5 Vorurteile über Yoga, die mit spontan in den Sinn kommen:
- Yoga ist doch nur was für Frauen.
- Für Yoga bin ich viel zu ungelenkig.
- Yoga ist doch fad, dabei schlaft man sicher ein.
- Mit Räucherstäbchen und Hare Krishna hab ich nichts am Hut. Das ist nur was für Hippies und Ökos!
- Schon wieder so ein Trend. Erst war Zumba, jetzt Yoga. Was kommt denn als nächstes?
Heute möchte ich damit aufräumen und euch dazu ermutigen Yoga doch einmal selbst auszuprobieren. Aller Vorurteile zum Trotz.
5 Vorurteile über Yoga
Yoga war ursprünglich für Männer
In unserer westlichen Welt machen bestimmt mehr Frauen als Männer Yoga. Tatsache ist aber dass Yoga in Indien für Männer entworfen wurde. Deshalb tun sich Frauen z.B. bei Armbalanceübungen oft schwer. Sie wurden für Männerkörper entwickelt und die sind wie wir wissen meistens viel stärker als zierliche Frauenkörper. Vor ein paar Jahren waren Männer noch exotische Wesen in Yogastudios. In letzter Zeit beobachte ich aber, dass viel mehr Männer sich auch zum Yoga trauen. Diese Entwicklung ist wünschenswert. Denn vor allem bei Männern die viel Kraftsport machen, ist Dehnung super wichtig. Also Männer traut euch.
Yoga ist für wirklich jeden etwas – es spielt keine Rolle ob superflexibel oder ungelenkig
Es muss dir nicht unangenehm sein wenn du keinen Kopfstand kannst oder deine Extremitäten sich nicht mit Leichtigkeit verknoten lassen. Es gibt für jeden Mensch und für jeden Körper passende Yogaübungen. Das Ziel soll auch nicht sein eine Pose wie auf einem Werbefoto hinzubekommen. Es geht um die Wirkung hinter den einzelnen Übungen. Viele Menschen kommen gerade deshalb zum Yoga, weil sie in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Da ist es gar nicht möglich die einzelnen Asana perfekt zu beherrschen. Muss es auch nicht. Aber durch die Yogaübungen wird der Körper wieder gesünder und geschmeidiger. Dadurch erhöht sich mit der Zeit auch wieder die Beweglichkeit. Die ist aber nicht Voraussetzung, um mit dem Yoga anzufangen.
Yoga ist vieles aber sicher nicht fad
Auch meine Yogastunden beinhalten Atemübungen und Meditation. Dazwischen sind meine Gruppenstunden aber flotte Vinyasa Flow Stunden, bei denen man auch schon Mal ins Schwitzen kommen kann. Diese Art des Yogas praktiziere ich selbst am liebsten und dabei wird einem bestimmt nicht fad. Es ist wohl eine Typsache. Und bei so vielen unterschiedlichen Yogarichtungen bestimmt für jeden etwas Passendes dabei.
Yoga kann esoterisch sein, muss es aber nicht
Besonders bevor ich mein Teachertraining auf Bali gemacht hab, war meine Befürchtung riesig dass dort alle nur in langen weißen Kleidern „Hare-Krishna“ singend im Kreis tanzen. So war es aber gar nicht. Ganz im Gegenteil. Wir waren ein Haufen bunt zusammen gewürfelter Leute, alle mit anderem Background. Von ehemaligen Juristen über Leute in der Wissenschaft bis hin zu Lebenskünstlern und Reisenden war wirklich alles dabei. Yoga bringt wie ich finde die Leute zusammen. Es spielt keine Rolle woher oder wer du bist und das ist eines der schönen Dinge daran. Natürlich gibt es Yogis die wahnsinnig esoterisch veranlagt sind und deren zu Hause einer Räucherstäbchenhölle gleicht. Es gibt aber genauso gut Leute, die Yogis die zu flotter Musik und mit fancy Klamotten ihre Einheit praktizieren und denen die Philosophie die dahinter steht egal ist. Und das ist vollkommen okay. Jeder wie er mag. Alles kann nichts muss. Du findest ganz bestimmt eine Yogaszene in der auch du dich wohl fühlst.
Yoga gibt es bereits soooo lange
Yoga mit einer Trendsportart zu vergleichen empfinde ich persönlich ehrlich gesagt als Angriff. Yoga gibt es bereits seit mehreren tausend Jahren und kann wohl kaum mit einer Erfindung unserer Zeit wie Zumba oder Pilloxing verglichen werden. Ja in letzter Zeit wurde es trendy mit Yogamatte, Birkenstocks und Yogapants durch die Großstädte zu laufen. Und es gibt bestimmt einige Leute, die nur aufgrund dieses Trends mit Yoga anfangen. Ich glaube allerdings, dass der Hintergrund dieses Trends ein anderer ist. Immer mehr Menschen merken, dass nur Äußerlichkeiten im Leben nicht genug sind. Gerade in Zeiten wie diesen versucht man sich verstärkt wieder auf innere Werte zu besinnen und sich auch mit der eigenen Person mehr zu beschäftigen. Und allem Trendgerede zu Trotz glaube ich, dass Yoga sich auch wenn dieser Trend vorüber ist, halten wird und noch so lange es unsere Welt gibt praktiziert wird. Vielleicht nicht mehr in dem Ausmaß wie heute.