Die letzte Woche meiner Philippinen Reise habe ich in El Nido/Palawan verbracht. Ich war froh, mal nicht im 3 Tages Takt den Ort zu wechseln und für eine ganze Woche an einem Ort sein zu können.
El Nido ist ein kleines Städtchen, das zwar nicht besonders hübsch aber der ideale Ausgangspunkt für die Erkundung des Barcuit Archipels ist. Das Barcuit Archipel besteht aus etlichen kleinen Inseln, deren Erscheinungsbild von riesigen Karstfelsen, kleinen Buchten mit schneeweißem Sand und türkisblauem Wasser geprägt ist. Hier hatte Alex Garland unter anderem seine Idee zum Buch „Der Strand“ besser bekannt als Film „The Beach“ mit Leonardo Di Caprio.
Von der Hauptstad Palawans Puerto Princessa gibt es ungefähr im Stundentakt Minivans, die für 500 Pessos die 6-stündige Strecke fahren. Ich bin nach einem Monat Reisen schon an Vieles gewöhnt, die Strecke ist wegen der Beschaffenheit der Straße und der vielen Kurven aber wirklich unangenehm. Für alle, die sich die Fahrt nicht antun wollen gibt es Inlandsflüge, die El Nido direkt anfliegen.
Geschlafen hab ich in zwei Unterkünften. Zum einen im Spin Designer Hostel, über das ein gesonderter Review folgt und im Blessed Inn, das ich keinem empfehlen kann, da die Wände aus so etwas wie Wellblech sind und man das Gefühl hat mitten auf der Straße zu schlafen.
Es gibt ein paar süße kleine Läden, in denen man hervorragend shoppen kann. Nach einer längeren Zeit der Shoppingabstinenz, hab ich es sehr genoßen mal wieder zu bummeln und süße Armkettchen und Hippie-Kleider zu kaufen.
Zum Essen kann ich das Restaurant Mezzanine empfehlen, das hervorragende Pizza hat. Ein Italiener aus unserer Runde hat die Pizza mit 8 von 10 bewertet und das will wohl was heißen. Auch gut ist das Art Cafe.
Der Strand von El Nido selbst ist nicht der beste. Zu empfehlen sind allerdings der Strand Las Cabanjas und der Nacpan Beach. Am Las Cabanjas waren wir zu Sonnenuntergang und danach bei einer tollen Fullmoonparty (gute elektronische Musik inklusive). Von El Nido kommt man leicht mit einem gemieteten Trycycle hin. Der Nacpan Beach ist ein wundervoller und langer, breiter Sandstrand, der beinahe menschenleer ist. Von El Nido braucht man ca. 45 Minuten. Wir haben Motorräder für 500 Pessos das Stück gemietet.
Am besten sind allerdings die Touren zu den umliegenden Inseln. Sie werden überall in der Stadt angeboten und sind in Tour A, B, C und D gegliedert. Da A und C am besten sein sollen, hab ich mich für Tour A für 1.200 Pessos (Essen am Strand inklusive) entschieden. Ziele von Tour A sind: Big und Small Lagoon, Secret Lagoon, Shimizu Island und Seven Commandos Beach. Bei der Secret Lagoon gelangt man nur durch eine kleine Felsöffnung zu einer rundum von Felsen umgebenen Lagune, die mit grünem Wasser gefüllt ist. Leider war sie etwas zu überlaufen. Nix mit Secret also. Besser gefallen haben mir da schon die Big und die Small Lagoon. Bei der Small Lagoon haben wir uns ein Kajak ausgeborgt und die Lagune auf diese Weise erkundet. Gott sei Dank, denn im Wasser waren unzählige Quallen. Bei der Big Lagoon hab ich beim Schnorcheln einen blau gepunkteten Stachelrochen durchs Wasser gleiten sehen, was ziemlich beeindruckend war.
Hätte ich nicht den Tauchkurs gemacht, hätte ich jedenfalls noch eine weitere Tour gebucht. Das tolle am Tauchkurs war allerdings auch, dass wir an zwei Locations von anderen Touren nämlich Nat Nat Beach und Helicopter Island getaucht haben.
Ich habe meine Woche in El Nido, nicht zuletzt aufgrund der tollen Runde, die wir waren, in vollen Zügen genossen. Eine solche Woche hab ich nach den Reisestrapazen der vorangegangenen Wochen auch dringend gebraucht.









