen Berichten am Laufenden halten (sofern die Internetverbindung einigermaßen funktioniert).

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8 Comments

  • Das Essen in Bangkok, wie überhaupt in Thailand ist großartig, zumindest solange man nicht danach fragt, was es ist. Es ist erstaunlich, welche Dinge uns schmecken, wenn sich nicht die „Psychologie“ einschalte und unsere kulturell geprägten Muster, was gut sein solle und was nicht. Ich habe lange Zeit nicht gewusst, dass auch unsere Geschmacksnerven kulturelle konditioniert werden, aber nach Ansicht der Wissenschaft ist das auch der Fall.

    Eine schöne Zeit in Asien!

  • Ich freu mich so, dass ich das lesen kann, dass es dir gut geht und du glücklich bist. Wünsch dir eine wunderschöne, spannende Zeit und dass du das findest was du erwartest. Lieb dich sehr.
    Mama

  • Hallo! Super toll, wie du so rum kommst! Wirklich bewundersnwert, du hast scheinbar schon so viel von der Welt gesehen! :O…und man sagt ja auch immer, um nach Hause kommen zu können, muss man erst mal rausziehen ^^ :))…muss sagen, leider habe ich das noch nie so erlebt, viel weiter als mein 4 sterne hotel meran bin ich noch nicht gekommen :O^^…bin allerdings auch nicht so der Backpacker-Typ…habe es da lieber bequemer^^ habe aber meist auch einfach nicht die Zeit für so lange reisen…naja, ich weiß, wenn man wirklich will kann man auch ^^…Ich wünsche Dir auf jedenfall noch ganz viel Spaß auf deinen Reisen und Danke fürs Bloggen! Liebe Grüße, Nora

    • Liebe Nora, danke für dein liebes Kommentar. Leider noch nicht so viel, wie ich gern würde. Aber ich arbeite hart daran. Und ja du hast recht, man lernt erst zu schätzen, wie toll zu Hause ist, wenn man weg ist. Aber dafür ist das Heimkommen dann umso schöner. Ich war eigentlich auch nie der Backpackertyp. Weiß auch nicht, ob ich es jetzt bin. Das Schlafen in Mehrbettzimmern ist gewöhnungsbedürftig. Aber es hat schon was für sich. Vielleicht versuchst du es ja mal und kommst auf den Geschmack. Ich werde jedenfalls weiter bloggen, sofern meine Internetverbindung es zulässt. Das Wlan in Myanmar ist das letzte. Alles Liebe Jules

  • Haha! Das Foto mit Hundi und Rucksack ist ja großartig! Happy travelling und freu mich schon auf die zukünftigen Berichte! Btw, ein Flachmann mit Inländerrum hat mich bei den meisten Reisen für alle Krankheiten unzerstörbar gemacht – so als Tipp für den nächsten Trip.
    Enjoy
    olli w

    • Danke Oli. Ja ich hab mittlerweile immer eine kleine Plasikflasche mit Vodka bei mir und trink vor und nach jedem Essen einen Schluck. Hätte ich (wie mein Freund mir auch geraten hat) vorher machen sollen, aber ich dummes Ding dachte mir ja, dass mir sowas nicht passiert. Naja denkste. Haha.
      Bussis

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