Ich war früher ein sehr materialistischer Mensch. Ich bin ständig shoppen gegangen und war wenn ich mir das eine gekauft habe mit den Gedanken schon wieder beim nächsten Teil.
Bereits meine erste Reise nach Asien im Sommer 2015 hat mich dazu gebracht meinen Konsumwahn in Frage zu stellen. Meine zweite und längere Reise im vergangenen Frühling hat mir dann endgültig gezeigt, dass die besten Dinge im Leben nichts kosten. Ich habe bemerkt dass ich nicht viel brauche, um glücklich zu sein. Ich hatte den gesamten Zeitraum von 3,5 Monaten nur meinen 20kg schweren Rucksack und nicht einmal alles was da drin war hätte ich gebraucht.
Leider ist das bei mir sehr ortsabhängig und je länger ich mich wieder in Europa und Wien befinde, umso lieber gehe ich auch wieder shoppen. Aber nichts desto trotz bin ich nicht mehr der konsumgesteuerte Mensch der ich früher war. Früher hätte ich gesagt, ich muss mir von meinem Gehalt einmal eine Birkinbag leisten können sonst bin ich nicht glücklich. Das belächle ich jetzt. Es ist mir nicht mehr wichtig viel Geld zu verdienen, damit ich mir viel kaufen kann. Wichtiger ist es mir, genug Zeit in meinem Leben zu haben, um die Dinge zu erleben, die ich erleben möchte. Zeit zu haben um Momente zu sammeln.
Der Gedanke daran alt zu sein auf mein Leben zurückzublicken und nichts anderes getan zu haben als zu arbeiten, um mir Dinge zu kaufen, die ich vor lauter arbeiten ohnehin nicht nutzen konnte, ist erschreckend. Klar Arbeit ist notwendig und macht auch Spaß. Aber das Geld sollte sinnvoll genutzt werden und nicht nur die Intention dahinter stecken noch mehr und mehr zu scheffeln, um sich noch größeren und tolleren materiellen Besitz anhäufen zu können. Das Geld ist besser genutzt, wenn man es in Abenteuer und Erlebnisse mit tollen Menschen oder auch alleine investiert.
Menschen, Orte, Erlebnisse, Momente – das sind die schönsten Dinge und nicht Dinge die man anfassen und besitzen kann. Deshalb sollte man sich die wichtigen Dinge im Leben nicht mit Geld sondern mit seiner Zeit kaufen. Irgendwann werden wir auf unser Leben zurückblicken und uns an Momente erinnern und nicht an die neue, teure Tasche. Wir werden erkennen, dass die kleinen Dinge im Leben eigentlich die großen waren. Und diese Erinnerungen können mit keinem Geld der Welt gekauft werden, man muss sie schon selbst machen. Also sammelt Momente und nicht Dinge.
hola julieta!
die erkenntnis hatte ich auch schon mit den erlebnissen statt shoppen! ich hab gerade mein päckchen bekommen und musste an dich denken!!!
wie gefällt dir galle? hier ist es verdammt kalt, enjoy sri lanka und bis ganz bald, ohne julia starten montage nicht so wie sie sollten ;)