Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, muss ich es am Anfang dieses Beitrages loswerden – das Meer und ich, eine endlose Liebesgeschichte. Das Surfen und ich bis jetzt leider noch nicht. Ich meine bei mir ist der Funken bereits als Kind übergesprungen, aber das Surfen lässt sich noch ein wenig bitten. Da ich aber nicht so schnell aufgebe, habe ich es in Bali noch einmal versucht das Surfen von mir zu überzeugen. Dementsprechend wollte ich aber auch vorbereitet sein und habe meine Yogapraxis ein wenig angepasst. Deshalb gibt es heute für alle Surfer oder die, die es noch werden wollen die besten Yogaübungen für Surfer. Ihr könnt die Positionen natürlich auch als Nicht-Surfer machen.
Was brauchen wir beim Surfen?
Surfen ist ein tolles Ganzkörperworkout. Gewisse Körperpartien werden aber besonders gefordert. Viele (mich eingeschlossen) sind bereits nach dem Rauspaddeln so erschöpft, dass an ein kraftvolles Anpaddeln der Welle gar nicht mehr zu denken ist. Deshalb brauchen wir hier zuerst die Arme und Schultern. Außerdem liegt man beim Paddeln am Bauch und hebt den Rücken immer leicht vom Brett ab. Wir brauchen also ebenfalls einen starken Rücken. Beim Hochdrücken und auch bei der Balance ist schließlich der liebe Core gefragt und auch Gelenkigkeit in der Hüfte ist notwendig.
Yogaübungen für:
- Arme, Schultern
- Rücken
- Core
- Hüfte
- Balance
sind daher jene, von denen man als Surfer am meisten profitiert.
Plank, Chaturanga, Side Plank – für einen starken Core & Rücken
Plank
Achte darauf, dass du ganz gerade bist – ein festes Brett. Die Hände sind unter den Schultern. Der Nabel zieht fest Richtung Wirbelsäule. Die Fersen ziehen nach hinten und die Beine sind aktiv.
Chaturanga
Beim Chaturanga sind die Ellbogen ganz nah am Körper. Auch hier ist dein Körper ein festes Brett. Pass auf, dass dein Rücken weder rundet noch einsinkt.
Side Plank
Drück dich aus der Matte auf einem Arm nach oben. Pass auf, dass deine Hüfte nicht einsinkt und du aktiv und stark in der Mitte bist.
Variation
Versuch wirklich viele dieser Übungen zu machen und dir hier auch Variationen auszudenken. Du kannst zum Beispiel vom Plank ins Chaturanga kommen, dort ein paar Atemzüge halte und dich dann wieder hoch ins Plank drücken. Mach das ein paar Mal. Dazwischen mach jeweils ein Side Plank auf die eine und dann auf die andere Seite.
Heuschrecke für einen starken Rücken
Komm in eine Bauchlage. Spann alles ganz fest an: Bauch, Po, Beine und drück das Becken fest in die Matte. Dann hebst du mit einer Einatmung Arme und Beine von der Matte weg. Halte ein paar Atemzüge
Adler für geöffnete Schultern und Balance
Komm in einen festen Stand. Schwing den rechten Arm unter den linken, und versuch deine Hände zueinander zu bringen. Jetzt versuchst du den rechten Fuß um das linke Bein zu wickeln und setzt dich ein bisschen nach hinten. Halte ein paar Atemzüge und wiederhole auf der anderen Seite.
Krieger 3 für Balance
Auch hier kommst du zunächst in einen festen Stand. Verlagere dein Gewicht dann langsam auf das rechte Bein und heb mit dem linken ab. Der Fuß ist geflext und die Hüfte geschlossen. Achte darauf, dass dein Oberkörper nicht zu sehr nach unten neigt. Es ist okay, wenn du eine leichte Beugung in deinem unteren Rücken hast. Die Arme kannst du nach vorne oder nach hinten ausstrecken.
Taube & Meerjungfrau für offene Hüften
Taube
Achte in der Taube darauf, dass deine Hüften gerade sind. Wenn du den Fuß näher Richtung Gesäß bringst ist die Hüfte geschlossener, wenn du ihn näher Richtung Gesicht bist, offener.
Meerjungfrau
Wenn du schon ein bisschen fortgeschrittener bist, kannst du auch in die Meerjungfrau kommen.
Haltet mir die Daumen, dass ich durch das Anpassen meiner Yogaübungen heuer mehr Glück mit dem Surfen habe und wenn euch ein Surfurlaub bevorsteht, ab auf die Matte und get ready.






