Fuck lucky go happy

Yogablogger im Interview: Rebecca von Fuck Lucky Go Happy

Ein paar tolle Yogablogger habe ich ja bereits für euch interviewt. Heute möchte ich das Interview, das ich mit der lieben Rebecca von „Fuck Lucky Go Happy“ geführt habe, mit euch teilen

Rebecca von Fuck Lucky Go Happy

Fuck lucky go happy

Für die, dich noch nicht kennen, erzähl doch kurz etwas über dich (offline) und dich online (Blog).

Hi, ich bin Rebecca, die Gründerin des Blogs für Yoga & Spiritualität Fuck Lucky Go Happy, auf dem ich seit 2013 über alles schreibe, was Yogis interessiert. Inzwischen ist Fuck Lucky Go Happy ein kleines Medienunternehmen mit einem 20köpfigen Team aus festen und freien Mitarbeiterinnen.

Ich widme mich inzwischen vor allem meinem Podcast Heiliger Bimbam, in dem ich mich mit anderen Menschen über den Sinn und Unsinn des Lebens unterhalte. Außerdem unterrichte ich leidenschaftlich gerne Yoga – meistens bei Peace Yoga in Berlin, Retreats und Workshops auch international.

Wodurch hast du die Liebe zum Yoga entdeckt und was hat dich dazu bewogen auf einem Blog darüber zu schreiben?

In meiner ersten Yogastunde landete ich quasi aus Zufall – ich wollte das einfach mal ausprobieren. Das war 2006 und die Yogawelt sah noch ganz anders aus. Mit dem Yoga und mir war es Liebe auf den ersten Blick – seitdem sauge ich alles, was mit Yoga zu tun hat auf wie ein trockener Schwamm. Es wird mir einfach nicht langweilig.

Der Blog war eine Konsequenz daraus. Trotzdem wollte ich mich nicht auf Yoga beschränken, mich interessiert alles, was mit Selbsterfahrung und Spiritualität zu tun hat. Solange es kein Eso-Blabla ist. Das ist mir bis heute ein großes Anliegen: Spiritualität auf den Boden der Tatsachen zu holen, ohne ihr die Magie zu rauben.

Ich hatte unglaubliche rührende Kontaktaufnahmen von Lesern und auch persönliche Kennenlernen, aus denen am Ende sogar Freundschaften entstanden sind. Erzähl mir doch, von deinem ganz persönlichen Lieblings-Leser-Moment.

Eine Retreat-Teilnehmerin hat mal zu mir gesagt: Du bist ja wirklich so wie du schreibst. Das hat mich irre gefreut.

Gab es auch schon negative Kommentare? Wie gehst du damit um?

Klar, mein Blog hat ein Schimpfwort im Namen, das polarisiert. Glücklicherweise bekomme ich selten mit, wenn jemand schlecht über mich redet, aber wer seine Meinung offen kund tut, muss auch damit leben, dass diese anderen nicht schmeckt.

Früher habe ich mir negaitive Kommentare sehr zu Herzen genommen. Je älter und weiser ich werde, desto entspannter bin ich. Das liegt sicher auch daran, dass ich mich ein bisschen besser kenne und weiß, was ich will und was nicht. Dazu stehe ich dann auch.

Konstruktive Kritik nehme ich hingegen gerne an und bringt mich auch zum Nachdenken. Im positven Sinne.

Woher nimmst du deine Inspiration? Welche Blogs liest du selbst gerne?

Der Alltag ist meine Inspiration. Im Blog oder im Podcast landet, was mich gerade beschäftigt. Anders geht das gar nicht für mich.

Im Yogabereich bin ich großer Fan der amerikanischen Seite yogainternational.com. Das ist so schön nerdy. Ansonsten mag ich Modeblogs wie This Is Jane Wayne– die Ladies sind einfach klug und haben Stil. Franziska Schmid mit Veggie Love ist meine große Inspiration in Sachen Clean Beauty und Fair Fashion. Zur Zeit höre ich aber vor allem Podcasts, den von Electronic Beats über Clubkultur und Nachtleben kann ich sehr empfehlen.

Du bist ja auch auf Instagram aktiv. Stichwort Instagram-Yoga. Inspiration oder gefährliches Vorgaukeln falscher Realität?

Gefährlich finde ich das nicht. Obwohl ich oft höre, dass Menschen sich von der scheinbar makellosen Realität in den sozialen Nertzwerken einschüchtern lassen.

