Lange hab ich mich erfolgreich dagegen gewehrt. Doch am Ende hat sie auch mich erwischt – die Grippewelle. Ich liege momentan mit einer ausgewachsenen Grippe im Bett. Fieber, Schnupfen, Husten – das all inclusive Gesamtpaket. Auch Teil dieses tollen Gesamtpakets ist ein schlechtes Gewissen und der Grant über meine nicht vorhandene Produktivität. Termine müssen verschoben werden und die To-Do-Liste muss erstmal warten. Stattdessen hab ich mir vorgenommen einen Haufen an Blogbeiträgen zu schreiben. Aber auch diesem Vorhaben macht mein hämmernder Kopf einen Strich durch die Rechnung und ich bin zu nichts anderem fähig als stupide Trash-TV anzusehen. Diese Tatsache macht mich von einer nervigen zu einer unausstehlichen Kranken. An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich wenn ich krank bin, ohnehin bereits mehr leide als jeder Mann auf dieser Welt.
Mehrmals täglich rede ich mir ein, dass auch ich die Erlaubnis habe krank zu sein. Ich sage mir, dass auch ich leider nicht Wonder Woman bin (wobei das schon cool wäre) und schwache Momente in Ordnung sind. Mein Gewissen ist von diesen Überredungsversuchen allerdings noch nicht so überzeugt. Und genau das hat mich zu meinem heutigen Wednesday Word inspiriert:
You have the permission to rest
When I am resting, because my body is weak. I need to remember that I am not wasting the day doing nothing. I am doing exactly what I need to do. I am recovering.
Tja und genauso ist es doch oder? Unser Körper sagt uns schon, wenn er genug hat und eine Pause braucht. Leider hören wir aber viel zu selten auf ihn. Wir unterdrücken seine Bedürfnisse und versuchen stattdessen immer nur noch schneller und weiter zu rennen. Das tut uns auf Dauer aber weder physisch noch psychisch gut. Wir sollten stattdessen wieder mehr lernen, auf unseren Körper und seine Wünsche zu hören. Denn der begleitet uns schon unser ganzes Leben lang und kennt uns daher vermutlich besser als jeder andere. Wir sollten unserem Körper also auch zuhören, wenn er mal eine Pause braucht und nicht versuchen verbissen gegen ihn anzukämpfen und ihn zu unterdrücken. Außerdem ist die Produktivität nach der notwendigen Pause vermutlich sowieso viel größer, oder was meint ihr?
Da ich das heutige Wednesday Word mehr für mich selbst schreibe als für euch, klappe ich den Laptop jetzt wieder zu und erhole mich. Ist vermutlich auch besser so, denn es fühlt sich so an, als würden sich die blöden Grippeviren mittlerweile negativ auf meine Denkfähigkeit auswirken.