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Marrakech Travel Guide

Marrakech, Marrakesh, Marrakesch – einige Schreibweisen für eine Stadt. Ich entscheide mich für die Variante der Berber – Marrakech. Ende April durfte ich ein verlängertes Wochenende in dieser Stadt aus 1001 Nacht verbringen, die schon so lange eines meiner Wunschreiseziele war.

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Die Reise stand allerdings unter keinem guten Stern. Ursprünglich hatten wir für das erste Mai Wochenende gebucht. Durch Zufall entdeckte ich, dass Air Berlin die Verbindung Wien-Marrakech ab Mai aber gar nicht mehr anfliegt. Information darüber, Fehlanzeige. Nach hin und her entschieden wir uns die Reise ein Wochenende nach vorne zu verlegen. Air Berlin entschied sich dann zwar dazu nach Marrakech zu fliegen, auf den Rückflug hatten sie aber scheinbar keine Lust mehr. So standen wir bei der Heimreise vor einem Videoscreen mit der  Info Annulé. Meiner Hartnäckigkeit sei Dank wurden wir schließlich auf einen der letzten freien Plätze in eine Maschine nach Frankfurt gebucht, von wo wir mit dem Nachtzug heimfahren mussten. Long Story Short – die Reise war eine ziemliche Odysee.

Das kann allerdings meine Begeisterung über diese traumhafte Stadt kein bisschen trüben. Deshalb gibt es heute auch meinen Travel Guide für euch.

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How long

Wir waren von Donnerstag bis Sonntag dort und hatten so effektiv zwei volle Tage in Marrakech. Da wir wirklich nur die Souks und die Medina erkunden wollten, hat das vollkommen gereicht. Es hätte aber so einige interessante Ausflugsziele rund herum gegeben, wie etwa eine mehrtägige Tour durch die Wüste. Dafür würde ich definitiv einen Aufenthalt von einer Woche empfehlen.

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Where to stay

Es gibt unzählige entzückende Riads in Marrakech. Ich würde euch empfehlen unbedingt in einem davon zu bleiben und nicht in einem Hotel. Man glaubt es kaum, aber hinter den hässlichen und heruntergekommenen Fassaden in den staubigen Gassen der Medina verstecken sich wahre Oasen. Ursprünglich wollte wir im durch Instagram sehr famous gewordenen Riad Yasmin nächtigen. Da wir die Reise aber verschieben musste, war es an unserem neuen Datum leider schon ausgebucht und wir mussten uns für ein anderes entscheiden. Es wurde schließlich das Riad Bellamane. Ein ausführlicher Bericht über beide Riads folgt.

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Where to eat

Also so richtig warm wurde ich mit dem Essen in Marrakech leider nicht. Minztee ist zwar toll, aber nach zwei Tagen fehlt mir ein guter Kaffee und der ist so gut wie unauffindbar. Tajine ist nicht meins und Koriander schmeckt für mich wie Seife. Trotzdem gibt es einige Lokale die ich euch empfehlen kann. Denn auch wenn das Essen nicht so toll ist, machen sie es durch ihre cutness und den chilligen boho vibe mehr als nur wett: Cafe Atay – super schnuckeliges Lokal mit moderaten Preisen, ich kann euch die Nutella Crepes ans Herz legen. Le Nomad – perfekt für ein schickeres Rooftop Dinner nach einem anstrengenden Tag in den Souks. Die Preise sind gehoben und das marrokanische Essen mediterran angehaucht. Les Epices – auf meinem Lieblingsplatz in Marrkech mitten in den Central Souks. Von hier kann man das verrückte Treiben entspannt genießen. Die Salate sind lecker und die Preise total in Ordnung. Le Jardin – man geht durch eine winzige Tür, bei der man sich bücken muss, um den Kopf nicht anzustoßen und steht in einem traumhaften Garten. Am Boden laufen Schildkröten herum, die übrigens ziemlich schnappen können. Aber selbst schuld, wenn ich immer jedes Tier angreifen muss.