Ich finde, Instagram ist ein wichtiges Marketing-Tool – quasi der Flyer dieses Jahrzehnts. Zwei No-Gos: Erstens, Yoga-Schüler*innen in der Klasse fotografieren und veröffentlichen, und zweitens, Dinge erzählen, die man selbst nicht lebt. Ich halte viel von dem Ausspruch Walk the talk and talk the walk.

Ich freue mich immer über Nachrichten und Kommentare auf Instagram– das ist ein unkomplizierter Weg mit Schüler*innen und Leser*innen in Kontakt zu bleiben und ihr Feedback zu bekommen.

Was bereitet dir persönlich am Bloggen am meisten Freude und warum? Und was ist am Nervigsten?

Toll ist es, spannende Menschen zu treffen und mehr über ihre Geschichte zu erfahren. Auch neue Cafés, Studios oder Läden auszuchecken, finde ich super. Nervig ist, dass ich dafür eigentlich gar keine Zeit habe, weil ich jeden Tag so viele Mails beantworte.

Behind the scenes – Berichte doch kurz über einen typischen Tag im Leben einer Yoga Bloggerin?

Es gibt bei mir Tage, an denen ich viel unterrichte oder reise und wenig am Rechner bin, deshalb gibt es wenig Typisches in meinem Leben.

Montags bin ich meistens mit meinem Team im Büro: Wir haben Wochenmeeting, besprechen die Todos der Woche, planen Projekte und dann wurschtelt jede an ihrem Rechner rum.

Am Liebstem mag ich Shooting-Tage, wenn wir mit unserer Fotografin neue Bilder produzieren oder als wir kürzlich meinen Onlinekurs zum Thema Morgenpraxis gedreht haben. Das Team ist am Start und da wir uns alle gerne mögen, fühlt es sich an wie ein Treffen mit Freundinnen in irgendeiner Wohnung.

Auch cool: Wir kochen meistens zusmamen im Büro oder auch an Shooting-Tagen. Jede bringt mit, was sie im Kühlschrank hat und daraus zaubern wir köstliche, vegane Bowls.

Blogs vermehren sich stetig. Auch Yogablogs gibt es mittlerweile immer mehr. Findest du, dass es bereits ein Überangebot gibt oder noch Raum nach oben besteht?

Auf jeden Fall gibt es Raum nach oben. Es gibt wenige, die auch über lange Zeit am Ball geblieben sind und konstant gute Inhalte liefern. Ich verstehe das, denn man braucht echt viel Leidenschaft, um einen professionellen Blog aufzubauen. Ich würde heute keinen neuen Blog mehr gründen und bewundere jede*n, der*die sich auf das Abenteuer einlässt.

Noch ein paar Fragen, zu Yoga, die nichts mit dem Bloggen zu tun haben:

Seitdem ich Yoga mache, hat sich meine Persönlichkeit stark weiterentwickelt. Wie ist das bei dir? Was ist die größte Entwicklung oder Veränderung, die du durch Yoga bei dir bemerkt hast?

Sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, kenne ich von klein auf – meine Mutter ist Pschyoanalytikerin. Yoga hat dennoch mein ganzes Leben verändert: Ich habe etwas gefunden, was mich unendlich und in jeder Hinsicht begeistert. Durch Yoga und andere spirituelle Praktiken bin ich der Antwort auf die große Frage Wer bin ich? ein kleines Stück näher gekommen.

Hast du eine Yoga Buch Empfehlung für meine Leser?

Das Jivamukti Yogabuch. Es enthält einen guten Rundum-Überblick über essentielle Teile der Yogalehre. Sharon Gannon hat es einfach drauf, Dinge auf den Punkt zu bringen. Und die Bücher von Ralph Skuban, er interpretiert Yoga-Philosophie sehr alltagsnah, gut verständlich und hat trotzdem Substanz.

Was ist deine Lieblings Yoga Position? Welche Yogarichtung bevorzugst du?

Ich bin Jivamukti Yogalehrerin, die Methode ist genial. Es kommt aber weniger auf die Methode an, sondern vielmehr auf den Menschen, der Yoga unterrichtet. Ich habe auch Lehrer*innen aus ganz anderen Traditionen.

Lieblings-Asana: Alles, was den Psoas bzw. die großen Muskeln an der Körpervorderseite, dehnt. Tiefe Ausfallschritte zum Beispiel. Das tut einfach so gut.

Zum Abschluss 3 Worte, die dich und deinen Blog am besten beschreiben.

Ich: Kreativ. Warmherzig. Begeisterungsfähig.

Und der Blog: Fresh as fuck!

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