Das kleine Städtchen Ubud, mitten in Bali sprüht vor Spiritualität. Tempel, Reisfelder, entzückende Shops, Yoga und ein sattes Grün machen Ubud aus. Zwar gibt es keinen Strand, das macht aber gar nichts, da einem hier ganz bestimmt nicht langweilig wird. Ich habe eine ganze Woche hier verbracht und könnte es mir gut und gern vorstellen, mich hier auch für einen längeren Zeitraum niederzulassen.
Wie schon gesagt wird Yoga in Ubud ganz groß geschrieben. Zwischendurch vielleicht etwas zu groß. Sogar ich als Yoga-Teacher hatte zeitweise das Gefühl eines ziemlichen overkills an Yoga. Om T-Shirts, Yogastudios und Yogashops gibt es an jeder Ecke und der Besuch eines Yogastudios gilt als eine der Touristenattraktionen schlechthin in Ubud. Yoga ist vieles, sollte meiner Meinung nach aber keine Touristenattraktion sein. Aber egal. Ich hab mir eine Karte für fünf Einheiten im Yogastudios Ubud schlechthin, dem Yoga-Barn um 500k IDR gekauft. Die Lehrer sind gut und die Auswahl an Kursen riesig. Von Yoga-Nidra, über Yin-Yoga bis hin zu Acro-Yoga wird einfach alles angeboten. Mir war es allerdings etwas zu touristisch, zu groß und zu unpersönlich. Das nächste Mal würde ich mir ein kleineres Studio suchen.
In Ubud kann man hervorragend essen. Vegan, raw und organic gibt es an jeder Ecke. Empfehlen kann ich:
- Clear Cafe – vegetarisch, tolle Aussicht
- Watercress – direkt an der monkey forest road
- Swept Away – fine dining am Fluss, mein erstes Steak nach drei Monaten hat himmlisch geschmeckt
- Kafe -lecker und gemütlich
- The Elephant – bei den Spaghetti i I can’t believe it’s not bolognaise, konnte ich es wirklich kaum glauben, dass kein Fleisch drin ist
- Alchemy – vegan und raw, die Smoothie-Bowls sind hervorragend
- Blackbeach – gute italienische Gerichte
- Fair Warung Bale – indonesische Küche auf gehobenem Niveau für einen guten Zweck
Man kann außerdem leicht einen ganzen Tag mit dem Bummeln durch Ubuds Straßen, den Ubud Market und Shopping verbringen. Es gibt ein paar tolle Boutiquen mit hübscher Mode, natürlich Yoga-Sachen, Kunst etc. Nach drei Monaten Shopping-Abstinenz hatte ich echt wieder Freude am Einkaufen.
Ein Besuch im Monkey-Forrest ist Pflicht. Achtung die Affen sind zwar süß, haben es aber faustdick hinter den Ohren. Man kann Bananen kaufen, um sie zu füttern. Dabei kann es schon mal passieren, dass die Affen einem auf den Kopf oder die Schulter springen. Einer war so frei und hat meinen Papa angepinkelt. Ich habs ziemlich lustig gefunden. Außerdem klauen die kleinen Racker liebend gerne Dinge wie Sonnenbrillen oder Schmuck.
Eine balinesische Tanzaufführung im Ubud Palace ist ebenfalls sehenswert. Ich würde jetzt lügen, wenn ich sagen würde, sie hätte mir gefallen. Es war aber sicher ein Erlebnis, dass man so schnell nicht vergisst und ein guter Einblick in die balinesische Kultur und ihre Traditionen. Die Musik war sehr skurril und gewöhnungsbedürftig. Das gilt auch für die Tanzdarbietung der Künstler, die von starren Augen und gespreizten, tanzenden Fingern gekennzeichnet war. Ja ich weiß, Kulturbanause und so.
Genießt einen Tag in einem Spa. Ich war im Putri Bali Spa und hab mir eine 5 Stunden Behandlung gegönnt. Das hat gerademal 40 Euro gekostet. Dabei waren eine einstündige Massage, ein Blütenbad, ein Ganzkörperpeeling, ein Facial, eine Maniküre, eine Pediküre und ein Cremehaarbad. Es war einfach herrlich.
Herumkommen tut man am besten mit einem Moped für 50k pro Tag. Aber Achtung, der Verkehr ist nicht zu unterschätzen und nichts für Mopedneulinge oder Leute mit schwachen Nerven.
Ein Ausflug in Ubuds Umgebung lohnt sich. Dafür nimmt man sich am besten einen privaten Fahrer. Der Tegenungan Wasserfall ist einfach nur traumhaft und eine herrliche Abkühlung im schwül-heißen Dschungel. Die Reisterrassen von Tegalalang sind so dermaßen schön und grün, dass es nicht im Traum eines Instagram-Filters bedarf. Ein derartiges Grün hab ich mein ganzes Leben lang noch nicht gesehen. Besucht einen heiligen Wassertempel. Die Balinesen glauben, dass der Tempel ein Ort ist, an dem sie sich von allen Leiden des täglichen Lebens reinigen können. Auch ein Besuch im bekanntesten Tempel Tanah Lot lohnt sich. Anfangs war ich etwas schockiert über die Touristenherden. Die kann man aber gut umgehen, wenn man sich ein wenig vom Tempel entfernt und der Sonnenuntergang ist den Besuch auf jeden Fall wert.
































Würde gerne ein Photo von einem glücklichen Klaus sehen; lässt sich das machen?