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What to do

Nachdem wir nur zwei Tage Zeit hatten, wollte ich mir einmal so gar keinen Stress machen und entgegen meinem Naturell nichts planen und mich einfach treiben lassen. Ich denke, das ist auch die beste Entscheidung. Nicht umsonst steht in jedem Reiseführer „put away your travel guide and just get lost in the souks and the madness of the medina.“ Ihr solltet aber jedenfalls einen Abstecher zum berühmten Platz der Gaukler – Djemma el Fna – machen. Sowohl am Tag als auch am Abend. Mir war es ehrlich gesagt ein wenig zu touristisch. Die Schlangen taten mir total leid und als ich die angeketteten Affen und die bescheuerten Leute, die damit auch noch posieren gesehen habe, wollte ich sowieso nur mehr weg. Aber gesehen sollte man den Platz einmal haben. Ansonsten wie gesagt einfach in den Souks verlieren. Ich würde die um den Platz der Gaukler meiden und eher Richtung Central Souks gehen. Dort hat es mir besser gefallen.

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What to shop

Marrakech ist ein Shoppingparadies. Aber es ist super anstrengend und bedarf einiges an Geduld und Verhandlungsgeschick. Es liegt in der Mentalität der Marrokaner uns abzuzocken und nach Strich und Faden an der Nase herumzuführen. Dessen muss man sich bewusst sein. Darüber ärgern bringt auch nix, dann lieber das Shoppen sein lassen. Einfacher ist es wenn man einen Mann zum Verhandeln dabei hat. Marrokaner respektieren Männer eher als Frauen. Wenn einem etwas gefällt, nicht zu offensichtlich zeigen, sonst geht der Preis gleich um ein Vielfaches in die Höhe. Mein Freund hat sich anfänglich sehr über das Verhalten der Marrokaner geärgert. Die können nämlich auch wirklich böse und unfreundlich werden, wenn man trotz anfänglichen Preisverhandlungen im Endeffekt nichts kauft. Das muss einem aber einfach egal sein. Am Ende haben wir es wirklich als Spiel gesehen und mit Humor genommen. Das würde ich euch auch empfehlen, denn anders macht es einfach keine Spaß.

So jetzt aber zu – what to shop. Eigentlich wollte ich einen Beni Ourain für mein Wohnzimmer kaufen. Auf mehreren Gründen hab ich mich dann aber doch dagegen entschieden. Wenn ihr einen Teppich kaufen wollt, kann ich euch aber Berbertribalart oder Lahandira empfehlen. Die Geschäfte sind zwar auf westliches Klientel ausgelegt. Hier könnt ihr aber sicher sein, dass ihr bezüglich der Qualität nicht über den Tisch gezogen werdet. Die Frau des Besitzers von Berbertribalart ist außerdem Grazerin.

Gekauft habe ich am Ende: einen Pouf, eine Decke, Kissenbezüge fürs Rooftop, Schuhe, Hundehalsbänder und eine Tasche. Alles natürlich  im Marrkech boho, gypsy Look. Ich hab eigentlich alles bis auf ein paar Schuhe und die Tasche in den Souks bei Ständen gekauft. Es gibt aber auch ein paar süße Concept Stores wie zum Besipiel Max & Jan oder CreaTion. Hier sind die Preise zwar etwas gehobener aber man kann sich sicher sein gute Qualität zu kaufen. Zumindest bilde ich mir das ein, kann natürlich auch sein, dass alles einfach nur schöner präsentiert ist.

Aber aufpassen, die Fülle und Menge an Zeug, kann einen am Anfang überfordern. An jeder Ecke gibt es da gleiche. Vieles davon ist billiger Ramsch und man muss schon genau schauen und suchen, um das zu finden was man möchte und was dann auch zu Hause in die eigenen vier Wände passt und nicht nur in der 1001 Nacht Umgebung toll aussieht. Geduld, gute Laune, gute Nerven und eine genaue Vorstellung von dem was man haben möchte – so wird das Shoppen in Marrakech zum Erfolg.

So das war mein kleiner Travelguide durch Marrakech. Es folgen in den nächsten Tagen noch ein paar Post zum Thema. Wart ihr schonmal in der orientalischen Traumstadt? Habt ihr auch Tipps? Es war bestimmt nicht mein letzter Besuch – den spätestens wenn ich meinen Beni Ourain kaufe, muss ich sowieso wieder kommen :)

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