Nusa Lembongan

Nusa Lembongan – so muss Bali früher gewesen sein

Nusa Lembongan bildet mit Nusa Penida und Nusa Ceningan eine Inselgruppe und ist in ca. einer halben Stunde mit dem Speedboot von Bali (Sanur) zu erreichen.
Ich habe fast eine Woche hier verbracht und eigentlich bisher das erste Mal auf meiner Reise auch ein wenig entspannt. In Nusa Lembongan ticken die Uhren noch langsamer und ich kann mir gut vorstellen, dass Bali früher mal ähnlich war. Die Menschen auf der Insel sind wie auf Bali, hauptsächlich hinduistisch und das Inselbild daher von prächtigen Tempeln und kunterbunten Opfergaben an die Götter geprägt. Auf der ganzen Insel gibt es gerade mal einen Bankomat, keine Apotheke und so gut wie kein Nachtleben. Es gibt vereinzelt hippe und westliche Restaurants, vorherrschend sind aber einheimische Warungs mit herrlichen indonesischen Köstlichkeiten. Abgesehen von den bekanntesten Buchten sind die Strände oft menschenleer und man muss nicht lang nach einem einsamen Plätzchen suchen, an dem man in Ruhe ein gutes Buch lesen und eine Kokusnuss schlürfen kann.

Der einzige Kritikpunkt an Nusa Lembongan ist, dass die Insel offensichtlich bei chinesische Touristen unglaublich gehypt wird und es daher schon vorkommt, dass man eine Horde Chinese, mit Schwimmwesten im Wasser schnorcheln sieht. Das Gute daran ist, dass sie sich aber meistens nicht aus ihrer Gruppe hinaus bewegen und auf den eigens für sie designeten und wie ich sie nenne Spaßbooten vor der Küste der Insel (das sind im Meer fixierte Boote, mit Wasserrutschen und fürchterlicher Musik) bleiben. Versteht mich bitte nicht falsch, ich hab absolut nichts gegen Chinesen, aber sehr wohl etwas gegen diese Form des Tourismus, die leider auch von einer hoffnungslosen Rücksichtslosigkeit gegenüber der Natur geprägt ist. Aber jeder von euch der schon Mal in Asien war, weiß vermutlich wovon ich spreche. Leider musste ich auch feststellen, dass überall auf der Insel eifrig gebaut wird. Unter anderem riesige Hotelkomplexe. Es wird daher wohl auch nicht mehr lange dauern, bis Nusa Lembongan noch touristischer wird.

Jetzt aber meine Tipps für die Insel:

 – Geht mit Blue Corner Diving tauchen – Mantaaaaaas

Blue Corner Diving ist eine tolle gechillte Tauchschule am Hauptstrand von Nusa Lembongan. Gleich neben der Tauchschule gibt es außerdem das namensgleiche Cafe, in dem man sehr gut essen oder am Abend den Sonnenuntergang bewundern kann. Wenn ihr die Möglichkeit habt, fahrt zum Manta Point. Ich hab dort zum ersten Mal Mantas gesehen. Ein traumhaftes Erlebnis. Ich konnte gar nicht zählen und hab bei 8 aufgehört. Unter, über und neben mir sind sie majestätisch an mir vorbei geglitten. Aber Achtung. Nusa Lembongan ist nicht sooo easy zum Tauchen und Strömungen keine Seltenheit. Der zweite Tauchgang war mein erster Strömungstauchgang, bei dem es mir vorkam als würde ich auf einem Laufband liegen und die Korallenriffe und Fische an mir vorbei ziehen.

– Geht mit Monkey Surfing surfen

Auch wenn ich vorab gelesen hab, dass sich Nusa Lembongan nicht für Anfänger eignet, wollte ich unbedingt Surfen gehen. Das was ich gelesen hab war auch ein Blödsinn. Bei Flut kann man auch als Anfänger hervorragend auf den Reef-Breaks der Insel surfen, bzw. in meinem Fall versuchen zu surfen und durch gewaschen zu werden. Nein, ein paar Wellen hab ich e erwischt. Monkey Surfing ist eine tolle Surfschule, da die Surflehrer sich wirklich Mühe geben, damit man auch etwas lernt. So werden einem Regeln im Umgang mit anderen Surfern oder aber auch das Verhalten der Wellen beigebracht.

– Mietet einen Roller und erkundet die traumhaften Buchten der Insel

Die Strände sind puderzuckerweiß und das Wasser türkisblau. Meine Favourits waren Dream Beach und Mushroom Bay. Bei Dream Beach kann man wegen der starken Strömung und Wellen nicht sehr gut schwimmen, dafür gibt es ein Hotel, in dem auch Tagesgäste für 50k am Pool mit Blick aufs Meer chillen können. Macht unbedingt einen Abstecher zu Devils Tear und bewundert die gigantische Kraft des Meeres, wenn die Wellen gegen die Klippen prallen.

Zum Wohnen kann ich euch das neu eröffnete Taman Sea View und Puri Kirana empfehlen.

Essen könnt ihr hervorragend bei: Tiger Lilly, Blue Corner Diving, The Deck und Warung Agung Beach Cafe. Vor allem The Deck hat es mir aufgrund seiner Aussicht angetan, preislich liegt es aber etwas höher als der Durchschnitt. Warung Agung Beach Cafe ist ein entzückendes Warung, das mit viel Liebe zum Detail unweit der Mangroven im Norden der Insel angesiedelt ist. Die Satés sind ein Gedicht.

DSC05411

DSC05408

DSC05523

DSC05524

DSC05519

DSC05534

DSC05509

DSC05502

DSC05501

DSC05500

DSC05490

DSC05497

DSC05469

DSC05450

DSC05424

DSC05423

DSC05400

DSC05403

DSC05414

DSC05438

Leave a Reply