Der Beitrag „Detox mit Yoga“ ist der Start in eine vierteilige Detox Reihe. Denn nach dem langen Winterschlaf eignet sich der Frühling doch wirklich wunderbar dazu Körper, Geist, Seele und Alltag endlich zu entrümpeln und zu entgiften – Frühjahrsputz eben!
Ich hab zwar bereits zwei Mal über Detox geschrieben (hier und hier) aber im heutigen Beitrag findest du gesammelt alles was du zu Detox Yoga wissen musst und es gibt am Ende auch einen Flow für zu Hause zum Mitmachen. Also happy detoxing!
Detox mit Yoga 101
Detox ist ein Trendbegriff, der sich nun schon ziemlich lang hält. Er bedeutet so viel wie Entschlackung. Darüber, ob sich in unserem Körper wirklich Schlacken ansammeln, die wir detoxen müssen, scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Die Detox-Industrie ist mittlerweile wohl zur Milliarden Industrie geworden und am Markt wird man mit teuren Reisen, Saft- Suppenkuren, Tees und dergleichen geradezu überschüttet.
Fakt ist allerdings, dass durch unseren hektischen Alltag, Stress, Dauerbelastung und eine oft ungesunde Lebensweise der Energiepegel sinkt. Auch in vielen Religionen und Kulturen hat das Fasten bereits lange Tradition. Aber egal ob man nun an Schlacken und teure Detox-Kuren glaubt oder nicht, es ist eine Wohltat für unseren Körper sich eine Zeit lang intensiv um ihn zu kümmern. Man muss, das ganze ja auch nicht Detox nennen, wenn man nicht mag.
Als Detox Yoga wird Yoga bezeichnet, das
-
- den Stoffwechsel ankurbelt,
- unsere Verdauung fördert
- unsere Zellerneuerung anregt
- unser Immunsystem anregt
- und unsere Entgiftungsorgane Leber, Niere & Darm stimuliert.
Das hat einen positiven Effekt auf unseren Körper, unser Wohlbefinden und weckt dazu noch die Lebensgeister.
Detox mit Yoga – Yoga Übungen
Im Fokus von Detox Yoga stehen Atmung und Twists.
Drehsitz – Ardha Matsyendrasana
Beim Drehsitz werden die Bauchorgane massiert. Außerdem wird der Energiefluss rund um den Nabel erhöht, wodurch Nieren, Magen, Dünndarm, Leber und Gallenblase besser durchblutet werden. So gehts: In Dandasana (Sitzhaltung) kommen. Das rechte Bein aufstellen und den Fuß über dem linken gestreckten auf den Boden bringen. Mit der Einatmung beide Arme über Kopf strecken und ganz lang machen. Mit der Ausatmung auf die rechte Seite drehen und wenn möglich mit dem linken Ellbogen beim rechten Knie einhacken. Hier ein wenig bleiben und dann auf der anderen Seite wiederhole
Feueratmung – Kapalabhati
Bei der Feueratmung werden die Verdauungsorgane angeregt und die beiden Nadis (Energiekanäle) in unserem Körper gereinigt. So gehts: Setz dich in einen angenehmen Schneidersitz aufrecht hin. Schließe die Augen. Nimm einige tiefe Atemzüge und beobachte dabei, wie der Körper bei jeder Ausatmung ein wenig mehr Spannung verliert. Versuch dann deine Atmung nur in den Bauch zu schicken und spüre wie sich bei der Einatmung die Bauchdecke hebt und bei der Ausatmung wieder absenkt. Das kann schon einiges an Übung erfordern und vielleicht übst du anfangs wirklich nur die Bauchatmung, bevor du dich an die Feueratmung traust. Dann atme einmal vollständig und kräftig durch die Nase ein, der Bauch bläht sich ganz auf und öffne den Mund und stosse den Atem für die Ausatmung aus dir heraus. Die Einatmung geschieht dann fast automatisch und passiv. Wiederhole die Übung zu Beginn sehr langsam um sicherzustellen, dass dein Bauch sich nach der Kontraktion wieder entspannt. Versuch hier deinen eigenen ganz individuellen Rhythmus zu finden.
Schulterstand – Sarvangasana
Diese Umkehrhaltung fördert den Stoffwechsel. Die Bauchatmung verbessert den Luftaustausch im Körper und die Bauchorgane werden massiert. So gehts: Leg dich auf deinen Rücken. Winkle die Knie an und bring sie in Richtung deiner Stirn. Bring nun deine Hände in den unteren Rücken und beginne langsam die Beine nach oben zu strecken. Versuch den Kopf in dieser Position nicht mehr zu bewegen.
Gedrehter Stuhl – Parivritta Utkatasana
So gehts: Komm in Tadasana. Deine Füße berühren sich. Beug deine Beine und setz dich in einen imaginären Stuhl. Arme strecken nach oben aus. Zieh den Nabel Richtung Wirbelsäule. Bring nun deine Arme vor die Brust in Gebetshaltung und twiste mit einer Ausatmung nach rechts. Versuch den Ellbogen beim Knie einzuhacken. Halte für 5-10 Atemzüge und wiederhole auf der anderen Seite.
Wichtig bei allen Twists
Twists beleben und kräftigen unsere Verdauungsorgane. Außerdem helfen sie dabei in verdrehte Situationen Klarheit zu bringen und gelassener zu sein. Sie unterstützen dabei auch das seelische Gift loszuwerden und innere und emotionale Spannungen zu lösen.
Wichtig bei allen Twists
- achte auf eine lang aufgerichtete Wirbelsäule, bevor du dich drehst
- versuch mit jeder Einatmung im Twist noch einmal Länge in deinen Körper zu bringen und mit der Ausatmung tiefer in den Twist zu gehen
- mach die Drehungen immer auf beiden Seiten, wenn du bemerkst, dass eine Seite schlechter geht kannst du auf dieser Seite auch doppelt twisten
Detox mit Yoga Flow
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Klingt sehr cool! Werde ich auch mal ausprobieren! Liebe deine Videos – solltest du echt öfter machen meine Liebe!! Dickes Bussi Ani
Wunderbar geschrieben :) und ich liebe diese Asanas! Danke für diesen Post und Deine Inspiration zum Entgiften :*